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your body next to mine
09.01 | nachmittags | Quidditchumkleide | Emerson und Willow
Emerson Prior, Willow Winfield 09.01.2015 Umkleide
#1
your body next to mine
09.01 | nachmittags | Quidditchumkleide | Emerson und Willow
Dieses Mal hatte sie wirklich peinlich genau darauf geachtet, dass sie auch wirklich Emerson in der Quidditchumkleide antreffen würde. Noch so einen peinlichen Fehltritt wollte sie wirklich nicht haben. Da hatte sie lieber noch zweimal nachgefragt, ob er heute wirklich Training hatte.Willow hatte keine Ahnung, was nun zwischen Emerson und ihr wirklich vor sich ging, doch sie versuchte das Ganze auch nicht zu sehr, zu zerdenken, immerhin schien es im Moment ja alles gut zu funktionieren. Sie waren noch Freunde und vielleicht waren sie sogar ein bisschen mehr. Was auch immer es war, Willow gefiel es und sie genoss die Zeit. Genau deswegen, wollte sie doch auch von ihm wissen, ob sie gemeinsam nach Hogsmeade gehen wollten, auch wenn ihr durchaus klar war, dass das irgendwie ein neuer Schritt sein würde. Schließlich war hier noch gar nichts offiziel und sie hatte auch keine Ahnung, ob sie es jemals offiziell machen würden. Vermutlich hätten sie mal konkreter darüber sprechen sollen, doch dem gingen beide einfach noch aus dem Weg, wo es doch sowieso schon kompliziert genug angefangen hatte. Vermutlich hatten auch Beide noch im Hinterkopf, dass diese Freundschaft endgültig zerstört sein würde, wenn das Ganze schief gehen würde. Doch trotzdem merkte Willow, dass es auf Dauer nicht so weitergehen konnte zwischen ihnen. Sie mochte ihn viel mehr als einen Freund und sie wollte genau dies irgendwann auch mal zeigen. Sicherlich war sie nicht die spannenste Persönlichkeit, doch auch sie sehnte sich nach einer Beziehung, die nicht nur im Geheimen stattfand. Doch im Moment wusste die Winfield ja nicht einmal, ob sie überhaupt so etwas wie eine Beziehung hatten. So klar definitiert, hatten sie beiden das immerhin noch nicht und es stellte sich die Frage, ob sie es in der nächsten Zeit genauer definieren würden.

Willow klopfte kurz, bevor sie in die Umkleide trat und war ganz froh, dass Emerson nur noch alleine dort war. Sie hatte keine Lust jetzt noch mit irgendwem anderen zu sprechen, auch wenn sie keine unfreundliche Person war. Sie wollte jetzt einfach etwas Zeit mit Emerson verbringen und konnte feststellen, dass das wohl auch funktionieren würde. „Hey. Lief das Training gut?“, fragte sie ihn direkt und lächelte ihn dabei an. Sie freute sich ihn wiederzusehen, auch wenn sie ihn erst heute Mittag gesehen hatte. Schließlich hatten sie einige Fächer gemeinsam. Emerson wusste natürlich, dass Willow nicht die größte Ahnung von Quidditch hatte, doch trotzdem war sie immer an seiner Quidditchaktivität interessiert. Sie war einfach interessiert an ihm, weshalb das wohl zwangsläufig auch auf seine Quidditchaktivitäten zutraf. Willow atmete tief durch. „Ich hab dir übrigens eine Zusammenfassung von heute Morgen geschrieben, damit du den Stoff besser wiederholen kannst“, erklärte sie ihm schnell und würde ihm alles weitere geben, wenn sie wieder im Schloss waren. Hier in der Umkleide brauchte er die Zusammenfassung schließlich nicht. Sie war sich unsicher, was sie tun sollte. Das Ganze war absolut neu für sie und deswegen wirkte sie wohl auch genauso unsicher. Sie wollte nichts falsch machen, weswegen sie ihn erst einmal einfach nur beobachtete und noch nicht näher an ihn herantrat. Eigentlich war das ziemlich albern, weil sie in letzter Zeit öfter mal rumgeknutscht hatten. Und trotzdem traute sie sich nicht, die Initiative zu ergreifen und einfach zu ihm zu gehen. Deswegen stellte sich auch die Frage, ob sie es überhaupt schaffen würde, ihn zu fragen, ob sie gemeinsam nach Hogsmeade gehen wollten. Irgendwie war sie dafür wohl auch nicht mutig genug und bewies mal wieder sehr eindrucksvoll, dass sie wirklich keine Gryffindor war. Trotzdem dachte sie darüber nach, ihn einfach zu fragen. Sie begann nervös auf ihrer Lippe herumzubeißen und gab wohl allgemein kein wirklich selbstsicheres Bild von sich ab. „Sag mal... Hast du eigentlich am Hogsmeadewochenende schon etwas vor?“, fragte sie ihn schließlich dennoch und wusste selbst nicht, woher das plötzlich kam. War das dir richtige Frage gewesen und überhaupt: Wollte sie überhaupt eine Antwort haben?
