Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Außerdem verwenden Folgende Plugins Cookies:
Erweiterter Account Switcher
Mention Me
Mybb for Mobile
Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.

Romantik ist mein zweiter Vorname, Babe!
06.12 | Elena & Lennox | nachmittags
Elena Ramirez, Lennox Montgomery 06.12.2014 Ländereien
#1
Dieser verdammte Ball wurde doch nur erfunden, um den männlichen Teil in Hogwarts zu foltern. Lennox hatte zumindest das Gefühl. Alleine diese Tanzstunden waren absolut und vollkommen daneben und dass die Mädchen auch über nichts anderes mehr als Kleider und den Ball redeten, machte es wirklich nicht besser. Lennox fühlte sich zeitweise so, als wenn er in der Hölle wäre und doch wusste er auch, was er tun musste. Er musste Elena ganz klischeehaft und mädchenmäßig (so wie er also eigentlich gar nicht war, weil er zu cool dafür war!) einladen. Natürlich war er kein vollkommener Idiot. Er hatte mitbekommen, dass sie mit ihm zu dem Ball gehen wollte und er wusste auch, dass er das lieber durchziehen sollte, wenn er nicht sterben wollte. Darüber hinaus ging er aber auch davon aus, dass es mit Elena wirklich gut werden würde. Sie war seine Freundin, also machte man diese Dinge gemeinsam. Außerdem würde er mit ihr sicherlich auch rummachen können, wenn er den tanzenden Part hinter sich gebracht hat. Und da er immer noch in Erinnerung hatte, dass sein kleiner Ausflug auf dem Besen nicht so gut angekommen war und ihn in den Krankenflügel geschafft hatte, wusste er, dass er sich nun anstrengen musste. Denn auch wenn er immer so cool tat, lag ihm viel an Elena und verlieren wollte er sie nicht. Er wusste, dass er was machen musste und er wollte ihr ja auch eine Freude machen. Das hieß in dem Fall nur einfach, dass er selbst in den sauren Apfel beißen musste und das Getanze über sich ergeben lassen musste. Doch er war sich sicher, dass er das schaffen würde und dass er letztendlich auch etwas von dem Abend haben würde. Und wenn nicht hatte er immer noch Elena, oder nicht? Also vorausgesetzt, er vermasselte das nicht vollkommen. Eigentlich mochte man fast meinen, dass er alles geplant hatte, doch dem war eigentlich nicht so. Nach dem Desaster mit seinem Absturz hatte er am Hogsmeadswochenende darauf, ein schlichtes Armband für Elena besorgt. Er hatte sich dafür entschuldigen wollen, doch dann gemerkt, dass auch so wieder alles in Ordnung gewesen war und sich gedacht, dass dieses Armband als Weihnachtsgeschenk doch sicherlich gut ankommen würde. Ja sicher, es war nicht besonders teuer gewesen, doch er fand es ganz hübsch und hatte angenommen, dass es Elena gefallen könnte.

Nun wo er aber merkte, dass Elena zu diesem Ball wollte, wusste er, dass er sich etwas anderes zu Weihnachten überlegen musste und dieses Armband nun schon einsetzen musste. Er hatte das nun wirklich geplant und hoffte damit nachträglich aber auch, seine dumme Aktion von letztens wirklich aus ihren Köpfen verbannen zu können. Doch so nachtragend war sie doch sicher nicht, oder? Er schüttelte diese verwirrenden Gedanken wieder von sich und fokussierte sich auf seinen Plan. Wenn alles gut laufen würde, würde er eine gewisse Hufflepuff sehr glücklich machen. Wenn es schief ging... Tja darüber mochte er nicht nachdenken. Er lief noch mit ihr gemeinsam durchs Schloss und sagte ihr nicht, was er vor hatte. Doch schließlich nahm er einfach ihre Hand und zog sie nach draußen. „Ich hab eine Überraschung für dich“, sagte er und war froh, dass er ihr gesagt hatte, dass sie ihre Jacke anziehen sollte. Immerhin war es ziemlich kalt. Er ging mit ihr nach draußen und suchte einen Ort an dem sie ein bisschen gemeinsame Zeit haben konnten. Oder zumindest einen Platz bei dem sie nicht von allen angestarrt wurden. Lennox wusste nicht, was sie gerade dachte, doch er ging davon aus, dass es nicht klug war, den Weg Richtung Quidditchfeld einzuschlagen, weswegen er in die andere Richtung ging und sich schließlich einfach auf die Wiese vor einen Baum setzte. Er lehnte sich an den Baum und sagte nichts weiter, sondern grinste sie nur an. Dann nahm er ihre Hand und zog sie kurzerhand auf seinen Schoß. „Tja, damit hast du jetzt wohl nicht gerechnet, oder? Keine Sorge, ich passe schon auf, dass am Ende nur ich eine Blasenentzündung habe“, sagte er scherzend und gab ihr dann einen kurzen Kuss. Er atmete tief durch und sah sie weiterhin lächelnd an. Er strich ihr vorsichtig eine Strähne aus dem Gesicht und strich diese hinter ihr Ohr, bevor er sie noch einmal küsste. Er hatte keine Ahnung, was Elena denken mochte, doch er hoffte, dass ihr das zumindest schon mal gefiel, denn etwas Rummachen, war immerhin auch keine schlechte Idee, oder?
