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Für jedes Problem gibt es eine Lösung, man muss sie nur finden
Imogen & Alaric | 05.01.2015 | nachmittags | Tropfender Kessel
Imogen Fitzpatrick, Alaric Lestrange 05.01.2015 Tropfender Kessel
#1
Seit dem Yule-Ball waren mehrere Tage vergangen. Tage, an denen er über den Kuss mit Phina nachgedacht hatte. Aber auch Tage, an denen er darauf gewartet hatte, dass seine Tochter endlich für ein Gespräch bereit sei. Seitdem er erfahren hatte, dass seine Tochter noch lebte waren erst eineinhalb Wochen vergangen. Für Alaric fühlte es sich wie eine Ewigkeit an. Tag für Tag wartete er darauf, dass Aria bereit für ein Gespräch war. Es gab so vieles das er wissen wollte. Zudem war er sich sicher, dass auch die junge Ravenclaw einige Fragen an ihren Vater hatte. Doch Aria war nicht gekommen.
Für die junge Ravenclaw saß der Schock vermutlich noch zu tief in den Knochen als, dass sie ihrem Vater gezeigt hätte, dass sie für ein Gespräch bereit war. Immerhin war ihr ganzes Leben an einem Tag auf dem Kopf gestellt worden. Es war nicht Alarics Absicht gewesen die Schülerin mit dieser Neuigkeit zu überrumpeln. Eigentlich hatte er an dem Tag alleine mit ihren Großeltern sprechen wollen. Doch dann hatte sie plötzlich in der Tür gestanden. So war das nicht geplant gewesen!

Aktuell konnte er weder die Sache mit Phina klären (war sie doch über die Ferien nach Hause gereist), noch die Sache mit seiner Tochter. Alaric fühlte sich so machtlos. Als hätte er irgendwie die Kontrolle verloren. Und das setzte ihn unter Spannung. Immer wieder versuchte er sich mit Arbeit abzulenken, doch die Luft in seinem Büro war mit jedem Tag erdrückender geworden. Mittlerweile hatte er das Gefühl, dass der Raum schrumpfte und ihn die Wände erdrücken wollten. Der Kuss mit Phina. Die Erkenntnis, dass seine Tochter noch lebte. So viele Gedanken schossen Alaric durch den Kopf. Es fühlte sich an, als würde ein Zauberkessel in seinem Kopf explodieren. Zur Entspannung massierte Alaric mit beiden Händen seine Schläfen. Gewöhnlich konnte er gut mit Stress umgehen, doch aktuell schien es als würde ihm die Sache über den Kopf steigen. Die Sache mit Phina. Die Sache mit seiner Tochter. Die Unerfahrenheit als Schulleiter. Und noch viele andere Kleinigkeiten. Er musste dringend raus. Er brauchte dringend frische Luft und Bewegen. Alaric warf einen prüfenden Blick auf seinen Terminkalender. Erleichtert stellte er fest, dass er für heute keine Termine hatte.
Alaric legte seine Schreibfeder zur Seite, trank mit einem großen Schluck seinen lauwarmen Tee aus und erhob sich aus dem alten Holzstuhl. Mit einem simplen Schwung seines Zauberstabes löschte er die lodernden Flammen des Kaminfeuers. Zügig schritt er auf seine geschlossene Bürotür zu, griff im Vorbeigehen nach Mantel und Schaal und verließ den Raum. Vorsorglich verschloss er von außen die Tür seines Büros mit einem Zauber. Anschließend stellte er die magische Tafel an der Bürotür auf „Abwesend“.
Bevor der Lestrange das Ashwood-Zelt verließ, schaute er noch bei der Leiterin der Cheerleader AG vorbei. Als Schulleiter der amerikanischen Zauberschule fühlte er sich verpflichtet, dass er das Gelände nur nach Absprache mit seiner Kollegin verließ. Nur so konnte Alaric sicher gehen, dass immer ein Lehrkörper der Schule als Ansprechpartner für die Schülerinnen und Schüler Ashwoods anwesend war. Gewiss traute er seinen Knuddelmuffs zu, dass sie unter Umständen auch ein paar Stunden ohne ihn oder seine Kollegin überleben würden, ohne gleich das magische Zelt in Brand zu stecken. Jedenfalls, solange niemand Max auf die Palme brachte. Er musste sich unbedingt etwas überlegen, was seinen feurigen Knuddelmuff betraf.
