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It´s Cookies Night
Josie & Elena | 04.01.2015 | Weg zum Nordturm
Josie Morgan, Elena Ramirez 04.01.2015 Weg zum Nordturm
#1
Die Reise nach Hogwarts war wieder schön gewesen, sie hatte endlich ihre Freunde wiedergesehen und einfach nur geplaudert. Doch eigentlich hatte sie gar keine Lust gehabt überhaupt wieder ein Fuß in diese Schule zu setzen, schließlich waren doch die Ferien viel zu kurz gewesen! Josephine war in den Ferien zusammen mit ihrer Freundin Leanne bei den Harpies gewesen und hatte sich nicht nur ein Spiel angeschaut, sondern war auch bei einem Training dabei gewesen. Zu ihrem letzten Geburtstag hatte Leanne ihr dieses Geschenk überreicht und noch immer fragte sich die junge Hufflepuff, wie ihre Freundin das nur geschafft hatte. Schließlich kam man als Normalsterblicher nicht einfach an ein Probetraining mit den Harpies, oder? Doch Josie war ja auch nicht irgendwer, das musste sie sich selbst halt auch eingestehen. Ihre Großmutter war ein langes Mitglied dieses Vereins gewesen und vielleicht war es dadurch noch mehr möglich gewesen? Leanne hatte zu diesem Fall auf alle Fälle eisern geschwiegen und immer wieder nur gemeint: Ein Meister verrät keine Geheimnisse! Oh wie wäre ihr Josie da am liebsten aufs Dach gestiegen, doch sie hielt sich noch zurück. Der ehemalige Hogwartschampion hatte bestimmt schon so seine Gründe und Josie würde auch nicht immer alles verraten. Als sie in Hogwarts angekommen war, war sie sofort in die Küche gerannt und hatte bei den Hauselfen ein paar Kekse sowie ein wenig Butterbier geordert. Ja, es hatte definitiv seine Vorteile eine Hufflepuff zu sein, die wusste wo die Küche war. Die Elfen dort waren immer sehr hilfsbereit und schlugen sich schon beinahe darum, wer Miss Morgan die Kekse machen durfte und wer nicht. Einfach entzückend und für Josie hatte das bisher immer nur Vorteile gehabt.

Wen sie am meisten in den Ferien jedoch vermisst hatte, war Elena gewesen. Die beiden Mädchen hatten in den letzten Monaten wirklich nicht besonders viel Zeit zusammen verbracht. Zumindest nicht, wenn man es mal im Verhältnis zu den Jahren davor sah. Doch das lag vermutlich eher daran, dass Elena viel zu sehr mit Lennox beschäftigt war… dummer, blöder Lennox …. Und Josie ihren Gedanken ebenfalls zu sehr hinterher hing. „Denk dran, wir müssen aber jetzt echt leise sein.“ Kicherte die Brünette, die sich heute eine grüne Haarsträhne hatte wachsen lassen, bevor sie in die Korridore gingen. Es war jetzt nicht verboten um diese Uhrzeit noch draußen zu sein, doch es war auch nicht wirklich gerne gesehen. Die Hogwartsschüler mussten erst ab 21 Uhr in ihren Häusern sein und jetzt war es immerhin erst viertel vor Neun. Doch die beiden hatten auch nicht wirklich die Lust, schon in einer viertel Stunde wieder im Gemeinschaftsraum zu hocken. Josie zog ihre Tasche hoch und flitzte zusammen mit Elena durch die Gänge. „Also ich muss schon sagen, es ist eine Ehre, dass du heute mal für mich Zeit gefunden hast.“ Lachte Josephine auf und hatte vor in Richtung Nordturm zu gelangen. Dort konnten sie sich immerhin auf dem geheimen Balkon, den Josie vor Jahren mal entdeckt hatte, verstecken. Man musste dann also nur noch beim Zurücklaufen darauf achten, nicht entdeckt zu werden. Die Lehrer waren aktuell aber auch einfach absolut vorzeigehaft, zumindest aus ihrer Sicht. Aus Sicht der Schüler war das einfach alles absoluter Mist, denn immer mehr Schüler wurden erwischt. Josie jedoch war sich sicher: SIE NICHT! Schon lange hatte sie kein Nachsitzen mehr gehabt und ein paar der Hufflepuffschüler hatten sich schon bei ihr bedankt, weil es in diesem Jahr mal nicht so viele Punkteabzüge für ihr Haus gegeben hatte. Man konnte sich ihrer Meinung nach aber auch tierisch anstellen, als ob Josie jemals sooooooo viele Punkte abgezogen wurden. Doch eigentlich hatten sie recht: Josie war nicht mehr sie selbst gewesen. Heute war also der perfekte Abend, schließlich hatten Josie und auch Elena mal einen eigenen kleinen Weiberabend verdient und den konnte man nicht im Gemeinschaftsraum abhalten oder auch nicht im Schlafsaal. Die Räume hatten halt einfach viel zu viele Ohren.