Offline
Zitieren Inplayzitate
#2
„Du hast keine Dummheit vor oder?“ Elena hatte einfach fragen müssen und Lennox musste ihr ihr Misstrauen nachsehen, nach dem wie ihr letzter Überraschungsausflug ausgegangen war. Wenn er sagte, dass er eine Überraschung für sie hatte, dann war das nicht mehr unbedingt etwas, über das sie sich im ersten Moment freuen wollte. Vorher noch hätte sie sich liebend gerne von Lennox irgendwohin entführen lassen, aber seit sie wusste, dass sie Panik haben musste, dass er sich irgendwo hinunterstürzte oder auf einen Besen setzte, um zu beweisen was für ein mutiger Kerl er doch war, hatte sich ihr Hunger auf Überraschungen echt gelegt. Was war gegen ein nettes Date in der großen Halle einzuwenden oder ein bisschen vor dem Kaminfeuer im Gemeinschaftsraum zu reden? Alles war besser, selbst wenn es eine langweilige dumme Beschäftigung war im Gegensatz zur großen Unbekannten vor die Lennox sie wieder einmal gestellt hatte. Die Sechstklässlerin sagte sich zwar, dass auch er daraus gelernt hatte, was passiert war und dass er so etwas so schnell nicht wieder abziehen würde (nicht nur ihrer Drohung wegen, dass sie ihn steinigen würde, wenn er ihr wieder einmal so einen Schrecken einjagte) aber man konnte ja nicht sicher gehen. Zumindest nicht absolut. Er war klug darin sie nicht zum Quidditchfeld zu führen, wobei sie wahrscheinlich sofort eine andere Richtung eingeschlagen hätte, wenn er das auch nur im Ansatz versucht hätte. Wie schlimm konnte es schon werden, wenn man ihm keinen Besen gab? Elena versuchte sich einerseits zu beruhigen und andererseits nicht die Frage aufkommen zu lassen, was er wirklich vorhatte, den neugierig war sie naturgemäß schon. Wer wäre es an ihrer Stelle nicht gewesen?

Normalerweise war Lennox eigentlich relativ leicht für sie zu durchschauen. Sie wusste wie er sich anstellte, wenn er sich entschuldigen wollte, weil er wegen irgendetwas ein schlechtes Gewissen hatte und sie wusste wie er war, wenn sie ihn besser nicht weiter mit irgendwelchen belanglosem Mädchenkram nerven sollte. Kurz gesagt, er war eher ein offenes Buch für sie als dass er mit versteckten Karten gespielt hätte und prinzipiell hatte er auch nicht wirklich Ambitionen ihr gegenüber gezeigt sich in den Rosenkavalier zu verwandeln, den sie manchmal gerne gehabt hätte. Wie hätte sie also darauf kommen sollten, dass das hier die Balleinladung werden sollte, die sie von ihm haben wollte, seit sie erfahren hatte, dass es so etwas wie einen Ball geben würde? Elena hatte sogar schon etwas verzweifelt den Plan von Josie in Erwägung gezogen, sich einfach einen Leuchtpfeil über den Kopf zu zaubern, damit er endlich begriff, dass er sie nur fragen musste um ihr die größte Freude zu machen. Wenn sie nicht so lächerlich gewirkt hätte dabei, hätte die Hufflepuff vermutlich schon längst lebende Reklame gespielt, anstatt sich noch auf irgendwelche Überraschungen einzulassen und draußen durch die Ländereien zu laufen. „Was hast du denn vor?“ Ihre Liste an Vorschlägen ging von einer verdammt bescheuerten Schneeballschlacht bis hin zu einem kranken Versuch sie rumzukriegen oder dergleichen. Sie wusste nicht, wie sie seine Aktion einschätzen sollte und es war wahrscheinlich eher der Überraschungsfaktor, gepaart mit dem belustigten Entsetzen, dass er das gerade wirklich gesagt hatte, dass sie sich echt dazu überreden ließ, sich zu setzen. „Ich weiß nicht, wer dir das gesagt hat, aber Blasenentzündungen sind keine sexy Gesprächsthemen“, belehrte sie ihn lächelnd, machte aber keinerlei Anstalten die Flucht zu ergreifen, sondern ließ sich stattdessen sehr gerne von ihm küssen. Ein paar Sekunden hatten sie noch, dann würde sie ihm den Unsinn ausreden.
