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If we ever meet again
Gwen & Edward # Haus eines Freundes # 06. Dezember 2014, Abend
Gwen Marshall, Edward Blishwick 06.12.2014 Haus eines Freundes
#11
Manchmal war es vielleicht ganz gut, dass Gwendolyn nicht der Gabe verfügte, die Gedanken anderer zu kennen. Wenn auch dies manches Mal durchaus praktisch war, so verzichtete sie lieber darauf, die Gedanken ihres Gegenübers zu kennen oder sie überhaupt zu erahnen. Wahrscheinlich hätte es nur noch mehr Unmut geschürt und auch eine Gwendolyn Marshall konnte sich nicht ewig zurückhalten. Deswegen war es einfacher, unwissend über dessen Gedanken, welche aber bei einem Reiskorn als Hirn eh nicht so Umfangreich waren. Vielleicht war es ja gemein, so über den Ex zu denken, doch die Art, wie sich die zwei getrennt hatten, ließ nun mal keinen Spielraum von Freundlichkeit oder so etwas wie Würde. Er wollte im Dreck spielen, dann soll er es haben. Sie wusste gar nicht, wie oft sie sich ausgemalt hatte, wie es wohl wäre, ihn einfach zu kastrieren. Zum einen konnte er dann erst recht keine Nachkommen mehr in die Welt setzen, was besser für die ganze Umwelt war und wahrscheinlich würde sie der Frauenwelt einen Gefallen tun, wenn er dadurch ein wenig gezügelt wurde oder es ganz ließ. Das der Blishwick das anders sah, war ihr wiederum ebenfalls klar. Er hielt sich ja durchaus für den größten (gestörtes Selbstbild hatte er ja schon immer gehabt) und es war wohl nur vergeudete Kraft, wenn man ihn von etwas anderem überzeugen würde.

„Um was es dir gegangen ist? Du hattest jemanden, den du hübsch herumzeigen und vögeln konntest. Ich glaub, du hast alles bekommen, was du wolltest.“, erwiderte sie trocken und erhob die geschminkte Augenbraue. Um was es ihn gegangen ist… Witz des Tages. Er hatte kaum was für die Beziehung getan und sie war es auch irgendwann müde. Deswegen konnte sie bei einer solche Aussage nur müde lächeln. Er sollte nicht die Tatsache drehen, als wäre sie am Ende selbst schuld daran, dass die Beziehung zerbrach. Immerhin war er es gewesen, der sich mit einem Groupie durch die Laken gewühlt hatte, NICHT sie. Sie hatte eine zu hohe Qualifikation für ihn gehabt, so dass sie wohl seinen eigentlichen Standard überschritt. Hatte sich wohl zu viel zugemutet, der gute. Tja, dann soll er sich doch weiter fröhlich durch die Groupies vögeln und sie jegliche Geschlechtskrankheiten holen. Wäre sie jetzt gemein, hätte sie ihn jetzt nicht nur Herpes oder sonst was gewünscht, sondern dass es ihn damit richtig dreckig ging. Aber man wollte ja nicht so sein. Wenigstens war sie damals so Intelligent, hat darauf bestanden, dass nicht nur sie verhütete. So konnte wenigstens abwenden, dass er ihr noch was mitgab. War ja genug Schmach, den sie ertragen musste.
Das sie selbst ging, lag eher daran, dass sie tatsächlich was brauchte. Was starkes, dass ihre Nerven stärken würde und die Gesellschaft erträglicher machte. Zudem brauchte sie etwas zum Festhalten. Das Ed ihr bei ihrem Abgang unverhohlen auf den Arsch sah, merkte sie nicht. Gut, es war ja doch verständlich, zeichnete sich dieser unter ihrem enganliegenden Kleid überdeutlich ab. Wer konnte ihm das nur verdenken und wahrscheinlich würde er diesen noch immer ohne Störender Kleidung sehen, hätte er sich nicht eben so dermaßen beschissen Benommen.