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#2
Mehr nach der Devise, dass es schon irgendwie da reingehen würde, wenn er sich das nur stark genug wünschte, warf Emerson seine Quidditch Klamotten in seine Tasche. Die Mühe sie nach dem Training ordentlich zusammenzulegen, machte er sich eigentlich eher selten. Und trotzdem schaffte er es meistens zu den letzten zu gehören, die die Umkleide wieder in Richtung Schloss verließen. Es gab immer noch irgendetwas aufzuräumen, ein paar Klatscher zu bändigen oder dergleichen. Darüber hinaus erwartete ihm im Schloss ohnehin später nur noch der Zauberkunst Unterricht oder mit anderen Worten: Der Tag konnte eigentlich nur schlechter werden, sobald er das vertraute Quidditchfeld wieder verließ. Besonders heute hatte er sich allerdings Zeit gelassen. Wenn Willow ihm schon ankündigte, dass sie sich treffen wollte. Ein Treffen alleine in der Quidditchumkleide. Wusste sie eigentlich, wie sich das in seinen Ohren anhörte? Nie im Leben hätte er Willow so eingeschätzt. Aber Emerson war natürlich niemand, der sich darüber beschwert hätte, auch wenn er noch nicht wusste, wie er mit der ganzen Situation umgehen sollte. Er würde es schon mit der Zeit feststellen oder zumindest war er überzeugt davon. Wahrscheinlich hätte er sich die Uhr danach stellen können, wenn er sich noch genau gemerkt hätte, was sie sich ausgemacht hätten. Man konnte jedenfalls davon ausgehen, dass die Ravenclaw pünktlich war, als sie an die Umkleide klopfte. Emerson musste darüber schmunzeln, aber einen Vorteil hatte das zumindest. Sie war wohl die einzige Person, die sich die Mühe machte überhaupt zu klopfen. Was dachte sie denn, wer sie hier drin erwartete? An dem Ort, an dem sie eigentlich genau genommen gar nichts zu suchen hatte? Wenn sie hier drin erwischt wurden, dann würden sie so oder so Probleme kriegen, egal ob sie nun geklopft hatte oder nicht. „Komm schon rein Willow“, machte er sich bemerkbar und konnte nicht wirklich den amüsierten Unterton in der Stimme verbergen. Gleichzeitig verstaute er den letzten Rest seiner Sachen in der Tasche und zog den Reißverschluss zu. Eigentlich war er fertig um ins Schloss zurückzukehren, aber er war sich nicht so sicher, ob er das so zeitnah tun würde. Hing alles irgendwie von Willow ab.

„Ich kann mich nicht beklagen. Wahrscheinlich wirst du nächstes Mal zusehen müssen, wie wir Ravenclaw fertigmachen, aber ich hatte gehofft, dass du mir ein kleines bisschen mehr die Daumen drückst“, fing er an, nur um anschließend hinzuzufügen „Ich werde es auch keinem verraten.“ Wahrscheinlich kümmerte die Ravenclaw sich weniger um den Ausgang der nächsten Spiele, als darum, dass er sich irgendwann mal wirklich daran setzte, den ganzen schulischen Kram aufzuholen, das wusste Emerson, aber genauso musste ihr klar sein, dass sein Herz eben so sehr an dem Zauberersport hing, dass er gar nicht anders konnte, als alles darauf auszurichten. Nach dem Schulabschluss wollte er immerhin professionell Quidditch spielen und da der schon so bald anstand, schadete es nicht, sich darauf zu konzentrieren. Aber selbst ihn schmerzte es manchmal durchaus, ihre wirklich gutgemeinte Hilfe auszuschlagen. Ihre Notizen würden ihm wahrscheinlich irgendwann wieder den Hals retten, aber so weit dachte Emerson noch gar nicht. „Ich glaube für den Stoff von heute brauche ich Nachhilfestunden“, erwiderte er stattdessen. Wenig überraschend war er wieder mal mit den Gedanken ganz woanders, als bei den UTZ Prüfungen. Gab wohl durchaus einen Grund dafür, warum der sprechende Hut nicht einmal eine Sekunde darüber nachgedacht hatte, ihn nach Ravenclaw zu stecken. Was nicht hieß, dass gewisse Ravenclaws nicht dieser Tage eine eigenartige Faszination auf ihn ausgeübt hätten. Willow war jedenfalls sehr süß, wenn sie um ihre Worte herumdruckste. „Warum nicht am Hogsmeade Wochenende damit anfangen?“, erwiderte er und drückte ihr schließlich einen kleinen Kuss auf die Lippen. „Oder damit?“, entgegnete der Gryffindor kurz, lediglich um sie abermals zu küssen. Ein kleines bisschen intensiver. Obwohl sie in letzter Zeit ungefähr jede Gelegenheit genutzt hatten um herauszufinden, ob sie dahingehend kompatibel waren, war Emerson es bei weitem noch nicht leid geworden, mit Willow rumzuknutschen. Ein gutes Vorzeichen, auch wenn das neuerdings dazu führte, dass sie nicht mehr so wirklich viele ernsthafte Gespräche führen konnten, zumindest nicht ohne immer mal wieder unterbrechen zu müssen. „Aber ich dachte zwischenzeitig könnten wir auch ins Dorf gehen. Einkaufen und so Kram halt. Machen wir doch eh jedes Hogsmeade Wochenende, oder?“
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#3
Willow war absolut unsicher und genau diese Tatsache merkte man ihr auch mehr als nur ein bisschen an. Sie konnte es aber auch nicht ändern. Diese Sache mit Emerson war neu für sie und sie wollte nichts überstürzen, sondern ganz langsam einsteigen. Sie wollte nun mal keinen Fehler machen, vor allem weil sie genau wusste, was eigentlich auf dem Spiel stand. Doch natürlich erinnerte Willow sich auch noch daran, was man über sie sagte und dass Pierce sie damals für reichlich langweilig empfunden hatte. Natürlich wollte sie diesen Eindruck nicht auch bei Emerson vermitteln, doch sie wusste eben auch, dass sie letztendlich nicht aus ihrer Haut herauskonnte. Sie war nun mal einfach sie selbst und vor manchen Dingen hatte sie eben Angst. So sehr konnte sie sich einfach nicht verstellen. Das ging nicht. Doch eigentlich müsste das ihrem besten Freund auch klar sein, weil er sie einfach schon eine Weile kannte. Dass sie in dieser ganzen Sache nun allerdings so vollkommen aneinander vorbeigerdet hatten, war beiden wohl nicht wirklich bewusst. Willow hatte hinter diesem Treffen sicherlich keine weiteren Gedanken gehabt. Sie hatte sie einfach mit ihm treffen wollen und keine Ahnung, welche Assoziationen dies bei Emerson hervorrufen würde. Woher sollte sie auch wissen, dass Treffen in Umkleiden scheinbar zweideutig aufgefasst werden können? Das war der Winfield einfach nicht bewusst und eigentlich ging sie eben auch davon aus, dass Emerson gar nicht so dachte. Wer hier wen nicht so wirklich kannte, würde wohl nicht mehr beantwortet werden können. Doch genau wegen dieses Missverständnisses, klopfte Willow auch erst einmal an, bevor sie eintrat. Im Grunde wollte sie sich auch nicht so einen Fehltritt erlauben, wie schon einmal. Sie wollte einfach niemanden überraschen und als Emerson ihr deutlich machte, dass sie reinkommen konnte, kam sie auch gerne rein. Sie freute sich schließlich ihn zu sehen und genoss jeden Moment mit ihm. Doch war gleichzeitig einfach nur unsicher, weil sie keine Ahnung hatte, wie das mit ihnen weitergehen würde.