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#2
Obwohl das hier so etwas wie eine Spionagemission war, konnte sich Elena doch ein Kichern nicht wirklich verkneifen, als sie ihrer besten Freundin folgte. Später, wenn sie sich auf den Rückweg machten, würde es definitiv nach neun Uhr sein, also eine Zeit zu der sich die Schüler gar nicht mehr auf den Korridoren aufhalten durften. Dann würden sie solche Geräusche definitiv verraten, zumindest wenn die Bilder oder Geister sie nicht verpetzen würden. Trotzdem war die Situation einfach zu lächerlich und gleichzeitig aber auch irgendwie auch aufregend, sodass die Ramirez gar nicht anders konnte. Sie kam sich vor wie in einem dieser Agentenfilme und irgendwie fand sie das ziemlich spannend. Warum hatten sie solche Sachen nur schon länger nicht gemacht? Achja richtig. Da war ja ein Miesepeter von Lennox, den man zu solchen Aktionen nicht mitnehmen konnte… Zumindest heute dachte die 16 Jährige so, schließlich war sie gerade sauer auf ihren sogenannten Freund. Die Abende, die sie sich an ihn gekuschelt hatte und die sie quasi unzertrennlich gewesen waren, hätte sie unter anderen Umständen nie im Leben als Zeitverschwendung bezeichnet und den anderen Hufflepuff auch nicht als Gesellschaft, die sie nicht ausstehen konnte. Aber junge Liebe war eben doch manchmal mindestens genauso wandelbar wie Josephines Frisur. „Natürlich habe ich das. Was soll das denn heißen?“ Wollte Elena wissen und verzog ihr Gesicht zu einer Schnute, obwohl sie genau wusste, dass sie wirklich relativ schwer zu erreichen gewesen war in letzter Zeit. Sogar für Josie war sie das gewesen. Aber jetzt würde sie ja etwas dran ändern.

Wenn es ein Gutes hatte, dass sie sich gestritten hatte mit ihrem Freund, dann dass sie sich jetzt damit therapieren konnte, sich den Bauch mit Keksen vollzuschlagen und den neuesten Klatsch und Tratsch auszutauschen. In der Welt der Hufflepuff war das besser als jede andere Möglichkeit sich abzulenken. Dabei würde das hier so viel mehr Ärger geben, aber das war Elena im Moment herzlich egal. Josie und sie waren echt schlechte Spione. Im Agentenfilm wären sie die ersten, die draufgehen würden beziehungsweise, die ersten, die sich auf ihre Fertigkeiten verlassen müssten, ihre Gegner um den Finger zu wickeln, um sich aus einer verzwickten Situation zu befreien. Aber darum würden sie sich kümmern, wenn es so weit war und fürs erst einmal weiter lachend und kichernd durch die Gänge ziehen. So ungefähr wusste Elena noch, wo sie hinwollten, dennoch folgte sie brav ihrer besten Freundin in Richtung des Turms, an dem sie sich schon das eine oder andere Mal rumgetrieben hatten, wenn sie keinen Bock auf die Gesellschaft anderer Leute gehabt hatten. Heute war auch so ein Fall, an dem sie sich darauf verlassen können mussten, keine ungeliebten fremden Ohren und Augen um sich zu haben. „War das immer schon so weit?“, wollte sie dennoch wissen und sah sich schlussendlich doch gezwungen, Josie zu überholen und ein bisschen weiter vor zu laufen in den Gang hinein und schließlich die Stufen hoch. Eigentlich hatten sie keinen Stress. Sie würden sowieso länger bleiben als sie durften und bei einem Wettlauf würde ohnehin auch immer die Quidditchspielerin von ihnen beiden gewinnen, aber Elena machte sich trotzdem einen Spaß daraus. „Komm schon du lahme Schnecke. Ich will endlich wissen, wie es beim Quidditch war. Ich will alles wissen“, verkündete sie, als sie stehen blieb um sich kurz umzudrehen und zu gucken ob Josie mit ihr Schritt hielt. Zu deren Geburtstag war Elena ja schon ein bisschen sauer gewesen auf Leanne und auf sich selbst, dass sie selbst nicht mit so einem coolen Geschenk hatte aufwarten können. Mittlerweile war sie aber selbst gespannt auf die Erzählungen.