Nach dem sie ihm das Glas übergeben hat und seinen Spruch vernahm, schmunzelte sie. „Für dich natürlich nur das Beste, das ganz langsam wirkt, so dass du auch noch was davon hast.“ Erwiderte Zuckersüß und nahm wieder einen Schluck. Im Gegensatz zu Ed genoss sie das Zeug lieber, er hatte es scheinbar eher nötig als sie, sich zu betrinken. „Die nächste Runde holst aber du.“ Meinte sie dann, bevor sie selbst den Rest herunterschüttete. Vielleicht ist die Taktik gar nicht so dumm. Je schneller sie das Zeug runterschüttete, umso schneller wirkte es und umso schneller würde diese Situation erträglicher…
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#12
Nächste Mal musste er sich eindeutig bemühen, die Events an denen er tatsächlich ohne Gage dafür zu erhalten, erschien in Grenzen zu halten. Sollte heißen, er würde einen Weg finden müssen, um sicherzustellen, dass dort keine seiner Affären oder Exfreundinnen anwesend war oder dass die Kulisse es alternativ auch zuließ, sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen, ohne jemanden nachhaltig zu verärgern. Wie er das anstellen würde, alleine schon aufgrund der doch etwas größeren Anzahl an Groupies, die er nach einem Spiel mitgenommen hatte, wusste Edward im Moment noch nicht, aber er wusste, dass er zumindest einen Weg finden musste, um Gwen zu entgehen. Nächstes Mal musste er sich vielleicht sogar gezwungen sehen, eine dümmliche Ausrede zu benutzen. Man hielt ihn doch - wenn man der Marshall glauben konnte - ohnehin für unhöflich. Dann konnte es auch nicht mehr viel an dem Bild ändern, das andere von ihm hatten, wenn er sich tatsächlich dementsprechend benahm indem er ernstgemeinte Einladungen in den Wind schlug, einfach nur weil ihm die Gesellschaft nicht passte. Andererseits hatte der Blishwick auch ein nicht zu verachtendes Problem damit, sich geschlagen zu geben, sodass er es sich wohl doch letzten Endes wieder dreimal überlegen würde, im Endeffekt nicht zu erscheinen und seiner Ex auch noch das Gefühl zu geben, dass sie gewonnen hatte. Gwen hatte nichts gewonnen, nichts außer zu viel seiner Nerven und Lebenszeit. Eigentlich hoffte der 32 Jährige sogar ein bisschen darauf, dass sie wirklich nur eine Ausrede genutzt hatte, um sich endlich von ihm zu entfernen und sich jemand anderen zu suchen, den sie in den Wahnsinn treiben konnte, aber wie in den meisten Fällen war das Glück auch heute nicht mit den Tüchtigen, sodass der Teufel in seinen Heels und dem Kleidchen mit dem Hochprozentigen Alkohol im Gepäck wieder zurück zu ihm kam.

Wow. Wie hatte er das nur verdient? Die eine, die er von Anfang an loswerden hatte wollen, die dann doch immer wieder vor seiner Nase auftauchte. Eventuell hatte er sich einen Poltergeist eingefangen. Vielleicht hätte er bei dem Kapitel damals in der Schule doch etwas besser aufpassen sollen? Nichtsdestotrotz galt es das beste aus der gesamten Situation zu machen oder sich genauer gesagt, dem zu widmen, indem Edward erst mal den Whiskey vernichtete, sobald er die Chance dazu hatte. Schmeckte enttäuschender Weise wie gewöhnlicher Whiskey. Scharf und zumindest nicht in einem Maße giftig, das einen sofort über den Jordan befördert hätte. „Hätte ich wissen sollen, dass du mir keinen humanen Tod gönnst. Gnade und Vergebung sind nicht so dein Stil oder?“, wollte der Blishwick im Anschluss wissen, wobei er sich die Antwort eigentlich denken konnte. Wobei er gerade vielleicht eine Möglichkeit gefunden hatte, um Gwen zu zwingen, im zuzustimmen. Wann immer er davon redete, dass er der Schuldige gewesen war, in ihrer beider Beziehung, dann würde sein persönlicher Poltergeist den Teufel tun und ihm nicht rechtgeben. Exponentiell zu dieser Wahrscheinlichkeit stieg jedoch auch die Chance, dass ihre Laune noch schlechter werden und sie ihn in letzter Konsequenz hier und jetzt an die Wand klatschen würde. Tja, Mann musste eben wissen, was einem wichtiger war. „Heißt das ernsthaft, dass du mich trotzdem noch eine Weile aushältst? Ich fühle mich geehrt“ Der zweite Teil seiner Aussage klang selbstverständlich so falsch, wie sich eine Notlüge nur anhören konnte. Noch immer war Edward am Überlegen, was ihn hier und heute schlimmer treffen hätte können, als diese Konfrontation mit seiner Vergangenheit. „Ich werde dir trotzdem nicht mehr Platz auf der Couch machen, als notwendig“ Ein Gentleman war er nämlich trotz allem noch nicht - es schadete bestimmt nicht, das nochmal für alle Fälle klarzustellen, sollte Gwen mittlerweile den Fehler gemacht haben, ihn doch noch für so einen zu halten. Die Aussicht auf ein bisschen Smalltalk mit ihr förderte zudem auch noch nicht unbedingt die Bereitschaft in Ed, sich besonders höflich zu verhalten. „Und ich setze voraus, dass du die Gesprächsthemen selbst mitgebracht hast.“ Alles, was Edward in den Sinn kommen wollte, war nämlich nicht so unbedingt passend und / oder würde schon aus dem Grund abgelehnt werden, weil der Vorschlag von ihm kam. Ein bisschen kannte er Gwen eben doch noch.