Als Emerson direkt anfing über Quidditch und das nächste Spiel zu reden, konnte Willow gar nicht anders als zu lächeln. Sie freute sich einfach automatisch, wenn er so von diesen Dingen begeistert schien. Außerdem störte es sie nicht mal wirklich, wenn ihr Haus in dem Sport versagte, solange sie Emerson anfeuern konnte. „Natürlich drücke ich dir beide Daumen zu hundert Prozent. Mach mein Haus ruhig nieder. Damit komm ich schon klar“, sagte sie leichtfertig und zwinkerte ihm kurz zu. Sie meinte ihre Worte vollkommen ernst, doch hatte immer noch keine Ahnung, was Emerson eigentlich durch den Kopf ging. Vermutlich wär sie geflüchtet, wenn sie es gewusst hätte. Sodass es von Vorteil war, dass sie im Dunkeln lag. Sie hörte ihm weiter zu und war natürlich absolut pflichtbewusst, als er ihr offenbarte, dass er für den Stoff Nachhilfe brauchen würde. „Natürlich helfe ich dir beim Lernen“, sagte sie vollkommen ernst und war einen Moment lang irritiert, als er vorschlug, dass sie dies auch am Wochenende machen könnten. Wollte er etwa nicht mit ihr ausgehen? Sie sah ihn kurz nachdenklich an, doch kam gar nicht mehr dazu, ihre Gedanken in Worte zu fassen, weil sie von seinem Kuss überrascht wurde. Die Winfield konnte gar nicht anders als den Kuss zu erwidern und auch den zweiten Kuss lächelnd zu erwidern. Sie lächelte ihn an und merkte selbst, dass sie leicht rot wurde. Natürlich war ihr das irgendwie peinlich, doch sie versuchte gar nicht so wirklich daran zu denken, sondern sich viel mehr auf das Gespräch zu konzentrieren. Als er dann aber seinen weiteren Vorschlag aussprach, wurde sie wieder unsicher. Was meinte er damit? Wollte er einfach nur ein Hogsmeadewochenende wie immer mit ihr verbringen? Hatte sich am Ende doch eigentlich gar nichts zwischen ihnen geändert? Wirklich offiziell zusammen waren sie ja auch nicht und eventuell lag das einfach daran, dass sie für ihn zu langweilig war. Wollte er sich vielleicht nicht mit ihr als Freundin in der Öffentlichkeit zeigen und überhaupt war sie überhaupt seine Freundin? Sie sah ihn nachdenklich an. „Meinst du also, wir verbringen das Wochenende wie immer?“, fragte sie ihn und wenn man wusste, wie Frauen tickten, wusste man, dass nur eine Antwort auf diese Frage richtig war. Doch die musste sie nun von Emerson selbst hören. Innerlich überlegte Willow, ob sie etwas tun könnte, um ihm zu zeigen, dass sie eben gar nicht so langweilig war. Doch irgendwei fiel ihr nichts ein. Wollte sie sich damit am Ende etwa zufrieden geben? „Ich dachte, wir könnten vielleicht... Also... Ich meine“, begann sie und brach dann aber ab. Willow musste sich nun wirklich mal zusammenreißen. Das war ja nicht mehr feierlich! Wieso bekam sie diese Dinge nicht hin? Was würde Emerson an ihr finden, wenn sie weiter so einen Unsinn machte? Vielleicht sollte sie ihm wirklich mal zeigen, dass sie ihn mochte und sich trauen. Was war schon dabei? Er war ihr bester Freund. Jemand besseren konnte sie sich also gar nicht wünschen, oder? Doch dann fiel ihr ein, dass ihr bester Freund viel mehr Erfahrungen hatte wie sie und bei dem Gedanken an seine Erfahrungen, bekam sie Bauchschmerzen. Sie biss sich kurz auf die Lippe und atmetete dann tief durch. „Vergiss es. Wir müssen auch gar nicht nach Hogsmeade gehen, wenn du nicht magst. Also ich meine, ich kann es verstehen, wenn du kein Date mit mir haben willst... Also so öffentlich“, sagte sie dann vollkommen ernst und gab ihm einen kurzen Kuss. Sie liebte ihn! Doch in diesem Moment hatte sie nicht das Gefühl, dass sie mit irgendetwas mithalten konnte, weswegen sie ihre Unsicherheit versuchte zu überspielen und dabei kläglich versagte.