Offline
Zitieren Inplayzitate
#3
Er hatte das selbstverständlich total geplant und wollte ihr zeigen, dass er es drauf hatte, auch wenn sie ihm das teilweise nicht zuzutrauen schien. Lennox fand, dass sie da schon mehr vertrauen in ihn haben sollte. Schließlich zeigte auch ihre Frage schon, dass sie nicht viel Vertrauen in die Sache hatte. Dabei hatte er ja nun wirklich nichts Böses vor. Genaugenommen konnte er es ihr aber auch nicht verübeln, immerhin war seine letzte Überraschung ziemlich nach hinten losgegangen, sodass es nur natürlich war, dass Elena sich nun wieder Sorgen machte. Woher sollte sie auch wissen, was er vorhatte, wenn er es doch so geheim hielt? Er grinste nur verschwörerisch, als er ihre Frage hörte und zwinkerte er vielsagend zu. „Na hör mal. Ich habe doch wirklich nie Dummheiten vor! Was traust du mir zu?“, fragte er gespielt empört und ging automatisch nicht auf seinen Absturz vom Besen von letzten Mal ein. Niemand wollte mehr daran denken oder darüber sprechen, oder? Zumindest war Lennox dieser Meinung und spielte alles herunter. Es wäre ja eh nicht passiert, wenn es nicht so windig gewesen wäre. Der Montgomery war nämlich natürlich nicht selbst dran Schuld, dass er abgestürzt war. Ganz sicher nicht! Irgendwas war mit dem Besen nicht in Ordnung, oder das Wetter hatte sich gegen ihn verschworen. Wenn diese Quidditchaffen es auf dem Besen schaffen würden, würde auch er es locker schaffen. Das musste einfach so sein und davon ließ er sich sicherlich nicht abbringen. Deswegen war es auch nicht sinnvoll, dieses Thema wieder anzubringen. Am Ende wäre er eh nur auf die Idee gekommen, es doch noch mal zu versuchen und wieder abzustürzen. Niemand hätte in dieser Angelegenheit gewonnen und dessen war auch der Montgomery sich bewusst. Deswegen dachte er auch gar nicht weiter darüber nach, sondern versuchte sich weiter auf seine Überraschung zu konzentrieren. Elena würde schon merken, was für einen tollen Freund sie doch hatte. Anders konnte es doch am Ende gar nicht ausgehen, oder nicht? Er zückte hier immerhin alle Romantikkarten und das musste auch seine Freundin so sehen!

Erst einmal wollte er aber für etwas Stimmung sorgen und war ganz froh darüber, dass sie auch mitmachte. Lennox hatte nun mal eigentlich keinen Plan B, wenn dieser Plan hier nicht funktionierte. Und wer konnte es ihm schon verübeln, dass er auch etwas rumknutschen wollte? Er war ein Heranwachsender, sein Gehirn machte Dinge, die er sicherlich manchmal nicht verstand. Man musste diese Aktionen also wirklich nicht hinterfragen, sondern einfach so hinnehmen. Er zog sie an sich und grinste nur weiter, als sie scheinbar nicht wusste, was auf sie zu kam. „Na ja, lass dich mal überraschen“, sagte er wieder verschwörerisch und zuckte bei ihrem nächsten Kommentar nur lässig mit den Schultern. „Du weißt wohl nicht, dass ich alles sexy rüberbringen kann“, sagte er ihr verführerisch und war in diesem Moment auch sehr von sich eingenommen. So etwas wollten die Mädels doch sehen oder? Sie wollten selbstsichere Kerle, die zeigten, was sie konnten und Lennox war davon überzeugt, dass er hier sowieso nur gewinnen konnte. Er würde Elena schon zeigen, was sie an ihm hatte. Erst einmal war er aber froh darüber, dass sie seinen Kuss erwiderte und scheinbar gegen etwas Rumgeknutsche nichts einzuwenden hatte. Andernfalls hätte sein Plan vermutlich auch bereits den ersten Dämpfer bekommen. Doch natürlich würde Lennox nun sagen, dass er das alles so vorhergesehen hatte und seine Planung einfach passte. Dass er es drauf hatte und so. Doch zu seinem Glück sprach er das nicht aus. Niemand wollte so einen Mist hören. Er merkte es nur meistens einfach nicht. Er ging davon aus, dass nichts mehr schief gehen konnte und löste sich letztendlich von ihr, um sie genau ansehen zu können. „Ich habe etwas für dich“, sagte er schließlich einfach so und setzte sein bestes Lächeln auf, ehe er den kleinen Beutel aus seiner Hosentasche zog, indem das Armband lag. „Mach mal deine Hand auf“, bat er sie und öffnete schließlich den kleinen Beutel, um das Armband in ihre Hand legen zu können. „Ich dachte mir, dass sowas Hübsches zu meiner Hübschen passt“, schmeichelte er ihr, obwohl er eigentlich wissen sollte, dass sie solche Sprüche nicht leiden konnte. Das war ja jetzt auch wirklich egal. Sie würde das schon mögen! „Und ich wollte dich fragen, ob du mit mir auf den Ball gehen willst?“, stellte er schließlich die Frage, die sie von ihm doch eigentlich genauso haben wollte, oder nicht? Was konnte jetzt also noch schief gehen?