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#13
Ihre dunklen Augen musterten den Quidditchspieler und sie kam nicht umhin, leise zu seufzen. Sah man von allem ab, von seinem ekligen Charakter und der Tatsache, dass ihm seine Umgebung meist absolut Egal war, so konnte man sagen, dass er gar nicht so übel aussah. Das ihre vergangene Beziehung wohl eher auf Oberflächlichkeiten beruhte, sowie was rein Körperlich abging, war wohl für keinen der beiden ein Geheimnis. Sie hatte Edward mal wirklich gemocht, doch dieses Gefühl war langsam immer mehr gestorben, sein ekliges Verhalten hat den letzten Funken sterben lassen. Zurückgeblieben ist einfach nur noch Abscheu gegenüber den Blishwick. Vielleicht hätte sie vorhersagen sollen, dass sie nicht kommen würde. Das Edward für sie sogar als Ausrede funktionierte, da die meisten eben von ihrer Trennung wussten, war irgendwie Ironisch. Wieso war sie nicht vorher auf die Idee gekommen, diese Karte zu ziehen? Sie strich sich durch das dunkle Haar und wandte sich von ihm ab, ließ den Blick lieber durch die Menge gleiten, welche noch fröhlich feierte und von ihnen nichts mitbekam. Gwendolyn konnte ein seufzen nicht unterdrücken. Wieso schätzte sie diese Menschen so sehr, so dass sie sich sogar Edward auf sich nahm. Den Einzigen Menschen hier, an dem ihr nichts mehr lag? Irgendwie war es paradox und ironisch zugleich. Sie hatte viele Leute hier über Edward kennen gelernt, aber im Gegensatz zu ihrer Beziehung ist ihr die Freundschaft zu diesen Menschen geblieben. Was ihr ehrlich gesagt viel wichtiger war, immerhin waren diese Menschen meist charakterlich um einiges besser. Ob sie wahre Freunde waren, würde sich aber hingegen noch herausstellen.