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#4
Es war ein kleines Kunststück, das sie hier vollbrachten. Sie kannten sich nun doch schon eine Weile, um genau zu sein, seit sie denken konnten. Dafür schafften sie es wunderbar an einander vorbeizureden. Während Willow sich schwer damit zu tun schien, bestimmte Dinge auszusprechen, hielt Emerson das gar nicht für notwendig. Er ging einfach davon aus, dass sie wie sonst auch immer, auf einer Wellenlänge waren. Was gab es großartig Zeit mit unnötigen Gesprächen zu verschwenden, wenn sie sich so viel besser beschäftigen konnten? Auf Hogwarts war es meistens ziemlich schwer eine Ecke zu finden, in der man einfach mal ungestört war. Was anderes als dieser Gedanke hätte Willow sonst dazu getrieben ihn hier direkt vom Quidditchfeld abholen zu wollen? Man mochte den Gryffindor durchaus engstirnig oder auch ein bisschen verblendet nennen, aber ihm kam nicht in den Sinn, dass das hier so etwas wie eine Location sein könnte, in der man irgendwelche wichtigen Gespräche führen wollte. Was gab es, das sie ihn nicht immer und überall hätte fragen können? Zumindest hatte er relativ schnell aufgegeben irgendwelche Anspielungen zu machen, denn wenn er so weitermachte, dann würde er sich lediglich zu irgendwelchen UTZ Nachhilfestunden mit ihr verabreden und zu nichts weiter. Darum sollte es aber gerade nicht gehen. Offenkundig lag ihr etwas anderes auf dem Herzen. Emerson wusste nur nicht was und er wusste auch nicht, wer oder was die Stimmung jetzt gerade gedrückt hatte. „Ich verstehe nicht. Was ist falsch an unserem üblichen Hogsmeade Wochenende?“, wollte er wissen und klang dabei ehrlich verwirrt. Das alles hatte nichts damit zu tun, dass er sich mit Willow nur im Geheimen treffen wollte oder dass er nicht mit ihr gesehen werden wollte, er ging nur einfach nicht davon aus, dass sich irgendetwas an ihrem Umgang miteinander geändert hatte, nur weil sie vielleicht doch ein bisschen mehr waren als Freunde.

Darüber hinaus war es ohnehin immer sonderlich schwer mit irgendetwas mit bedeutungsschweren Begrifflichkeiten auszustatten. Hätte die Ravenclaw in diesem Zusammenhang jedoch sofort das Wort Date in den Mund genommen, wäre es Emerson mit Sicherheit leichter gefallen, sich vorzustellen, worauf seine beste Freundin hinauswollte. Wobei er sie vermutlich auch dann nicht verstanden hätte. Entweder sie rückte direkt mit der Sprache heraus oder aber all das was sie sagte, führte nur dazu, dass sich mehr und mehr Fragezeichen in seinem Gesicht breit machten. Das schaffte es sogar ihm die Lust darauf zu nehmen, weiter mit ihr herumzuknutschen. Er mochte zwar diese typisch weiblichen Ansagen nicht wirklich verstehen, aber das hieß nicht, dass er gleichzeitig bereit war, sie einfach zu übergehen, als hätte er sie nie vernommen. Relativ schnell löste er sich also von Willows Lippen, fühlte sich fast schon ein kleines bisschen überfallen von diesem Kuss, der nun mehr oder weniger mit einem leicht verzweifelten Seufzen seinerseits endete. Eigentlich hatte er auf eine andere Überraschung gehofft, aber scheinbar hatten sie beide die Lage vollkommen falsch eingeschätzt. „Willst du mir erzählen, was eigentlich los ist?“ In Emersons Stimme lag weder Groll, noch irgendeine Art Enttäuschung oder dergleichen, er wollte einfach nur verstehen, was er verpasst hatte oder noch viel schlimmer: Was er falsch gemacht hatte. Dass er nicht unbedingt der Sensibelste war, der jeden Fehler gleich mitbekam - sofern sie sich nicht auf dem Quidditchfeld zutrugen - das wusste er. Er hatte nur nicht gedacht, dass es so schnell gehen würde, bis er Willows Gefühle verletzen würde. „Bist du irgendwie sauer auf mich?“, fragt er schließlich gerade heraus. Nebenbei ließ er sich auf den Bänken der Umkleide nieder. Eigentlich hatte er nicht geplant wirklich lange hierzubleiben. Es stand wohl heute kein Training einer anderen Mannschaft mehr an, aber so dermaßen gemütlich war es dann auch nicht, dass Emerson hier seine Freizeit verbringen hätte wollen. Er wollte nur hier auch nicht weg, solange noch irgendetwas zwischen ihm und Willow stand.
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#5
Eigentlich merkte Willow es immer, wenn sie aneinander vorbeisprachen. Willow war clever und hatte schnell im Sinn, was eigentlich schief lief. Doch in dieser Hinsicht war sie nicht mehr geübt. Wenn es um Emerson und sie ging, war sie so unsicher geworden, dass sie nicht mehr deuten konnte, was er eigentlich meinen würde. Sie wusste selbst nicht, wieso dem so war und wie sie das wieder ändern konnte, doch sie wusste, dass es so war und sie damit umgehen lernen musste. Sie hätte ahnen müssen, dass Emerson etwas ganz anderes meinte, als sie und dass er sich nicht so viele Gedanken um Hogsmeade machte wie sie. So war er nun mal und irgendwie liebte sie ja auch diese Seite an ihm. Im Augenblick jedoch, verunsicherte diese Seite sie noch ein bisschen. Sie war noch nicht so selbstbewusst auf diesem Gebiet, dass sie auch selbstbewusst damit umgehen könnte. Genau deswegen konnte sie im ersten Augenblick auch nicht auf seine Frage antworten. Sie war überfordert und hatte keine Ahnung, was sie antworten sollte. Ja, Willow hatte keine Antwort. Das kam wirklich selten vor, doch Emerson hatte es geschafft. Sie zuckte kurz mit den Schultern und sagte dann knapp: „Nichts ist falsch dran.“ Und genau das stimmte ja auch, oder nicht? Es war nichts falsch an ihren üblichen Hogsmeadewochenenden, doch trotzdem hatte Willow gedacht, dass sich nun etwas ändern würde, weil sie sich eben geändert hatten. Ihre Beziehung hatte sich verändert oder nicht? Sie hoffte, dass Emerson ihr glaubte, dass nichts falsch an ihrer Tradition war. Und doch hoffte sie auch, dass er merken würde, was eigentlich los war, einfach weil sie selbst nicht wusste, wie sie das Ganze angehen sollte. Er hatte doch mehr Erfahrungen in Beziehungsdingen, oder nicht? Könnte er ihr nicht gerade zur Seite stehen und ihr helfen, dass sie sich nicht mehr all zu viele Sorgen machen musste? Willow hätte einfach offen mit ihm sprechen müssen, dass wusste sie auch. Doch sie traute sich nicht. Sie konnte sich bei Emerson eigentlich immer alles trauen, doch sie hatte Angst, dann als Idiotin dazustehen. Sie hatte keine Ahnung von diesen Dingen und wollte ihn nicht mit ihrer Ahnungslosigkeit in die Flucht schlagen.