Offline
Zitieren Inplayzitate
#4
Hätte man sie an dieser Stelle nach den möglichen Szenarien gefragt für die Überraschung, die Lennox ihr zu bereiten gedachte, wäre Elena vermutlich in die vollkommen falsche Richtung abgedriftet. Um ehrlich zu sein rechnete sie schon fast damit, dass irgendetwas passieren musste, dass sie zur Weißglut brachte. Meistens wurden solche Erlebnisse nämlich eingeläutet von der Aussage des Hufflepuffs, dass er ganz bestimmt keinen Blödsinn im Kopf hatte oder dergleichen. Wenn jemand wie Lennox Montgomery beteuerte, was für eine verantwortungsbewusste und erwachsene Person er doch war, dann klang das nicht nur verdammt falsch, sondern eben auch verdammt misstrauenserregend. Um das so zu beurteilen hätte Elena nicht einmal ein gewisses Erlebnis gebraucht, das Lennox schlussendlich in den Krankenflügel befördert hatte. Sie kannte ihn eben doch lange genug um ihn dementsprechend einschätzen zu können. Vielleicht wäre sie mit einer gehörigen Portion Optimismus auch noch darauf gekommen, dass er ihr eben wirklich eine Überraschung bereiten wollte, genau so wie er sagte, aber gleichzeitig wäre ihre Erwartungshaltung auch so sehr im Keller gewesen. Ihr Geschmack unterschied sich mit Sicherheit in allen Punkten von seinem, wenn es darum ging, ob etwas romantisch war, dachte Elena zumindest. Und sie sah sich in ihrer Annahme absolut bestätigt, als sie eben doch davon ausgehen konnte, dass er sie nur mit nach draußen genommen hatte, um ein bisschen mit ihr zu knutschen. Selbst in der Hinsicht hatte er sie falsch eingeschätzt. Ein nettes Kaminfeuer oder zumindest ein etwas weniger kälteempfindlicher Ort wären der Sechstklässlerin deutlich lieber gewesen. Aber sie wollte ja nicht zickig sein und nahm sich deswegen vor, ihm bei nächster Gelegenheit irgendwie auf weiblich raffinierte, genauso wie subtile Art klar zu machen, dass er sich vielleicht ein kleines bisschen in der Location geirrt hatte. Vielleicht konnte sie bis dahin das beste aus ihrer Situation machen, denn so wirklich schlimm – das musste Elena in jedem Fall zugeben – war es nun für sie gar nicht und wahrscheinlich nicht einmal für Lennox, sodass sie naturgemäß erst einmal verwirrt darüber sein musste, dass er ihren Kuss einfach so unterbrach.