Eigentlich war es schade, dass sie wirklich kein Gift hineingegeben hatte. Auch hier hätte sie der Welt einen gefallen getan, der Quidditchfangemeinde vielleicht nicht, aber um die ging es ihr nicht. Es würde ein neuer Stern aufgehen am Himmel der Helden und Edward wäre vergessen. Aber nein, sie hatte natürlich nicht daran gedacht. Was für ein Fauxpas. Aber sie konnte dies bestimmt bei ihrem nächsten Aufeinandertreffen ändern. Etwas was langsam, aber doch Schmerzvoll wirkte. „Weißt du, ich wollte deinen Tod deiner Würdig machen. Viel Tamtam um nichts, mit einem Finale, das man gar nicht wahrnimmt, weil es kaum existent ist und zum Ende ist es einfach vorbei.“ Sie zwinkerte ihm zu und überschlug die Schlanken Beine, wenn auch diese nicht unglaublich lang waren, wie es ihre Schuhe vorgaukeln wollten. Ihre großen Augen sahen belustigt zu hinüber, hat sie sich mittlerweile auf der Lene der Couch niedergelassen. Das Edward ihr nicht mehr Platz einräumte, war nicht überraschend, ein Gentleman war er noch nie gewesen. In all der Zeit, die sie nun miteinander verbracht hatten, überraschte sie kaum noch etwas. Viel mehr hätte es sie überrascht, wenn er ihr doch Platz gemacht hätte. Aber dann würde sie sich sorgen machen, dass man ihn verflucht hätte oder etwas in Schilde hatte. „Jetzt bin ich aber fast enttäuscht, dass du dies nicht tust…“, erwiderte sie sarkastisch und ein Mundwinkel zuckte nach oben. Als ob er sie noch irgendwie überraschen könnte. „Gesprächsthemen... mit dir… hmm… gute Frage… Ich könnte ja fast fragen, wie viele arme Seelen du seit unserer Trennung flachgelegt hast, aber ne, ich möchte dann doch nicht provozieren, hier auf den Teuren Teppich zu kotzen.“ Sie kratzte sich gespielt am Haaransatz und wandte sich ganz ihm zu. „Aber du könntest doch ausnahmsweise ein Gesprächsthema bringen? Sonst kannst du doch auch so gut über dich selbst reden…“ Da ich gerade kein Gesprächsthema einfiel, worüber sie mit ihm sprechen wollte, überließ ihn ausnahmsweise die Wahl. Sie schwieg sich auch gerne mit ihm weiter an. Vielleicht gar nicht so dumm, immerhin käme sie dabei weniger auf eine dumme Idee.
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#14
Vielleicht gab es auf der Welt wirklich Menschen, die auch nach einer Beziehung noch miteinander befreundet waren. Vielleicht existierte das Mysterium irgendwo und bewies, dass die Hoffnung auf eine funktionierende zwischenmenschliche Beziehung nach dem Sex doch nicht ganz so vergeben war. Edward hatte sich um so etwas noch nie Gedanken gemacht und selbst wenn, dann wäre er wohl klug genug gewesen, um sich vorstellen zu können, dass in solchen vorerwähnten Ausnahmefällen ganz sicherlich kein Fremdgehen im Spiel gewesen sein konnte. Er und Gwen waren nicht befreundet, geschweige denn hatten vorgehabt befreundet zu bleiben. So etwas setzte nicht nur gegenseitiges Verständnis, sondern auch eine funktionierende Basis voraus und die hatten sie ohnehin nie gehabt. Bei ihnen hatte es ohnehin nur Krieg gegeben, unterbrochen von kurzen Phasen in denen sie sich doch nicht ganz so abstoßend gefunden hatten, obwohl das niemand nachvollziehen hatte können, weil sie doch offenkundig ziemlich verschieden waren vom Charakter und den Interessen her. Seit sie sich getrennt hatten, war ihr Verhältnis zueinander nur noch Auseinandersetzung. Warum sich nicht auf das spezialisieren, was man gut konnte, oder? Das stellte Edward jedoch im Augenblick vor ein Problem. Wenn sie nicht planten sich anzuschreien, dann war es gar nicht so leicht mit seiner Exfreundin zurechtzukommen. Eine normale Unterhaltung führen? Wann hatten sie das denn schon mal getan bzw. das letzte Mal getan? Er merkte sofort, dass sein Plan gewisse Schwachstellen hatte, nachdem sie offenkundig nicht auf die absolute Vernichtung seinerseits gepolt war. Dennoch musste er vermutlich sehr gut aufpassen, was er zu ihr sagte. Gwen war prädestiniert dafür eine dieser anonymen Quellen irgendwelcher Medien zu werden, die irgendwelche bösen Gerüchte über ihn druckten. „Bestimmt ähnlich viele, wie du inzwischen in deinen Bau geschleppt hast“, entgegnete Edward einfach nur kurz. Sie wollten sich nicht ernsthaft darüber unterhalten. Nichts war gefährlicher als das und nichts ging Gwen weniger an als das, wobei sie wahrscheinlich von der Antwort enttäuscht gewesen wäre, zumindest wenn sie eine Zahl in der Größenordnung erwartete, die seinen hohlen Worten und Aussagen entsprochen hätte.