Immer wieder dachte sie darüber nach, was sie eigentlich sagen wollte und machte dann deutlich, dass sie verstehen würde, wenn er nicht mit ihr gesehen werden wollte. Sie war eben niemand, mit dem man sich gern zeigte, oder? Über sie gab es imme rnoch Gerüchte und sie wusste selbst, dass sie mit manchen Mädchen niemals mithalten würde können. Genau deswegen war sie doch auch so komisch... Doch als er dann direkt fragte, was eigentlich los war, merkte sie, dass sie ehrlich sein musste. Sie wollte keinen Streit mit ihm. Doch noch bevor sie ihre Gedanken ordnen konnte und ihm antworten konnte, fragte er sie weiter. Sie sah ihn überrascht an und antwortete auf die zweite Frage dann direkt: „Nein, ich bin nicht sauer auf dich. Wie kommst du darauf? Ich habe gar keinen Grund sauer auf dich zu sein. Tut mir leid, wenn das so bei dir angekommen ist. Ehrlich“, sagte sie und sah ihn dabei entschuldigend an. Sie meinte ihre Worte vollkommen ernst und hoffte sehr, dass Emerson das auch sehen würde. Sie wusste aber auch, dass sie nun sagen musste, was eigentlich los war. „Ich hab mich halt gefragt, ob wir am Wochenende ein Date haben... Ich meine, ein richtiges Date. Aber der Gedanke ist doof, das weiß ich... Ich will nicht, dass du dich dazu verpflichtet fühlst und ich würde auch verstehen, wenn es dir unangenehm ist, ein Date mit mir zu haben... Also wenn alle uns sehen und so“, versuchte sie zu erklären und machte dabei ziemlich deutlich, dass das Problem bei ihr selbst lag und nicht bei ihm. Er hatte wirklich nichts falsch gemacht und sie war ihm auch wirklich nicht böse. Sie hasste sich gerade nur selbst, weil sie so wenig Vertrauen in sich selbst hatte. Wie sollte dann Emerson dieses Vertrauen in die haben, wenn sie selbst es nicht mal hatte? Wieso war sie nur so unsicher und traute sich nicht zu, mit anderen Mädchen mithalten zu können? Willow wusste wieso, doch sie würde es nicht aussprechen oder gar ausdenken wollen. „Aber ich bin dir wirklich nicht böse“, beteuerte sie noch einmal nachdrücklich und hoffte sehr, dass er ihr das auch abkaufen würde. Er musste es ihr glauben, weil es die Wahrheit war. Es war zwar nicht weniger kompliziert, doch es war die Wahrheit.
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#6
Wovon redeten sie hier überhaupt und warum mussten sie überhaupt über etwas reden? Eigentlich hatte Emerson immer geglaubt, dass es zwischen ihm und Willow nicht kompliziert sein musste. Das war es immerhin noch nie gewesen. Sie hatten immer gewusst woran sie waren und dass sie sagen konnten, was auch immer ihnen auf der Zunge lag. Emerson jedenfalls hatte Willow auch aus diesen Gründen immer gemocht, nur um jetzt in einem essentiellen Moment der Einsicht festzustellen, dass Willow doch genauso verwirrend und aufregend sein konnte, wie jede andere Frau auch. Er war davon ausgegangen, dass sie gar keine Probleme hatten, nur um jetzt von ihr eines Besseren belehrt zu werden. Ja sie hatten ein Problem und mit ein bisschen Glück würde er in nächster Zeit auch aus ihr rauskriegen was für eines das war und warum sie jetzt nicht dabei waren diesen Augenblick anders zu verbringen, als damit dieses eigenartige Gespräch zu führen. In seiner doch schon etwas gesteigerten Verzweiflung hatte er sogar gefragt, was für eine Art Fehler er wohl gemacht hatte, nur um eine noch weniger klare Aussage zu erhalten. Keinen? Das war neu. Am liebsten hätte Emerson in Ergänzung zu dieser Antwort gefragt, warum bei Merlin sie dann nicht einfach die Willow sein konnte, die er schon ewig kannte. Was um alles in der Welt konnte ihnen dann bitte anderes im Weg stehen? Viel länger hätte Emerson sich wohl nicht davor zurückhalten können zu antworten, als er noch ein bisschen mehr verwirrt wurde (und er hatte nicht gedacht, dass das überhaupt noch möglich war). „Du denkst, dass ich dich nicht in der Öffentlichkeit sehen will?“ Bei dem Gryffindor klang das in etwa so, als hätte sie gerade felsenfest behauptet, den Weihnachtsmann am Fenster vorbeifliegen gesehen zu haben. Die Verwunderung war greifbar. Warum sollte er sich nicht mit ihr sehen lassen wollen, wenn er schon seine ganze Schulzeit über nichts anderes tat, als ihre Gesellschaft zu suchen?