Er hatte also etwas für sie mitgebracht? Sie hatte nicht Geburtstag, Weihnachten war noch in einiger Ferne und auch sonst war kein besonderer Anlass, dem sie sich entsinnen konnte. Dennoch tat sie, was er gefordert hatte und blickte kurz darauf hin etwas erstaunt in ihre Handfläche. Lennox schenkte ihr Schmuck? Lennox wusste, was Schmuck war? Es war sofort verdammt egal, wie das Armband aussah, ob sie es sich vielleicht auch selbst gekauft hätte oder ob es ihren Geschmack generell traf, auch war jede peinliche Anmache verziehen, die er sich die nächsten Minuten noch ausdenken würde. Er hatte die beste Entschuldigung dafür geschaffen und es sogar geschafft die sonst so quirlige Hufflpuff sprachlos zu machen, indem er dieses Präsent auch noch mit einer der Fragen kombinierte, von denen sie ehrlich nicht gedacht hatte, dass er sie überhaupt stellen würde. „Oh mein Gott ja“ Gerade weil sie nicht damit gerechnet hatte, war Elenas Ausbruch umso erfreuter und wahrscheinlich auch lauter, geradezu als hätte Lennox ihr eine andere Frage gestellt, für die sie beide weder alt genug noch reif genug waren. Es war verdammt nochmal egal. Sie durfte sich freuen. Die Faust um ihr neues Schmuckstück geschlossen, fiel sie ihrem Freund erst einmal um den Hals und drückte ihm im Anschluss einen Kuss auf die Wange. Es war ja nicht so, als hätte nicht sie nicht genug Hints fallen lassen, dass es eine verdammt gute Idee war, sich gemeinsam auf dem Ball blicken zu lassen, aber sie war dennoch davon ausgegangen, dass er sich breitschlagen lassen würde. Ein Ball, das erforderte immerhin, das er mit ihr tanzte und dass er sich vorher in einen schicken Anzug oder Festtagsumhang warf. „Ich freu mich grad so. Ich hatte gehofft, dass du mich fragen würdest“ Wahrscheinlich war Elena, die über beide Ohren strahlen musste, deutlich anzusehen. Sie musste das nachher unbedingt alles Josie erzählen! Ein Kleid hatte Elena schon, aber jetzt konnte die heiße Planungsphase beginnen, das hektische Frisurenprobieren und die gewagteren Schminktests, damit auch alles perfekt war. Sie hatte jetzt immerhin auch etwas zu verlieren! „Danke auch für das hübsche Armband. Machst du mir das um?“
Offline
Zitieren Inplayzitate
#5
Er machte sich gar keine Gedanken darüber, dass sie das Ganze anders verstehen könnte. Er dachte nicht darüber nach, dass sie bereits darüber nachdachte, dass er schon wieder eine waghalsige Idee umsetzen wollte. Nein, er hatte seine Idee so vor Augen, dass er über so etwas gar nicht erst nachdachte. Er wollte schließlich auch, dass das wirklich klappte und konnte ja noch nicht wissen, ob dies auch wirklich klappen würde. Obwohl er eigentlich schon recht zuversichtlich war. Er hatte immerhin einen wirklich guten Plan und dann auch noch Schmuck dabei. Wieso hätte Elena das nicht gefallen sollen? Lennox jedenfalls würde einfach behaupten, dass er es einfach drauf hatte und wusste, was seine Freundin mochte. Doch genaugenommen blieb auch in seinem Kopf der Gedanke nach einem kleinen Restrisiko. Er hatte keinen Plan B, wenn sein Plan A vollkommen aus dem Ruder laufen würde. Und auch wenn er so cool und locker wirkte, so war doch klar, dass diese Fassade schnell brechen würde, wenn sein Plan eben doch nach hinten losgehen würde. So spontan und cool, wie er es gerne wäre, war er dann vielleicht doch nicht. Doch der Montgomery machte sich deswegen eigentlich noch gar keine Gedanken. Er war immerhin noch nicht gescheitert. Letztendlich musste er sich erst einmal voll und ganz auf seine Freundin konzentrieren und auch den Kuss genießen. Er musste ihr schließlich auch verdeutlichen, was sie eigentlich an ihm hatte und war ziemlich davon überzeugt, dass ein Kuss das schon zeigen würde. Wenn es um solche Fähigkeiten ging, war Lennox Ego wirklich größer als es sein sollte, doch das änderte am Ende auch nichts an der eigentlich Tatsache, dass er sich davon nicht beirren ließ. Er hatte sie nun immerhin in seinen Armen und war sowieso der Meinung, dass sie genau dorthin gehörte. Sie hatten schon eine irgendwie verschrobene Beziehung, doch da sie beide damit zurecht kamen, schien das nicht wirklich im Fokus zu stehen. Es gab wichtigere Dinge über die man nachdenken sollte und das war im Augenblick der Ball und die Tatsache, dass Lennox Plan seine Freundin dorthin einzuladen funktionieren sollte.