Im Moment lebte er ziemlich monogam. So sehr, dass es ihm eigentlich schon ein bisschen Angst machen sollte, dass er sich möglicherweise doch auf dem Weg in die nächste fatale Beziehung und damit auch auf dem Weg zur nächsten fatalen Trennung befand. Genauso wenig musste Edward aber auch wissen, wie sich Gwen seither die Zeit vertrieben hatte, auch wenn er doch ein bisschen neugierig gewesen wäre auf diesen ominösen Freund. Sein Kopf stellte sich den typischen Saubermann vor, zu dem sich jemand flüchten musste, der so neurotisch war wie seine Exfreundin. Eigentlich konnte nicht einmal Edward selbst gerade nachvollziehen, warum er jemand befunden haben sollte, dass eine Beziehung mit der Marshall eine gute Idee gewesen sein sollte. Bedenklich. Aber das hätte ihm auch schon früher auffallen müssen, denn die Themen über die sie sich unterhalten konnten, waren schon immer relativ limitiert gewesen. „Meine Quidditcherfolge standen doch alle im Tagespropheten. Die hast du doch sicherlich alle zähneknirschend verfolgt. Was soll ich dir also noch großartig darüber erzählen?“, nannte er das offensichtlichste. Vielleicht hatte es mal eine Zeit gegeben, in der Gwen ihn tatsächlich angefeuert hatte, aber die war definitiv eine Weile vorbei. Mittlerweile konnte sich Ed eher vorstellen, dass sie darum betete, er mochte sich bei seinem nächsten Sturz vom Besen den Hals brechen oder dergleichen. Das wäre eine Erfolgsmeldung für die Dunkelhaarige. „Was macht das magische Recht? Räumst du immer noch irgendwelchen ihre Akten hinterher?“ Nicht, dass sich der Blishwick wirklich vorstellen konnte, was seine Gesprächspartnerin wirklich für Arbeit machte im Ministerium. Er ging einfach mal davon aus, dass sie stinklangweilig war und als Sekretärin bediente man doch schließlich ohnehin nur die wirklich wichtigen Leute, hatte aber selbst nichts zu sagen. Das Bild hatte sich schnell in seinem Kopf festgesetzt gehabt und ihn seither nicht mehr losgelassen, selbst wenn er wirklich nicht sagen konnte, ob sich Gwen nicht in der Zwischenzeit wirklich eine andere Beschäftigung gesucht haben könnte. Wie gesagt, sie hatten nicht mehr so viel miteinander zu tun, abgesehen von diesen seltenen gesellschaftlichen Anlässen, die sie zwangen, ihre Zeit doch wieder miteinander zu verbringen.
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#15
Jeder Mensch mit gesunden Menschenverstand hätte sich wohl schon längst einen neuen Gesprächspartner gesucht. Weit weg von dem, was einen eine lange Zeit vergiftet hatte. Sie hingegen schien heute irgendwie nicht davon gebrauch zu nehmen. Viel mehr schien sie die Gefahr förmlich zu genießen. Es war ein fast erfrischender Schlagaustausch zwischen den Ex-Partnern. Klar wünschte sie sich gerade ihren aktuellen Freund an ihrer Seite, Triumphierend was Besseres gefunden zu haben, doch da ihre Beziehung aktuell mal wieder auf Pause stand, war das natürlich nicht möglich. Wieso musste sie gerade jetzt auf ihren Ex treffen? Hätte sie das nicht anders Timen können? Wenigstens hatte die aktuelle Beziehung eine gesündere Basis, als die zu Edward, welche nur Sex gewesen war. Konnte man so etwas überhaupt Beziehung nennen? Natürlich, sie war sein Vorzeigepüppchen bei Veranstaltungen gewesen, hatte das Blitzlicht durchaus auch genoss, aber vermissen tat sie es nicht. Viel mehr genoss sie es jetzt, zurückgezogener zu leben und auch die Reporter haben sich schon längst von ihr abgewandt. Sie war nicht mehr interessant, wenn auch die Auseinandersetzung durchaus eine Schlagzeile wert wäre. Doch hoffte man einfach, dass es niemand gab, der irgendwas der Hexenwoche oder ähnliches steckte. Klatschblätter waren das letzte, was sie nun brauchte. „Soll ich mich nun geschmeichelt fühlen, dass du mir so etwas zutraust oder möchtest du mir durch diese Art mitteilen, dass es doch nur eine Person ist oder war, die so dumm war, mit dir ins Bett zusteigen. Eigentlich muss man dieser ja wirklich Mitleid aussprechen, sie hätte wirklich was Besseres finden können.“ Es war nicht nur ein unterschwelliger spitzer Pfeil, den sie abgeschossen hatte, sie meinte die Aussage auch wirklich ernst. Sie war wirklich der Meinung, vor allem geprägt von eigenen Erfahrungen, dass es an jeder Straßenecke jemand besseres gab, als den Blishwick. Jedenfalls jemanden, der einen besser behandelte auf jeden Fall.