Wenn er Willow nicht sehen hätte wollen, dann hätte er die Sache schon viel früher beendet. Vor den ersten Hausaufgaben, die er von ihr abgeschrieben hatte, damals in der ersten Klasse noch. „Willow das ist absoluter Bullshit“, formulierte er salopp und trocken „Außerdem war es nicht meine Idee uns hier zu treffen.“ Ob es ganz so schlau war rauszustellen, dass sie diejenige gewesen war, die den Treffpunkt vorgeschlagen hatte, wusste Emerson nicht, aber er hatte auch keinen weiteren Gedanken dahingehend verschwendet, immerhin reagierte er in solchen Momenten leicht trotzig. Wie fast jeder andere Mensch hatte er ein kleines Problem damit, einen Vorwurf anzunehmen. In seinem Fall mochte er es noch weniger, wenn sein Gegenüber nicht direkt mit der Sprache herausrückte. „Wenn du willst, dass wir uns woanders treffen, dann sag das doch einfach“, entfuhr ihm das Rätsels Lösung. „Ist ja nicht so, als würde ich dich dafür umbringen, dass du deine Zeit nicht in einer Quidditchumkleide verbringen willst. Das will doch noch nicht einmal ich…“, fügte der Prior dann allerdings beschwichtigend hinzu und mühte sich ein kleines Lächeln auf die Lippen zu bringen. „Mit Dates und so Kram kenne ich mich zwar nicht wirklich aus“, musste er relativ schnell ergänzend einräumen. Zwar hatte er eine Beziehung hinter sich, aber die hatte nicht auf etwas gefußt was man klischeehaft Date genannt hätte. Clarissa hatte keinen gesteigerten Wert darauf gelegt oder aber sich zumindest nicht darüber beschwert, wenn sie ihre Hogsmeade Wochenenden zwischen Süßigkeiten und Butterbier verbracht hatten. Was man auf so einem Date machte und was es von einem normalen Hogsmeade Wochenende unterschied, das war Emerson defakto nicht wirklich klar. Was nicht hieß, dass er sich nicht bemühen könnte, einfach nur um Willow zu gefallen. „Aber du hättest sagen können, dass du sowas willst. Dann hätte ich mir zumindest Gedanken machen können“ Warum zum Teufel hatte sie stattdessen von vorn herein angenommen, dass er ohnehin kein Interesse daran hatte mit ihr auf diese Art und Weise zusammen zu sein? Über den Umstand war Emerson noch immer nicht im Mindesten hinweg.
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#7
Willow war ein unsicherer Mensch. Das lag eventuell an der Tatsache, dass sie auf diesem Gebiet nicht viel Ahnung hatte und damit auch schon schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Doch das lag auch daran, dass sie der Ansicht war, dass sie sich nicht mit Clarissa messen konnte. Egal was sie tun würde, sie würde der Gryffindor nicht das Wasser reichen können und genau das machte der Winfield Angst. Daran hatte nicht mal Emerson Schuld. Sie alleine hatte Schuld, weil sie sich diese Dinge einredete. Ihr Selbstbewusstsein war auf diesem Gebiet nicht wirklich hoch ausgeprägt. Und es war eher fragwürdig, dass sich das noch weiter ausbilden wird. Irgendetwas in ihr sagte ihr, dass sie es auf diesem Gebiet nicht drauf hatte und nun musste sie sich genau dieser Tatsache stellen. Sie wusste nicht, wie sie das eigentliche Problem ansprechen sollte, weil sie nicht wusste und auch nicht abschätzen konnte, wie Emerson zu dieser Sache stand. Willow wusste nur, dass sie sich unwohl fühlte und keine Ahnung hatte, was eigentlich mit ihr los war. Ja, sie hatte sich auch nicht hier treffen wollen, doch sie wollte es eben so angenehm wie möglich für ihn machen. War das verboten? Hatte sie am Ende alles falsch gemacht? Sie wusste es nicht und sie traute sich auch nicht, noch viel ehrlicher zu werden. Ihr fehlte der Mut. In diesem Augenblick wurde ihr wieder bewusst, dass sie niemals eine Gryffindor sein würde... Als er direkt fragte, vor was sie eigentlich Angst hatte, zuckte sie mit den Schultern. Ja, genau diese Bedenken hatte sie, weswegen sie leicht eingeschüchtert und nachdenklich nickte. Er hatte begriffen, was ihr Problem war, doch es stellte sich die Frage, ob er dieses Problem auch aus der Welt schaffen konnte.

Sie merkte, dass sie erleichtert war, als er ihr sagte, dass ihre Sorgen bescheuert waren. Doch sie wusste auch, dass sie damit noch nicht vollkommen aus der Welt geräumt waren. Sie wollte etwas sagen, doch er sprach weiter und sie wusste nicht, was sie nun sagen sollte. Hatte sie sich hier treffen wollen? Ja! Sie wollte es ihm einfach machen. „Na ja ich dachte, dass wir uns hier ungestört treffen können und ich wollte nicht, dass dir irgendetwas unangenehm ist“, sagte sie ehrlich und hoffte sehr, dass er ihr das nicht übel nehmen würde. So sicher war sie sich mit seinen Gedanken nämlich nicht, auch wenn sie ihn eigentlich über all die Jahre gut einschätzen gelernt hatte. Sie sah ihn entschuldigend an und merkte mal wieder, dass er die Sachen einfacher und lockerer sah als sie selbst. Doch ihr selbst wollte es eben nicht gelingen. Sie machte sich Gedanken und konnte das nicht so leicht abtun, wie er selbst es gerade tat. „Ich will dich aber nicht in Verlegenheit bringen“, gab sie ehrlich zu und biss sich nachdenklich auf die Unterlippe. Sie sah ihn weiterhin entschuldigend an und hörte ihm weiterhin zu. Es war süß, dass er sich Mühe geben wollte, weil sie genau wusste, dass er nicht der romantische Kerl war. Und doch wusste sie nicht, ob sie das Richtige tat in diesem Augenblick. Sie lächelte ihn an und merkte, dass sie nicht wirklich glücklicher wurde. „Das ist wirklich lieb von dir. Ehrlich. Ich meine, ich kenne dich und weiß, dass das nicht so dein Ding ist, aber darum geht es eigentlich auch gar nicht. Ich brauche kein mega romantisches Date, wenn es das ist, was du denkst“, erklärte sie ihm. Sie war unsicher und genau das merkte man ihr auch an. „Ich meine, ich weiß, dass du dich mit mir sehen lässt. Doch es ist etwas anderes nur befreundet zu sein oder na ja... zusammen zu sein... Ich will nicht, dass ich dir unangenehm werde, weil ich eben weiß, dass ich nicht Clarissa bin“, sagte sie ehrlich und brachte damit ziemlich genau auf den Punkt, wovor sie Angst hatte. Sie würde niemals sein wie seine Ex und genau das machte sie nachdenklich... genau das verunsicherte sie. Nur Emerson würde ihr diese Angst nehmen können, doch es stellte sich die Frage, ob er überhaupt verstand, was sie hier gerade sagte. Verstand er ihre Ängste und Sorgen? „Ich will nicht, dass irgendwelche Leute schlecht über dich reden, weil sei sehen, dass du und ich... na ja miteinander gehen. Mir ist nämlich durchaus bewusst, dass ich nicht der schärfste Fang der Schule bin“, sagte sie weiterhin ehrlich und blieb dabei erstaunlich ruhig. Sie sagte sie Wahrheit und dass sie sich mehr Gedanken um ihn als um sich selbst machte, war auch abolsut nicht gelogen. Es stand nun einfach in den Sternen, was Emerson aus all dem machen würde.