Als Lennox schließlich mit seinem Armband und seiner Frage um die Ecke kam, und er ihre Reaktion bemerkte, war ziemlich schnell deutlich, dass er mit seinem Plan voll ins Schwarze getroffen hatte. Sicherlich konnte Lennox sich ein Grinsen nicht verkneifen. Wenn man ihn nun gefragt hätte, hätte er sowieso gesagt, dass er genau diese Reaktion erwartet hatte und daran auch keinen Zweifel gehabt hatte. Wenn alles gut lief, war es immerhin leicht, das Ego noch weiter raushängen zu lassen. Dann hatte man es immerhin nicht nötig, nach Plan B zu suchen. Als sie ihn schließlich noch umarmte und ihm einen Kuss auf die Wange drückte, konnte Lennox nicht anders als noch eine Spur breiter zu grinsen. Genau so sollte es doch sein und genau so hatte er sich das auch vorgestellt. Er zwinkerte ihr bei ihren Worten zu und zuckte lässig mit den Schultern. „Das wusste ich doch. Es ist mir eine Ehre mit dir hingehen zu dürfen. Ich meine, mit wem außer mit meiner Freundin sollte ich sonst dorthin gehen?“, stellte er fest und wusste natürlich selbst, dass er vielleicht etwas dick auftrug, doch er konnte in diesem Moment nicht anders. Er war so von sich überzeugt, dass er scheinbar einfach über die Stränge schlagen musste. Elena kannte ihn aber und sollte sich über solche Verhaltensweisen nicht mehr wundern. Er nahm das Armband schließlich in seine Hände und machte es ihr um. Er betrachtete das Armband an ihrem Arm, nahm schließlich ihre Hand in seine Hand und führte diese zu seinem Mund, um dort ganz gentlemanlike einen Kuss zu platzieren. „Ich hoffe, du magst das Armband“, sagte er ehrlich und gab damit vielleicht sogar zu, dass er etwas unsicher gewesen ist, ob es ihr wirklich gefallen würde. So genau konnte er so etwas immerhin nicht wissen, oder?
Offline
Zitieren Inplayzitate
#6
Obwohl Elena das natürlich niemals zugegeben hätte, war sie in mancherlei Hinsicht doch ein kleines bisschen berechenbar. Man nehme ein bisschen Romantik und Kitsch und kombiniere das ganze mit einem schlechten Theaterstück und schon konnte sie nicht nur über schlechte Anmachsprüche beziehungsweise Kosenamen hinwegsehen, sondern setzte auch die rosarote Brille auf. Wobei Lennox in dieser Hinsicht vielleicht sogar noch einen kleinen Vorteil hatte, denn von ihm hätte die Sechstklässler so etwas wahrscheinlich am allerwenigsten erwartet und das obwohl sie irgendwie sowas wie zusammen waren. Er war eben nicht so jemand, oder aber er hatte von Anfang an nur geplant gehabt, den Überraschungseffekt auszunutzen. Elena hatte zumindest so wenig geglaubt, dass sie von Lennox zu diesem Ball eingeladen werden würde, dass sie schon angefangen hatte mit Josie zu planen, wie sie ihn am besten doch noch zu diesem Event kriegen würde. Ein Glück, dass sie diesen Plänen nun nicht mehr nachgehen musste, wenn man bedachte, dass Josies Vorschläge sogar ein bisschen fies und nicht unbedingt brauchbar gewesen waren. So war Elena das schon sehr viel lieber und sie sah sich noch dazu in ihrer Meinung über den Montgomery bestätigt, die sie so oft verteidigen hatte müssen, dass sie es mittlerweile auch ein bisschen leid war. Er war ein lieber Kerl, vielleicht nicht immer der Charmbolzen vor dem Herren, aber solche Aktionen wie die heutige zeigten doch eindeutig, dass er nicht nur auf irgendetwas aus war, sondern dass ihm auch etwas an ihr lag, oder nicht? „Ich dachte eigentlich du wolltest generell sowieso nicht hingehen“, gestand Elena auf seine Frage hin leise zu, kam dabei aber natürlich nicht umhin zu vernehmen, dass sie also wirklich seine Freundin war. Er hatte sie gerade ganz offiziell und ohne Scheu als seine Freundin bezeichnet.