Auch wenn er seinen Schülern in gewisser Weise vertraute, er hatte eine Aufsichtspflicht zu erfüllen und die Eltern der Schüler würden ihn mit Vorwürfen zerfleischen, wenn er die Schüler unbeaufsichtigt lassen würde. Verständlich. Er selbst würde wohl auch nicht anders handeln. Immerhin wollte man die eigenen Kinder in Sicherheit wissen.
Erst nachdem seine jüngere Kollegin zu gestimmt hatte, vor Ort bleiben zu können, legte der Reinblüter Jacke und Schaal an. Anschließend verließ das Zelt der amerikanischen Schule. Draußen wehte ihm sogleich der eisige Winterwind ins Gesicht und vereinzelte Schneeflocken blieben in seinen blonden Locken hängen. Eigentlich hatte er ein paar Schritte gehen wollen, doch dann kam Alaric eine andere Idee. Prüfend blickte er zu den kahlen Laubbäumen hinüber und stellte fest, dass sie sich nur leicht dem Wind beugten. Er lächelte zufrieden, denn einem Flug stand somit nichts im Wege.
Mit einem Mal nahm der Animagus seine Tiergestalt an. In Gestalt eines Wanderfalken erhob Alaric sich in die Luft. Jeder, der Alarics Animagusgestalt kannte würde ihn unter anderen Wanderfalken erkennen. Das beige-dunkelblonde Gefieder auf der Oberseite unterschied ihn von anderen Wanderfalken. Nicht nur wegen dem andersfarbigen Gefieder. Auf dem Rücken fehlten ein paar Federn. Es war genau jene Stelle, bei der eine große Narbe seinen Rücken zierte. Zu seinem Glück schränkte ihn diese Narbe mittlerweile nicht mehr seine Bewegungen ein. Das auffälligste, oder auch verräterischste, an seiner Tiergestalt dürften jedoch die klaren dunkelblauen Augen sein.

Nachdem er ein paar Runden über Hogwarts und Hogsmeade gedreht hatte, meldete sich bei ihm der Hunger. Unter sich erblickte Alaric ein paar kleinere Vögel. Theoretisch könnte er sich im Sturzflug einen der Vögel schnappen und seinen Hunger stillen. Doch Alaric entschied sich dagegen. Er wollte in Ruhe etwas warmes Essen. Er wollte etwas trinken. Vor allem wollte er aber auch einen süßen Nachtisch haben. Und Alaric wusste bereits wo er das alles bekommen würde. Mit einer scharfen Wende drehte Alaric ab und flog Richtung Boden. Noch bevor er den Boden erreicht hatte, verwandelte er sich zurück. Kaum hatten seine Schuhe wieder festen Boden unter den Füßen apparierte Alaric in die Winkelgasse.
Mit einem leichten Knall tauchte Alaric wieder in einer der Seitengassen der Winkelgasse auf. Sofort fiel ihm auf, dass die magische Einkaufsstraße belebter war als sonst -mit Ausnahme der Zeit vor Schulbeginn. Vermutlich lag es an der Ferienzeit. Die letzten Tage der Winterferien waren angebrochen. Morgen war Feiertag. Heute konnten die Schüler noch Weihnachtsgeschenke umtauschen und Gutscheine einlösen. Schon bald würden die Schüler, die über die Ferien nach Hause gefahren waren wieder zurück in die Schulen reisen.