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#3
Aktuell fand Josie das Vorgehen, welches sie hier mit ihrer besten Freundin an den Tag legte, überhaupt gar nicht so unnormal. Später würde es dann schon ein wenig interessanter werden, wenn sie versuchen würden sich vor den Vertrauensschülern, Schulsprechern oder gar Lehrern verstecken mussten. Verwandeln war nicht mehr drinne, irgendwie schien niemand mehr auf die Tricks von Josie hereinzufallen… außer natürlich sie hatte noch einen ganz neuen Vertrauensschüler vor sich, der noch nicht wirklich auf dem Schirm hatte, wenn Josie sich verwandelte um nicht entdeckt zu werden. Hin und wieder gelang es ihr, doch es wurde langsam immer weniger. Für sie war das alles schon beinahe zur Routine geworden, auch wenn ihr eines aktuell noch nicht klar war: In wenigen Tagen würde sie sich anhören müssen, dass sie sich jetzt zusammenreisen müsste. Sonst würde sie noch den Ruf der Schule aufs Spiel setzen. Immer wieder ging ihr Blick, während sie durch die Gänge schlich, zurück zu ihrer besten Freundin. „Naja ich weiß ja auch nicht, du schienst mir in der letzten Zeit ziemlich darauf bedacht nicht zu viel Zeit außerhalb dieser komischen Arme zu verbringen.“ Josie streckte ihr die Zunge heraus und grinste dabei, sie war halt eine sehr direkte Person. Noch nicht mal vor Elena, die sie wie eine Schwester liebte, war da eine Ausnahme. Miss Morgan meinte das natürlich auch alles nicht so böse, sie selbst hatte auch in den letzten Wochen genug um die Ohren gehabt. War sie doch mitten in einem Gefühlschaos was sie nicht wirklich kontrollieren konnte. Immerhin war da Will, den sie auf dem Ball geküsst hat und hin und wieder noch mal auf den Gängen gesehen hat und irgendwie… bekam sie von ihm einfach nicht genug. Dann war da aber noch Pierce… ein Kerl, der ihr seid neusten auch nicht mehr aus dem Kopf ging. Obwohl sie ihn eigentlich schon abgeschrieben hatte.

Ein bisschen überrascht sah sie Elena hinterher, als diese sie schließlich überholte und runzelte die Stirn. „Hey Speedy Gonzales, jetzt mach mal nicht so schnell.“ Lachte Josie und spielte auf die kleine Zeichentrick-Maus an, welche im Muggel TV immer mal hoch und runter lief, schnellste Maus von Mexiko oder so etwas in die Richtung. Sie bemühte sich hinter Elena her zu kommen und war dankbar dafür, dass sie beinahe jeden Morgen Joggen ging um die viele Schokolade wieder abzutrainieren die sie beinahe jeden Abend irgendwie in sich hereinstopfte. „Du hast es nicht anders gewollt. Ich hoffe du weißt mit wem du dich hier gerade angelegt hast.“ Lachte die Hufflepuff und legte einen kleinen Springt die Treppen herauf, in dem sie immer zwei Stufen auf einmal nahm. Sie lachte als sie an Elena vorbeirannte. „Wie war das eben mit der lahmen Schnecke?“ Josie war auch schon nach wenigen Stufen an der Stelle wo sie hinwollte, vor einem Ort an dem sie niemand stören oder auch nur finden würde. Josie wusste gar nicht, ob überhaupt irgendwem anders dieser Ort hier bekannt war. Sie wartete kurz auf ihre Freundin, atmete noch immer schwer und schaute sich dann um. Mit ihrer Hand tippte sie auf die Steine neben dem Spiegel und wartete einen Moment, ehe der Spiegel auf die Seite schwang und Josie eine tiefe Verbeugung vor Elena machte. „Nach dir meine Liebe. Ich will ja nicht, dass uns hier jemand entdeckt.