Was eigentlich ganz normal sein sollte, nachdem sie nun schon eine Weile so etwas wie eine Beziehung führten, brachte ihr Herz ein kleines bisschen zum Hüpfen. Obwohl es natürlich objektiv betrachtet absoluter Quatsch war, fühlte sich die 16 Jährige wieder ein Stück weit erwachsener, alleine dadurch bedingt, dass sie in ihren Augen nun eine absolut legitime Beziehung führte. Und sie wusste natürlich zu schätzen, dass sie Grund genug für ihn war, dass er sich auch auf so eine Veranstaltung traute, auch wenn ihm das ganze bei weitem nicht so viel bedeutete wie ihr beziehungsweise ihm dieser Ball wahrscheinlich eher lästig war. Er tat das für sie und auch das brachte die Ramirez praktisch zum Schmelzen. Es hätte keinerlei Geschenken mehr bedurft, um ihr zu zeigen, dass er an ihr hing, aber sie nahm das Armband natürlich trotzdem gerne. Alleine schon deswegen, weil es von ihm kam und weil sie jetzt jedem voller Stolz erzählen konnte, dass das ein Geschenk ihres Schatzes gewesen war. Der Gedanke und sein Verhalten in Mixtur schafften es schließlich ihr ein Kichern zu entlocken, das ihr in jeder anderen Situation wahrscheinlich sterbenspeinlich gewesen wäre. „Das Armband ist wundervoll. Ich werds eventuell nicht mehr abnehmen“, antwortete sie wahrheitsgemäß und betrachtete dabei kurz ihr Handgelenk. Es hätte jede Farbe, jedes Material und jede Form haben können, selbst die abstoßendste Kombination aus allem und sie hätte sich dennoch gefreut in diesem Augenblick. Dass es trotzdem auch noch ihren Stil irgendwie traf, war ein kleiner Zusatzgewinn. Es schadete nicht einen Freund zu haben, der einen Funken Geschmack hatte. „Du hast das alles geplant und ich hab nichts gemerkt?“, sprach sie schließlich weiter, immer noch ein wenig überrascht und vor allem positiv geschockt. Ihr Freund hatte nicht nur Geschmack, wider Erwarten konnte er auch Überraschungen vorbereiten, die nicht damit endeten, dass er nachher mit gebrochenen Knochen im Krankenflügel lag. „Ich meine, ich finde es schön und ich kann wahrscheinlich nicht mehr aufhören mich darüber zu freuen, aber ich hab gar nichts für dich vorbereitet.“
Offline
Zitieren Inplayzitate
#7
Es lief alles genauso, wie er es sich gewünscht hatte und wenn man den Montgomery nun fragen würde, würde er einfach sagen, dass es einfach auch genauso geplant war. Er hatte nie daran gezweifelt, dass dieser Plan nicht aufgehen würde. Schließlich war es sein Plan und er hatte es eindeutig drauf. Er wusste, wie er die Mädchen verzaubern konnte oder wie er in dem Fall sein Mädchen verzaubern konnte. Sicherlich würde Elena ihn nun schlagen, wenn sie diese Worte hören würde, doch sie blieben vorerst in seinen Gedanken. Er grinste förmlich in sich hinein. Ja, in diesem Moment hatte Lennox ein sehr großes Ego. Es half ihm, dass alles so gut angekommen war. Er konnte sich sagen, dass er es drauf hatte. Nichts, was er nicht eh schon wusste, doch es nun auch zu sehen, war ja noch mal eine nette Angelegenheit. Lennox jedenfalls genoss diesen Moment und vermutlich sah man ihm dies auch an. Er hatte immerhin seinen vollkommenen zufriedenen Ausdruck im Gesicht. Vermutlich sah er damit so aus, wie ein Hund der gerade sein Leckerli bekommen hatte, doch diesen Vergleich würde Lennox nicht starten. Er war zu cool, um ein Hund zu sein und außerdem konnte er sein dämliches Gesicht in diesem Augenblick ja auch nicht sehen. Manchmal war er schon eine Nummer für sich, doch er musste etwas richtig machen, schließlich war Elena trotzdem noch an seiner Seite. Lennox war vielleicht manchmal etwas schwer von Begriff und dämlich, doch er wusste, dass er es genoss Elena an seiner Seite zu haben. Sie bedeutete ihm viel und er wollte sich nicht immer wieder mit ihr streiten. Im Gegenteil, deswegen suchte er doch immer wieder ihre Nähe. Er hatte einfach das Gefühl, sie wäre die Richtige. Bei ihrer Feststellung gab er ihr einen kleinen Kuss auf die Lippen und sah sie danach genau an. „Und dir diesen Wunsch abschlagen? Nein, natürlich nicht. Mit dir gehe ich gerne hin. Es kann doch mit dir nur toll werden“, sagte er ihr und sah ihr tief in die Augen dabei. Er zwinkerte ihr zu und merkte gar nicht, was das Wort 'Freundin' bei ihr ausgelöst hatte. Für ihn war es fast normal, sie so zu nennen. Immerhin war sie seine Freundin, oder nicht?