Gwen wollte sich nicht vorstellen, wie sich das aktuelle Liebesleben des Blishwick gestaltete. Da war sie schon längst hinweg. Sie hatte durchaus wichtigeres in ihrem Leben, worüber sie nachdenken musste, als das. Die Marshall legte den Kopf schief und lachte leise auf. „Das hättest du wohl gerne. Aber ich enttäusche dich wirklich ungern, doch mich interessieren die Ergebnisse schon lange nicht mehr. Ich werde den Sportteil des Tagespropheten wohl erst wieder in die Handnehmen, wenn darin von einem tragischen Unfall berichtet wird und du darin die Hauptrolle spielst. Immer vorausgesetzt, dass ich dem nicht zuvorkomme.“ Man musste sich nur bewusst sein, dass man das alles wie einen Unfall tarnen musste. Nicht das es sofort auf sie zurückfiel. Ihr Leben war ihr dann doch zu wertvoll, um es ausgerechnet für ihn wegzuwerfen. Das würde nur zu viel genugtun in ihm auslösen und das wollte Gwendolyn dann doch wieder nicht. Man gönnte doch den anderen nur gerade so viel, dass es zum überleben reichte. „Natürlich. Den ganzen Lieben Tag. Gibt fast nichts erfüllender es, als das.“, Sarkasmus lag in der Luft, als sie diese Worte aussprach und sie leerte das Glas auf einen Zug. „Ich finde übrigens, dass nun du dran bist, etwas zu holen. Du kannst ja das nachholen, was ich versäumt habe.“ Sie reichte ihm das Glas, das sie geleert hatte und sah ihn abwartend an. Aber wahrscheinlich würde sie es sich selbst holen müssen, Edward besaß kaum den Anstand, dass er es tat.
Wer weiß, vielleicht schaffte er es doch, sie zu überraschen.
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#16
Sie könnten sich relativ leicht aus dem Weg gehen. Selbst auf diesem doch vergleichsweise kleinen Raum hätte es Möglichkeiten gegeben, sich mit jemand anderem zu beschäftigen. Es dürfte so in etwa die Grundvoraussetzung dargestellt haben, um sie beide zu ein und demselben Event einzuladen, dass es hier nicht etwa um Teamwork ging, sondern einfach nur darum eine gute Zeit zu haben. Sie hätten sich nicht miteinander beschäftigen müssen und die Situation gar nicht bis an ihre Grenzen treiben müssen. Das wussten sie beide wohl ganz genau. Edward für seinen Teil schob die Tatsache, dass er trotz allem hier stand und eine Unterhaltung mit seiner Exfreundin führte, darauf, dass er schon immer eine Schwäche dafür gehabt hatte, Grenzen auszuloten und gerne gefährlich lebte. Nicht nur beruflich konnte ein Tanz auf einem Drahtseil etwas für sich haben. Was er mehr oder weniger ignorierte beziehungsweise gar nicht in sein Bewusstsein dringen ließ, war die Möglichkeit, dass er Gwen immer noch ein kleines bisschen interessant finden mochte. Selbst in diesem Raum voller Menschen, die ihm mehr oder weniger fast alle etwas bedeuteten, suchte er ausgerechnet ihre Gesellschaft. Weil sie eben doch spannend war und mittlerweile auch unerreichbar. Eine gute Mischung, die ihn irgendwie schon immer angezogen hatte. Nein, Gwen war definitiv nicht der Grund, warum er diesen Anlass einem der anderen öffentlichen Auftritte, sogenannten Charity Partys oder Gala Diners vorgezogen hatte, denn obwohl man es ihm nicht zutraute, hatte auch er so etwas wie Anstand oder ab und an das Verlangen Leute zu treffen, die ihn nicht für das anhimmelten, was er auf dem Quidditchfeld anhimmelten, aber diese Aufeinandertreffen mit Gwen hatten doch immer mal wieder etwas erfrischendes. Er liebte und hasste es gleichermaßen. Aber wo sonst konnte man auf gleichem Level so viel Herzensgüte und Nächstenliebe