“ Lachte sie und deutete auf den Spiegel, hinter dem sich jetzt mittlerweile der Gang abzeichnete durch den sie auf den Balkon kommen würden. Auch wenn natürlich der Balkon offen war, würden sie bestimmt nicht frieren. Erstens hatten sie das leckere Butterbier bei sich und zweitens war dann auch noch die Möglichkeit eine dieser schönen kleinen Flammen zu erzeugen, die ein wenig wärmten. Wie oft hatte sie das im Winter schon mit ihrem besten Freund gemacht und hatte sich dort auf dem Balkon niedergelassen, etwas was sie im nächsten Jahr nicht mehr machen konnte. Immerhin war Clive im nächsten Jahr, würde er die Prüfung schaffen, nicht mehr in Hogwarts und würde sie alleine zurücklassen. So wie einige andere ihrer Freunde. Für Josie war der Balkon einer der schönsten Orte in ganz Hogwarts, gut nahm man mal das Quidditchfeld heraus, sie teilte ihn also nur mit wirklich sehr wichtigen Menschen. „Ohne Mist,“ fing sie an als sie hinter Elena in den Gang kletterte und den Spiegel von innen wieder zuzog. „… ich hab dir so viel zu erzählen. Meine Ferien waren ein absoluter Traum.“ Immerhin hatte sie das schönste Erlebnis in ihrem bisherigen Leben gehabt. Doch sie musste auch noch ein ganz anderes Thema mit ihrer besten Freundin besprechen, etwas wo sie einfach nicht mehr weiter wusste. Genau genommen waren es auch noch zwei Themen.

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#4
Es war vielleicht ein ganz kleines bisschen selbstmörderisch sich bei diesem Wetter auf einen Balkon des Schlosses zu begeben. Den durchschnittlichen Menschen hätte vermutlich die Aussicht auf pfeiffenden Wind und vielleicht sogar Schneefall abgeschreckt oder zumindest vorgewarnt, aber für die beiden Hufflepuffs war das hier eben so etwas wie ein Rückzugsort und wenn man irgendwie auf magische Weise erfinderisch war, dann konnte man auch allen Widrigkeiten trotzen, die das britische Wetter möglicherweise bereithalten mochte. Was allerdings am wichtigsten war, war dass sie hier vollkommen ungestört sein konnten. Natürlich hatte das Schloss zahlreiche andere Orte zu bieten, an denen man sich ohne ungewollte Zuhörer unterhalten konnte, aber die wenigsten waren so gut versteckt wie dieser hier und jeder Ort an dem sie sich legal um diese Uhrzeit aufhalten hätten können, hätte haufenweise anderer Hufflepuffs beinhaltet. Ohne jemandem etwas unterstellen zu wollen, schon gar nicht so etwas wie Boshaftigkeit, aber es gab gewisse Momente, die verbrachte man eben am liebsten mit der besten Freundin alleine, anstatt sie mit irgendwelchen anderen Schülern zu teilen. Und das hier war so etwas wie eine Krisensitzung. Das erste richtige Wiedersehen nach den Ferien. Es musste gestattet sein, dass dieser besondere Anlass besondere Maßnahmen erforderte. Elena versuchte ihre Schritte ebenfalls zu beschleunigen, um Josie wiederum hinterher zu kommen. Kichernd und gackernd, wie sie das eigentlich an anderen Mädchen verabscheute, kam sie hinter ihrer besten Freundin zum stehen um ihr nunmehr zuzusehen, wie sie ihnen Zugang zu ihrem Balkon verschaffte. Mit einem angemessenen Hofknicks oder zumindest dem was Elena als solchem empfand, bedankte sie sich bei Josie und trat an ihr vorbei. Es fühlte sich nach all dem Drama mit Lennox und den ganzen Erinnerungen, die die Ferien zuhause in ihr wach gerüttelt hatten, ziemlich gut an, endlich mal den Kopf frei bekommen zu können und einfach nur Mädchenkram zu machen.