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#8
So viel also zu dem Umstand, dass Emerson vermeintlich genau wusste, was heute auf ihn zukam und was hinter dieser eigenartigen Verabredung steckte. Dabei sagte man schon, dass immer alles anders kam, als man glaubte. Trotzdem hätte Emerson auf diese Wendung der Ereignisse gut und gerne verzichten können. Nicht etwa, weil ihm daran gelegen gewesen wäre, so schnell es ging, diesen einen Schritt weiter zu gehen mit Willow, sondern weil die Einsicht, dass zwischen ihnen gewisse Dinge noch immer recht in der Schwebe hingen, irgendwie bitter war. Nach all der Zeit, in der sie sich nun schon kannten und in der sie befreundet waren, war der Gryffindor irgendwie davon ausgegangen, dass sie ihn einschätzen konnte und zumindest so ein bisschen kannte. Er war bei Merlin kein verschlossenes Buch mit sieben Siegeln… Also wusste Emerson im ersten Moment auch nicht, ob ihn ihre Einschätzung seinerseits nun enttäuschen oder vielleicht sogar kränken sollte, denn alleine was sie da implizierte konnte man, wenn man denn wollte, durchaus als Beleidigung auffassen. Schlussendlich war es lediglich ein genervtes Seufzen, das der 17 Jährige zwischenzeitig von sich gab, als er ihre Worte hörte. Wahrscheinlich war das nicht die beste Methode um diverse Selbstzweifel auf Seiten von Willow aus dem Weg zu räumen, aber manchmal war der Prior weder der geduldigste, noch der einfühlsamste Mensch auf diesem Planeten und deswegen zerrten solche Unterhaltungen (die er zum Glück nicht oft führen musste) schon ziemlich an seinen Nerven. Dabei musste er zumindest eingestehen, dass es ihm lieber war, Willow sagte solche Dinge frei heraus, als sie ihn gar nicht wissen zu lassen. Das war ja auch so ein bisschen der Punkt auf den er von Anfang an hinausgewollt hatte: Er konnte nun mal keine Gedanken lesen. Nur das Problem worüber man auch redete, konnte man in irgendeiner Form auch lösen. „Bist du wahnsinnig? Du bist großartig Willow“, platze aus ihm heraus, wobei er es tunlichst vermied einen bestimmten Namen ins Gespräch zu bringen. Irgendwie hing seine Exfreundin so ein bisschen wie ein trüber Schatten über allem und er hatte das unzweifelhafte Gefühl, dass er selbst nicht unbedingt unschuldig daran war.

„Hältst du mich für so einen Menschen?“ Eigentlich sollte das so etwas wie eine Fangfrage sein, denn sie würde sich wohl kaum mit ihm abgeben, wenn sie davon ausgehen würde, dass er dermaßen oberflächlich veranlagt war (hoffte Ems zumindest). „Du bist so viel intelligenter als ich, dass ich manchmal das Gefühl habe, dass du mehr weißt als die ganzen Schulbücher zusammen. Du bist meine beste Freundin seit ich denken kann. Das erste Mädchen, das es irgendwie geschafft hat, dass ich es nicht irgendwie eklig fand damals…“, fing Ems an, obwohl ihm irgendwie nicht klar war, woher diese Zweifel plötzlich kamen. Er hoffte, dass er ihr helfen konnte, wenn er ihr nicht nur die Tatsachen vor Augen führte, sondern auch über andere Dinge sprach oder ein Erlebnis, das sie geteilt hatten. „Ich hätte es niemals zugegebenen, aber wahrscheinlich hätte ich nicht vorgeschlagen, dass wir uns küssen, wenn ich dich nicht auch heiß gefunden hätte.“ Bei dem Geständnis musste Emerson kurz grinsen bevor er es symbolisch mit einer wegwerfenden Bewegung abtat. Mittlerweile war es sicherlich nicht mehr schlimm solcherlei einzuräumen, nicht nur weil das ganze schon so lange her war, dass es ohnehin schon wie in einer anderen Zeit erschien, sondern auch weil sie mittlerweile mehr getan hatten, als einmal kurz in kindlich naiver Art ihre Lippen aufeinander zu drücken. „Ich könnte noch eine Weile so weitermachen, aber irgendwie weiß ich nicht mal, ob dir das hilft.“ Sie schien ihm ja nicht einmal zu glauben, dass er sich mit ihr traf, weil ihm wirklich etwas an ihr lag und nicht etwa weil es keine anderen Alternativen gab. Er war nicht so veranlagt und auch das sollte sie mittlerweile wissen. Aber es machte ohnehin keinen Sinn darauf rumzureiten, befand Emerson. Sie drehten sich einfach nur im Kreis und vielleicht war es ohnehin sinnvoller ihr direkt zu zeigen, dass ihre Befürchtungen allesamt falsch waren. „Ich weiß noch nicht mal, warum wir uns hier überhaupt noch in der Umkleide rumtreiben. Sollten wir nicht lieber irgendetwas anderes machen? Etwas mit mehr Licht wo du mir dann erzählst, was du in Hogsmeade machen willst?“ Natürlich konnten sie sich über das Thema auch hier den Kopf zerbrechen, bis sie zurück ins Schloss mussten, aber selbst Emerson konnte sich schönere Orte vorstellen als die Quidditchumkleide.