zeigen wie von Angesicht zu Angesicht mit der Frau, die man vermutlich doch nicht geliebt hatte oder zumindest nicht wirklich. „Ich mach euch bekannt, dann kannst du ihr das ins Gesicht sagen“, verlautbarte Edward leichtfertig, allerdings ohne jede Absicht seine leeren Worte jemals in die Tat umzusetzen. Er mochte sich zwar diesem kleinen verbalen Kampf aussetzen, aber er war nicht total verrückt. Frauen, die vielleicht im schlimmsten Fall beide irgendwie etwas gegen einen in der Hand haben mochten, half man nicht dabei, sich zu verbünden, es sei denn man war drauf und dran sich direkt in ein Messer oder eine andere tödliche Waffe zu stürzen. Gwen wusste, wie er seien Aussage meinte. Sie mochten sich in diesem Rahmen begegnen können, aber dass sie sich jemals in der Zukunft privat treffen würden, zu welchem Anlass auch immer, war irgendwie ausgeschlossen.

Es brauchte so etwas wie diesen Vorwand, diese kleine Feierlichkeit, um sie in den gleichen Raum zu bringen und sie beide waren scheinbar sehr zufrieden mit diesem Umstand. Wahrscheinlich war ihr Aufeinandertreffen auch nur eine gewisse Zeit lang gesund, basierend auf ihren Gesprächsthemen dürfte es sich lediglich um eine relativ kurze Zeitspanne handeln. Konnte eventuell daran liegen, dass sie hier direkt ausgesprochene Morddrohungen verhandelten. Doch Edward ließ sich davon nicht unterkriegen, wusste er doch irgendwie, dass er genau dieses Verhalten provoziert und irgendwie auch verdient hatte. Dennoch konnte er sich einen Spaß daraus machen, schließlich konnte er doch nicht anders als ihr direkt ins Gesicht zu grinsen. „Du musst dich hinten anstellen, denke ich“, kommentierte der Blishwick, wohl wissend, dass hinter seinen Worten ein bisschen mehr Wahrheit steckte, als gut für ihn war. „Aber es tut mir fast ein bisschen leid, dass ich dir den besten Sport ruiniert habe, den es gibt. Das war nicht meine Absicht.“ Wie viel Bedauern er wirklich ausdrücken wollte, durfte sie nun selbst entscheiden, wobei es sicherlich vermessen wäre zu behaupten, Edward hätte irgendetwas mit dem Ansinnen getan, Gwen für immer und ewig davon abzuhalten, bestimmte Seiten des Tagespropheten aufzuschlagen. Genau genommen glaubte er ihr nicht einmal, wenn sie so etwas sagte, aber er war immerhin klug genug, um seine Selbstverliebtheit einen Moment im Zaum zu halten und nicht nachzufragen oder irgendetwas in Zweifel zu stellen. Stattdessen erhob er sich wirklich auf ihr Kommando hin. Ein bisschen was zu trinken würde diese Veranstaltung erst richtig interessant machen. Obwohl er nicht vorhatte sich die Kante zu geben, immerhin musste er bei klarem Verstand bleiben, wenn er nicht doch noch zufällig in das Messer der Marshall laufen wollte, konnte er ihr den zweiten Drink nicht verübeln. „Was nimmst du denn? Rotwein, wie immer oder?“, erkundigte er sich und stellte mit der beiläufigen Bemerkung wohl unter Beweis, wie sein Kopf funktionierte. Ed hatte keine Ahnung mehr, welche Drinks sich Gwen zu ihren gemeinsamen Zeiten genehmigt hatte, aber er wusste, dass sie Rotwein nicht leiden konnte. Auch wenn es nur eine Stichelei war, hatte er so gleich mal bewiesen, dass er nicht ganz so unaufmerksam gewesen war, wie sie ihm wahrscheinlich auch unterstellte. Andererseits würde er auch alle Hebel in Bewegung setzen um ihr genau den verhassten Rotwein zu bringen - und wenn er nach Frankreich aufs Weingut fahren musste um ihn selbst zu keltern - wenn sie ihm keine Alternative nannte. So war er eben doch auch.