„Dein Training. Du musst mir unbedingt alles erzählen. Wen hast du in Grund und Boden geflogen und wann fängt dein erster Profivertrag an?“, wollte sie deswegen wissen, sich ganz genau darüber im Klaren, worauf Josie angespielt hatte. Es wunderte die Ramirez eigentlich, dass ihr beste Freundin so lange hinter dem Berg halten können, mit diesen Neuigkeiten. Sie hatte sich so sehr auf das Training gefreut, das sie geschenkt bekommen hatte, dass Elena schon fast ein bisschen eifersüchtig gewesen war, auf diesen Verein, der so viel Aufmerksamkeit von Josie bekam und nebenbei hatte sie sich auch noch Gedanken gemacht, weil sie sich eben nicht so etwas Tolles hatte leisten können, um es Josie zum Geburtstag zu schenken. Aber das war ja alles schon lange vergessen und Elena liebte diesen Sport fast so sehr wie Miss Morgan, genauso wie eben auch die Harpies. Sie hatte ehrliches Interesse daran, alles zu erfahren. „Oh man“, meinte die 16 Jährige mit einem kleinen Seufzer und vollführte eine schwungvolle Drehung an Ort und Stelle, bevor sie an der Brüstung stehen blieb. Die Unterarme darauf abgestützt, die Aufmerksamkeit voll und ganz bei Josie „Deine Ferien waren so viel spannender als meine. Ich bin fast ein bisschen neidisch“, stellte sie in den Raum und war auch davon überzeugt, dass ihre Behauptung der Realität entsprach. Ein Training mit einer Profimannschaft, das konnte man nur schwerlich übertreffen, nicht mal mit dem Abstecher, den Elena nach Spanien gemacht hatte. „Und warum haben wir uns eigentlich nicht gesehen? Nichts gegen Lindsey und ihre Pferde. Das war Fun und alles, aber eine Josie Elena Reunion hat mir irgendwie gefehlt. Und wehe du sagst ihr das“ Bei ihren Worten musste die Hufflepuff grinsen, wobei ihre Mahnung wirklich ernst gemeint war. Sie hatte ihre Zimmerkollegin gerne, nicht nur weil sie zu den wenigen Menschen auf Hogwarts gehörte, mit denen sie sich in einer fremden Sprache unterhalten konnte, aber Lindsey war nun mal nicht Josie und die hatte immer noch einen Spezialplatz inne. War eben so. Man musste die Menschen nehmen wie sie kamen, nicht nur wenn sie einem Butterbier und Kekse ausgeben konnten bzw. die Macht darüber hatten.
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#5
Ein Glück, so dachte die hübsche Hufflepuff auch wieder in genau diesem Moment, waren die beiden einfach nicht aus Zucker. Um diese Jahreszeit war es zwar nicht die beste Idee sich auf einen Balkon zu setzen, doch über die Jahre hin hatten sie sich schon den einen oder anderen Zauber angeeignet um sich vor Regen oder auch vor Kälte zu schützen. Vor allem die wärmenden kleinen Flammen liebte Josie über alles, sie erzeugte sie so gerne und waren relativ einfach für die Wärme, die man schlussendlich dann doch noch von ihnen bekam. Elena gehörte jedoch auch nicht zu den kleinen Weicheiern, von denen es in Hogwarts und gerade auch in ihrem Hause mehr als genug gab. Schon in wenigen Tagen würde Josie erfahren, dass sie sich nicht nur diese einfachen Zauber beibringen musste, nein sie musste sich auch noch ein wenig mehr auf den Hosenboden setzen. Noch konnte sie nicht wissen, dass bereits in wenigen Tagen ihr Name auf der Liste der neuen Champions stehen würde und sie sich gegen Siebtklässler durchsetzen musste, die nicht nur um einiges mutiger waren als sie es war, sondern auch noch im Unterricht bestimmt besser aufgepasst hatten und mehr draufhatten als sie. Doch noch war es nicht an der Zeit sich damit zu beschäftigen, heute würde sie einfach nur den Abend mit ihrer besten Freundin verbringen, etwas was in den letzten Wochen leider ein wenig zu kurz gekommen war und sie sich selbst dafür sogar ein wenig hasste. Schließlich waren Freunde für die Morgan immer die wichtigsten gewesen.