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#9
Die Unsicherheit würde sie wohl nicht mehr einfach so loswerden. Sie war ein Teil von ihr geworden, auch wenn Willow das nicht wirklich wollte. Sie konnte aber auch nicht dagegen steuern und merkte in diesen Augenblicken mit Emerson, dass sie eben absolut unsicher war und Angst hatte alles falsch zu machen. Ob es so eine gute Idee war, mit Emerson offen darüber zu sprechen, wusste sie nicht, doch sie wusste, dass es gar keine andere Alternative gab. Sie mussten da nun durch und irgendwie war Emerson an der Reihe, ihr diese Angst zu nehmen, auch wenn ihr klar sein hätte sollen, dass er in diesen Dingen wirklich nicht gut war. Doch irgendwie schien er sie überraschen zu wollen. Sie sagte, was sie belastete und er sagte einfach das, was ihm durch den Kopf ging und genau das hatte sie in diesem Augenblick gebraucht. Sie sah ihn leicht beschämt, aber eben auch wirklich glücklich an. „Findest du wirklich?“, fragte sie ihn direkt und wusste doch, dass er es ernst meinte. Er würde sie in dieser Hinsicht nicht anlügen, da war sie sich sehr sicher. Da vertraute sie ihm einfach auch vollkommen. Wenn sie dieses Vertrauen in Emerson nicht hätte, dann wären sie niemals solange miteinander befreundet geblieben, da war sie sich zumindest sehr sicher. Es passte einfach schon immer zwischen ihnen beiden. Sie ergänzten sich in so vielen Dingen einfach wunderbar. Vermutlich hatten andere schon längst gesehen gehabt, dass irgendwann einmal mehr aus ihnen werden würde, doch die beiden hatten es letztendlich nicht gedacht. Auch wenn Willow dieses Gefühl schon länger gehabt hatte. Das war einfach nicht mehr nur Freundschaft und dass sie sich letztendlich sogar trauten das auszuprobieren, war für sie wirklich etwas vollkommen Neues und eventuell war sie genau deswegen auch noch viel mehr verunsichert. Sie wollte keine Fehler machen und vor allem wollte sie Emerson nicht verlieren.

Dass sie über dieses Thema letztendlich sprachen, war wohl beiden gleichermaßen unangenehm. Und trotzdem wusste Willow, dass sie darüber sprechen mussten. Sie brauchte diese Sicherheit. Doch Emerson wollte sie damit sicherlich nicht in Verlegenheit bringen oder gar irgendwie angreifen. „Nein, natürlich nicht. Du bist ein wunderbarer Mensch“, sagte sie ehrlich und meinte jedes ihrer Worte auch vollkommen ernst. Sie hörte ihm aufmerksam zu und war letztendlich von seinen Worten vollkommen gerührt. Genau so etwas hatte sie gebraucht. Genau dadurch fühlte sie sich viel besser. Willow konnte gar nicht anders als zu lächeln, zu ihm zu gehen und ihm einen Kuss auf die Lippen zu drücken. Sagte dieser Kuss nicht auch schon genau das aus, was sie gerade in diesem Augenblick fühlte? „Das hilft mir sehr“, sagte sie ehrlich, als sie sich wieder von ihm löste. „Genau so etwas habe ich irgendwie gebraucht“, sagte sie leicht verlegen und atmete tief durch. Sie fühlte sich viel besser und hatte das Gefühl, dass sie augenblicklich selbstbewusster war. Hatte er sie gerade etwa verzaubert? „Ich meine, welches Mädchen steht nicht darauf, zu hören, dass es nicht eklig ist und man es heiß findet“, sagte sie ehrlich und merkte selbst, dass sie leicht rot wurde, bei ihren Worten, doch ging nicht weiter darauf ein. Sie musste sich nicht verstecken, wenn er hinter ihr stand, oder? Sie würden das schaffen und wenn irgendjemand irgendetwas sagen würde, dann würde Emerson ihm die Meinung geigen. Da war sie sich zumindest sehr sehr sicher... sogar mehr als sehr sehr sehr... Sie musste breit strahlen, als er weiter sprach. Sie merkte, dass ihm das wirklich ernst war und genau dieses Gefühl hatte sie einfach gebraucht. „Das klingt wirklich gut. Ich würde ja sagen, dass wir uns in den Gemeinschaftsraum verziehen könnten, aber das hat bei uns ja noch nie funktioniert. Hast du Hunger? Wir könnten noch etwas abstauben?“, fragte sie ihn direkt und zuckte dann kurz mit den Schultern. „Und was ich genau in Hogsmeade machen möchte, weiß ich noch gar nicht. Ich bin da aber auch ziemlich offen für alles. Das Einzige, was ich fest integriert haben möchte, ist einen Besuch in der Buchhandlung, ich muss noch etwas besorgen, aber sonst können wir auch einfach nur spazieren gehen, oder eine Kleinigkeit irgendwo essen gehen oder einfach der Heulenden Hütte zusehen. Du kennst mich doch, Emerson, ich brauche nichts Großes, Zeit zusammen zu verbringen, reicht mir schon vollkommen aus“, sagte sie ehrlich und hoffte dabei sehr, dass er sie auch verstehen würde und sie nicht all zu viel Mist gesagt hatte. Die Kommunikation zwischen ihnen beiden wurde anscheinend doch etwas schwieriger, doch Willow war zuversichtlich, dass sie das regeln würden.
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