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#17
So im Nachhinein fragte sich Gwen durchaus, was sie geritten hatte, hier her zu kommen oder viel mehr, sich gerade mit Edward zu unterhalten. Natürlich, sie war in den Blishwick, mehr als unelegant gefallen, aber trotzdem. War jetzt nicht gerade notwendig, sich trotzdem weiter zu unterhalten. Aber scheinbar scheinen weder er noch sie der Meinung sein, dass es klug sei, das Gespräch zu beenden. Stattdessen schienen beide Seiten es mehr zu genießen, als gut für sie war. Wahrscheinlich gab es schon Wetten, wann der erste der Beiden wohl drauf ging. Es war ein hin und her, wie beim Tennis und aktuell kämpften beide Akribisch um den Matchball. Doch wer diesen bekommen würde, stand noch sehr in den Sternen. Aktuell aber schien Edward am Zug zu sein. „Nein, würdest du nicht. So dumm bist nicht mal du.“ Ein selbstgefälliges Lächeln legte sich auf den weichen Zügen der jungen Frau und ihre Augen fixierten den Hochgewachsenen Blishwick. Als ob dies je geschehen würde. Es war immer am besten, wenn sich Aktuelle Gespielin und die Ehemalige nie begegnete, es konnte nur dazu kommen, dass man selbst dafür bezahlt. Das wusste Edward, dafür kannten sie ihn zu gut. Zudem hatte die junge Frau auch nicht vor, den Blishwick auch außerhalb solcher Veranstaltungen über den Weg zu laufen. Müll ließ man nun lieber aus seinem Leben heraus, so gut es ging – belastet nur.

„Ach, muss ich das?“, erwiderte sie und eine Augenbraue erhob sich. „Dann muss ich mich ja fast mit denen, die vor mir stehen, kurzschließen, vielleicht lässt sich da etwas gemeinsam deichseln, ohne dass ich mir die Finger schmutzig mache.“ Ein, fast schon böses, Lächeln legte sich auf ihre Lippen und ließ alle mehr denn je daran zweifeln, wieso ausgerechnet sie in Hufflepuff war. Aber auch Hufflepuffs konnten auch mal anders, vor allem wenn die Person vor ihnen sie so dermaßen verarscht und verletzt hatten. Sie waren ja nie die Heiligen der magischen Welt. Klar, sie war loyal und so, aber bei so Menschen wie Edward war ihre Gutherzigkeit nur vergeudet. Da zeigte sie nur zu gerne ihr anderes Gesicht. „Ach weißt du, Quidditch war noch nie meine Sportart. Da find ich ja die WM zur Steine-über-das-Wasser-Werfen noch spannender. Deswegen brauchst du mir kein Bedauern zollen, noch heucheln. Komm ganz gut klar ohne.“ Sie empfand alles spannender, als Quidditch und allgemein empfand sie viele Sportarten um einiges besser, als Quidditch.
Gwen wirkte überrascht, dass er tatsächlich aufstand um etwas zu trinken zu holen. Sie selbst konnte es noch nicht so ganz glauben und kniff leicht die Augen zusammen, als sie ihn beobachtete. „Natürlich, wie kannst du auch glauben, dass ich was anderen Trinken möchte.“ Edward wusste wohl noch zu gut, dass sie es eigentlich nicht mochte. Doch die Blöße gab sie nicht und wenn sie dafür Rotwein trinken musste. „Aber glaubst du nicht, dass wir bei dem Alkoholanteil bleiben sollten, bei dem wir angefangen haben. Noch habe ich Hoffnungen, dass ich dich noch Schön trinken kann, wenn auch ich dafür wohl die gesamte Flasche Feuerwhiskey dafür trinken müsste und nicht mal da ist sicher, ob das funktioniert.“ Sie zwinkerte ihm zu, überschlug die Beine andersherum und sah ihn falsch freundlich lächeln an, darauf wartend, dass er sich nun endlich in Bewegung setzte und wer weiß, vielleicht passierte ihm unterwegs ja was. Aber so wie sie ihr Glück kannte, würde er zurückkommen, wie ein Boome rang. Was für eine Tragödie.
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