Nach den Fragen von ihrer Freundin schaute sie diese einen Moment ein wenig überrascht an und fing dann an zu lachen. „Also ich habe schon mal keinen in Grund und Boden geflogen, das wäre ja wohl ein Highlight, wenn ich Stars besiegen würde.“ Josie konnte noch nicht mal, auch wenn sie es gedacht hatte, ansatzweise so gut fliegen wie es die Harpies getan hatte. Für sie war das alles noch wie eine Art kleiner Traum gewesen, aus dem sie versuchte noch immer zu erwachen. „Ich habe mir aber sooo viele Tipps geholt und auch mit der Trainerin mal über ein paar Trainingseinheiten unterhalten, die ich vielleicht in unserer Mannschaft mal anbringen könnte. Ich bin sogar am Überlegen mal in der Schule anzufragen, ob ich eine ehemalige Hufflepuff und jetzige Spielerin der Harpies zu einem Training nach Hogwarts holen kann. Ich glaube das wäre wirklich mal super und sie hat es sogar vorgeschlagen.“ Mit einem breiten Grinsen dachte sie an Zarah Winston, die vor vielen Jahren mal Kapitänin der Hufflepuffs gewesen war und ihr diesen Vorschlag unterbreitet hatte. Immerhin würde es vielleicht sogar die Mannschaft noch ein wenig mehr motivieren und alles ein wenig mehr hervorheben? Josie musste sich das unbedingt merken. „Ach was, meine waren ansonsten eher ein wenig langweilig. Und das Training ging ja auch nur einen Tag, die restlichen Tage hab ich also total faul darum gesessen und mich gefragt, was ich nur machen soll. Ich sag dir ich hasse Weihnachten daheim, da gibt’s immer viel zu viele tolle Sachen die man schnuckeln kann“ Allein bei dem Gedanken an die ganzen Süßigkeiten und Plätzchen ihrer Großmutter lief ihr schon das Wasser im Munde zusammen. „Was hast du denn so getrieben in den Ferien? Sicherlich waren sie doch gar nicht so schlimm, aber bitte lass alles was mit Lennox zu tun hat einfach weg. Wie er deine Lippen kaputt geknabbert hat, will ich gar nicht wissen.“ Streckte sie ihr die Zunge heraus und beneidete ihre Freundin jedoch ein wenig. Nicht um Lennox, den konnte sie beim besten Willen nicht leiden, aber darum, dass sie jemand hatte der sie auch mal in den Arm nahm. Vorausgesetzt… „Oder ist das mal wieder vorbei mit euch?“ streckte sie ihr spielerisch die Zunge heraus, als sie auf den Balkon traten und Josie sich schon gleich um einen magischen Windschutz bemühte. Eine kleine Flamme zu erzeugen war dann doch schon ein wenig einfacher und die Morgan bereute es nicht einen Moment, dass sie Zauberkunst noch weiterhin belegte.
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#6
Obwohl sich gefühlt wohl jeder Schüler darüber beschwerte, dass die Ferien immer viel zu kurz waren, hatte zumindest Elena dieses Mal Hogwarts umso mehr vermisst. Ihr war nicht nur verdammt langweilig gewesen zuhause mit der eigenartigen Tristesse in die ihre Eltern ein jedes Jahr aufs Neue seit dem Tod ihres Bruder verfielen, sie zudem nicht nur Lennox diese ganze Zeit nicht gesehen, sondern auch ihre beste Freundin. Wenn dieser Abstecher nach Spanien nicht gewesen wäre, für den sie ihre Eltern im Vorfeld eine ganze Weile hatte anbetteln müssen, dann wäre sie wohl die Wände hoch gegangen. Nicht zu sprechen davon, dass sie sich irgendwie ein bisschen außen vor gefühlt hatte. Seit sie wieder da war, sollte eigentlich alles wieder seinen geregelten Weg gehen, aber noch nicht einmal Josies Gegenwart konnte das ungute Gefühl in der Magengegend vollkommen verdrängen. Irgendwie waren die Ferien im Großen und Ganzen für Elena vernachlässigbar gewesen. Sie hatte sich schon das eine oder andere Mal gefragt, ob alles anders gewesen wäre, wenn sie einfach die Weihnachtsfeiertage auf Hogwarts verbracht hätte. Nichtsdestotrotz freute sie sich natürlich für Josie, dass diese eine schöne Zeit bei den Harpies gehabt hatte. Aber mal ehrlich… Alles andere hätte die Hufflepuff sowieso verwundert. Wenn Josie enttäuscht von diesem Trainingsbesuch wiedergekommen wäre, hätte Elena wohl den Glauben an die Menschheit endgültig verloren. „Wenn du mir nicht mindestens Autogramme mitgebracht hast, dann bin ich übrigens ziemlich beleidigt“, ließ sie mit einem unscheinbaren Lächeln einfließen. Josie war nicht die einzige hier, die sein Harpies Fan war. Hach, sie wäre gerne mitgekommen, aber sie war ja nicht das Geburtstagskind gewesen, das beschenkt worden war, also war in letzter Konsequenz schon alles gut so wie es eben war. „Oh ja bitte. Wen auch immer du holen willst. Mach das mal. Das wäre einfach so der Knaller“