Alaric bahnte sich seinen Weg durch die Menschenmasse. Wehmütig beobachtete er die glücklichen Familien und versuchte sich nichts anmerken zu lassen. Wie gerne würde er auch mit seiner Tochter durch die Straße schlendern, ihr Dinge kaufen und sie eventuell auch vor Fehlkäufen abhalten. Doch das konnte er nicht. Zumindest nicht, ohne dass er sie in Gefahr bringen würde.
Oder hatte seine Tochter Recht? Übertrieb er wirklich was ihren Schutz anging? Schätze er die Gefahr für sie wirklich zu groß ein? Immerhin war er mittlerweile kein Jungspund mehr. Er hatte über die Jahre als Auror Erfahrung gesammelt und würde seine Eltern im Notfall sicherlich in einem Duell schlagen. Andererseits hatte er sich bereits einmal überschätzt und dafür die bittere Rechnung kassiert. Er wollte bei Arias Sicherheit nicht das kleinste Risiko eingehen. Er konnte sie nicht verlieren. Nicht schon wieder. Ein zweites Mal würde sein Herz diesen Schmerz nicht verkraften.
Er blieb vor einem der Schaufensterscheiben stehen und richtete seine Frisur, die erneut durch den Flug zerstört worden war. Warum gab es kein magisches Haarprodukt, bei dem die Frisur selbst beim Fliegen nicht an Halt verlor? Mit wieder passender Frisur ging Alaric weiter, bis er sein Ziel erreicht hatte. Den Tropfenden Kessel.
Er trat in das magische Wirtshaus ein. Die wollige Wärme durchströmte sofort seinen Körper und er spürte, wie er wieder auftaute. Alaric nahm seinen Schal ab und schlüpfte aus seinem dunklen Mantel. Die Garderobe am Eingang war vollbehangen und es dauerte etwas, bis Alaric einen Platz für seine Kleidung gefunden hatte. Scheinbar war er nicht der Einzige, den es heute in den Tropfenden Kessel verschlagen hatte. In Hinblick auf das Ende der Ferien hatte Alaric auch mit vielen Gästen im Wirtshaus gerechnet. Allerdings hatte er nicht gedacht, dass es so voll sein würde.
Seine tiefblauen Augen wanderten durch den Raum. An den meisten Tischen, wo noch ein Platz frei war, saßen Familien mit ihren Kindern. Und Alaric wollte sich nicht zu einer Familie dazu setzten. In einer der hinteren Ecken erblickte er schließlich eine junge Frau, die alleine an einem Tisch für mehrere Personen saß. Zielstrebig schritt Alaric auf die junge Frau zu, vorbei an den anderen Gästen unter denen er das ein oder andere bekannte Gesicht wiedererkannt hatte. Und er glaubte genau deren abwertenden Blicke im Rücken zu spüren. Selbst nach all diesen Jahren war er die Vergangenheit noch immer nicht los geworden. Sie haftete an ihm wie ein zäher alter Kaugummi.
Bei der Dunkelhaarigen angekommen blieb er stehen und lächelte sie freundlich an. „Darf ich mich zu Ihnen setzen, oder ist hier schon besetzt?“, fragte er höflich und deutete auf den freien Platz ihr gegenüber. Auch wenn Alaric bewusst den Anschein erweckt hatte, dass er die junge Frau nicht kannte, sie war ihm nicht unbekannt. Ja, er kannte Imogen Fitzpatrick. Zwar nicht gut, aber sie war für ihn keine Unbekannte. Sie gehörte dem neuen Orden an, dem auch Alaric sich wieder angeschlossen hatte. Ihr Nachname war ihm damals sofort aufgefallen. Immerhin hatte ihr Vater, wie Alaric, damals zum zweiten Orden gehört und in der Schlacht um Hogwarts gekämpft.
Alaric wusste nicht, wie die junge Frau auf seine Frage reagieren würde. Zum einen kannte er sie nicht gut genug, um sie richtig einschätzen zu können. Zum anderen wusste er nicht, ob sie hier nicht mit Jemandem verabredet war. Deshalb konnte der 45-Jährige fürs Erste nur eines tun. Abwarten.

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