Bei einer Ankündigung wie dieser, die genau genommen eigentlich nur so etwas wie ein wager Gedanke gewesen war, konnte Elena gar nicht anders als einmal freudig auf der Stelle zu hüpfen. Was für Motivation so ein Profispieler geben würde, konnte sie sich förmlich vorstellen. Aber auch den Auflauf auf dem Quidditchplatz, der deswegen entstehen würde. Tja, Dinge um die man sich wann anders kümmern konnte. Dagegen einem richtigen Profi zuzuschauen, der auch noch daran arbeitete die gesamte Hausmannschaft besser zu machen, hatte die Ramirez jedenfalls nichts, aber das konnte Josie vermutlich an ihrer gesamten Reaktion bereits ausmachen. Was solche Dinge anging, war die 16 Jährige immer ein bisschen zu euphorisch, um nicht das Wort „anstrengend“ in den Mund zu nehmen. Als das Gesprächsthema jedoch auf ihre Ferien fiel, musste die Hufflepuff erst einmal schlucken. Wie sehr ins Schwarze getroffen die Morgan doch da hatte. Elena hatte sich nur bis jetzt dazu entschieden, die Frage, ob das mit ihr und Lennox mal wieder vorbei war, zu verdrängen. „Ich war an der Küste reiten. Das war das Spannendste, was ich gemacht habe. Kein Lennox oder so“, erzählte sie, wobei ihre letzten Worte eher ein Murmeln waren „Nicht mal ein verdammter Brief“ Die Hufflepuff zuckte mit den Schultern, ein Versuch das mulmige Gefühl doch noch abzuschütteln, das sie schon die ganze Zeit mit sich herumtrug. Vielleicht war der Ball nicht so gelaufen, wie sie sich das vorgestellt gehabt hatte. Sie hatte nur nicht geglaubt, dass die kleine Eskapade dazu führen würde, dass sie gänzlich im Aus stand bei ihrem Freund. Oder dass er mal eben über Weihnachten vergessen würde, dass es sie gab. „Wenn ich dich bitten würde mir dabei zu helfen ein paar Kotzpastillen in sein Essen zu schmuggeln, dann würdest du mir doch so eine Bitte nicht abschlagen oder?“ Elena versuchte ihr überzeugendstes Lächeln aufzusetzen. Natürlich würde Josie auf ihrer Seite sein, daran hatte die Hufflepuff gar keine Zweifel. Trotzdem würde sie mal wieder eines dieser unangenehmen Gespräche mit dem Montgomery führen müssen und sie graute unter Umständen jetzt schon ein wenig davor.
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#7
Die Ferien zu Hause zu verbringen war zwar nichts neues, aber dennoch was Ungewöhnliches gewesen. Josie hatte sich die letzten Weihnachtsferien nur sehr selten nach Hause verirrt und war meist in Hogwarts geblieben um sich einfach dem Thema Quidditch noch ein wenig mehr zu nähern und sich voll und ganz auf ihre Zukunft zu konzentrieren. Natürlich war sie auch in diesen Ferien total auf das Thema Quidditch fixiert gewesen, doch auf eine ganz andere und viel tollere Art und Weise, die man sich gar nicht vorstellen konnte. Außerdem konnte sie es immer noch nicht glauben und jeden Abend hatte die junge Hufflepuff glücklich in ihrem Bett gelegen und hatte sich noch mal das ganze Training in Erinnerung gerufen. Würde man sie nach dem glücklichsten Moment in ihrem bisherigen Leben fragen, würde sie mit Sicherheit genau diesen Tag hervorrufen und so konnte sie ihrer Freundin Leanne gar nicht genug danken. Miss Morgan hatte ihr auch bestimmt jeden Tag eine Dankenseule geschickt, so sehr, dass Leanne sogar schon ein wenig genervt gewesen war. Eine Schande war es schon, dass Leanne nicht mehr in Hogwarts war. Denn sicherlich hätte Josie versucht auch ihr mal etwas Gutes zu tun und sie bestimmt gar nicht mehr losgelassen, sobald sie in Hogwarts gewesen war. Naja.. würde Elena jetzt ihre volle Liebe, davon hatte sie aktuell wirklich schon einiges auf Lager, abbekommen. „Wie Autogramme? Ich habe davon nichts mitgebracht, ich wollte doch nicht wie so ein verrückter Fan…“ der sie definitiv eigentlich war „… wirken. Ich hoffe du verstehst das.“ Sie grinste jedoch schon kurze Zeit später über das gesamte Gesicht. Immerhin hatte sie doch auf jeden Fall daran gedacht ihrer Freundin genau das mitzubringen, auch wenn ihr gar nicht bewusst war, dass sie auch so auf die Harpies stand. „Also ich denke Autogramme von jedem der Spielerinnen, der Trainer und des hübschen Sohnes der Trainerin ist dir schon genug oder?“ schoss sie daher hinterher und überlegte im Stillen für sich, wen von den Spielern sie vielleicht nach Hogwarts bekommen könnte. „Meinste die lassen so was überhaupt zu? Also die Schulleitung?“ so wirklich vorstellen konnte sich das die junge Morgan noch nicht. Immerhin gab es in Hogwarts wirklich schon harte Vorschriften, zu denen auch gehörte, dass es unbefugten nur unter sehr strengen Regeln erlaubt war das Schulgelände zu betreten. „Du bist wie ein kleiner Flummi.“ Lachte sie zu ihrer Freundin herüber und konnte es aber auch nur zu gut verstehen, denn ihr würde es auch nicht wirklich anders ergehen. Sie musste an den Morgen des Trainings denken, als ihre Großmutter ihr androhte sie am Boden mit einem Fluch festzukleben, wenn sie nicht bald aufhörte wie ein Ball auf und ab zu hüpfen. Es wäre jedoch wirklich mal ein Highlight, wenn Josie genau das hinbekommen würde. Außerdem würde es vielleicht ihre Mannschaft dann doch noch ein wenig mehr motivieren? Sicherlich würden sie sich dann beim Training noch ein wenig mehr Mühe geben, doch wie sah es dann bei einem Spiel aus? Sie wollte in diesem Jahr gewinnen, das hatte sie sich fest vorgenommen. Noch hatte sie keine Ahnung, dass ihre Pläne schon bald ein bisschen beeinflusst werden würden.

Josie hatte sich anstrengen müssen die letzten Worte ihrer Freundin zu verstehen und langsam wanderte eine ihrer Augenbrauen hoch in Richtung Haaransatz. „Was hat er denn jetzt schon wieder gemacht?“ Gott wie sehr sie Lennox doch hasste. Immerhin war er wirklich ein Arschi und ihre beste Freundin war absolut vernarrt in diesen kleinen Vollidioten, was sie wirklich nicht nachvollziehen konnte. Eigentlich konnte sie noch nicht mal wirklich sagen, ob die beiden jetzt aktuell ein Paar waren oder doch wieder getrennt. Josie war sich noch nicht mal sicher, ob die beiden das überhaupt noch selbst wussten. Immerhin blickte doch da kein Mensch durch, was jetzt aktuell war und was nicht. Bei ihrer Bitte musste Josie deswegen gleich mal unwillkürlich lächeln und ihre Augen fingen freudig an zu strahlen. „Nein ich würde da bestimmt nicht mit machen. Also was denkst du denn bitte von mir?“ fragte sie und rollte mit den Augen, fing dann jedoch an zu lachen. Ironisch zu sprechen war dann halt doch nicht etwas, was sie konnte… sie war darin eigentlich sogar eine ziemliche Niete. „Ich würde dir das überhaupt nicht abschlagen und dich fragen, ob dir wirklich Kotzpastillen reichen oder wir vielleicht noch eine tolle kleine Pille miteinbringen, wo er ein wenig Grün von wird.“ Sie war vielleicht ein wenig zu erfreut über den Vorschlag ihrer Freundin. Doch bei Merlins Bart, sie konnte Lennox wirklich so überhaupt gar nicht leiden. Dieser kleine Schleimer… der es immer wieder schaffte in den Kopf ihrer besten Freundin zu kommen. „Aber jetzt erzähl doch erst mal, wieso du auf die dunkle Seite wechseln willst? Natürlich mal abgesehen davon, dass wir Cookies haben dort.“ Erinnerte sie sich an einen Spruch, den ihre Mutter auf einer Tasse stehen hatte.
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