Er merkte natürlich, wie sehr sie sich freute und musste sich innerlich loben. Er hatte also wirklich das Richtige gefunden. Ja, auch dass tat seinem Ego vielleicht nicht so gut. Wenn es so weitergehen würde, würde er noch einen Höhenflug erleiden. Bei dem Montgomery konnte man immerhin nie wissen. „Es freut mich, dass es dir gefällt. Ich finde, es steht dir auch sehr gut“, sagte er ehrlich, (schleimte dabei natürlich überhaupt nicht!) und musste sich merken, was für Geschenke er ihr demnächst holen würde. Schließlich brauchte er nun auch noch ein neues Weihnachtsgeschenk, nachdem das hier an ihrem Arm war. Vielleicht war das die Schwachstelle an seinem Plan gewesen. Doch darüber wollte er nun gar nicht nachdenken. Viel eher wollte er den Moment genießen und die Zeit mit Elena verbringen. Nach der Aktion mit seinem Absturz von Letztens hatte er immerhin auch noch die Chance gebraucht, es gut zu machen. Doch scheinbar hatte er das auch geschafft. Bei ihren nächsten Worten musste er den Kopf leicht schief legen und leise lachen. „Na ja, wenn du etwas gemerkt hättest, wäre die Überraschung ja irgendwie flöten gegangen“, meinte er ehrlich und zuckte schließlich mit den Schultern bei ihren nächsten Worten. „Du musst ja auch nichts für mich vorbereiten. Mach dir mal keinen Kopf. Wenn du mich küsst, bin ich schon vollkommen zufrieden“, sagte er und gab ihr in diesem Moment einen langen Kuss. Er genoss die Zeit mit Elena und sicherlich war er die meiste Zeit über ein Trottel, doch er war eben auch verliebt. Ja, er hatte das noch nicht so ausgesprochen, doch das war es doch im Endeffekt oder? Er merkte es in diesem Moment, in dem er einfach nur glücklich war und alles so gut lief. Er löste sich von ihr und überlegte, ob er es einfach sagen sollte. Ja, sie stritten sich häufig und waren häufig auch auseinander, doch immer wieder fanden sie zusammen. Er wollte mit ihr zusammen sein und auch wenn er manchmal vielleicht andere Mädchen ansah (natürlich nur ganz aus Versehen!), so war es doch nur sie, die ihm wirklich etwas bedeutete. Er löste sich schließlich von ihr und sah sie an. Seine Hand strich sanft über ihre Wange. „Elena, ich glaube, ich liebe dich“, sprach er dann leise aus und wusste selbst nicht, woher das plötzlich kam. Der Moment machte es und er hatte das Gefühl, es würde jetzt passen. Natürlich hatte er nicht darüber nachgedacht, was passieren würde, wenn sie es nicht erwidern würde. Weil er wie die meiste Zeit über, einfach nie nachdachte. Doch so war er nun mal.
Offline
Zitieren Inplayzitate
#8
Eine wirklich lange Zeit hatte Elena gedacht, dass Lennox Vorstellung von einem romantischen Date einfach nur ein Abend auf der Couch war, bei dem er sich mit Schokofröschen und anderem Süßkram vollschlagen durfte, solange bis er keine Lust mehr darauf hatte und das ganze garniert mit ein bisschen Rumgeknutsche und harmloser Fummelei über der Gürtellinie. Nicht gerade das, was Frau sich wünschte, aber etwas mit dem man sich eben arrangierte. Seite heute wusste die Hufflepuff, dass sie sich geirrt hatte, was romantische Ambitionen bei ihrem Freund anging. Er war also in mancherlei Hinsicht doch kein einfallsloser, verpeilter – aber liebenswerter – Dummkopf, sondern jemand, der sich echt Gedanken zu machen versuchte. Gut, es gab da noch die eine oder andere Kleinigkeit, die Elena vielleicht anders gemacht hätte an seiner Stelle, wie zum Beispiel einen Ort auszusuchen, an dem man nicht festfror, wenn man sich etwas länger dort aufhielt, aber auf das alles wollte sich die Ramirez gar nicht wirklich konzentrieren im Moment. Es ging darum, dass er sich etwas überlebt hatte um sie zu überraschen und dass diese Überraschung eine wirklich gelungene gewesen war. Genauso ging es darum, dass er ihr bewiesen hatte - ob das nun Absicht war oder nicht, sei an der Stelle mal dahingestellt – dass er sich wirklich kümmerte. Nicht nur, dass er eigentlich nur wegen ihr auf den Ball ging, er fragte sie auch noch derart förmlich, weil er wusste, dass sie diese Variante bevorzugte und solche Gesten liebte. Genauso hätte Lennox im Grunde genommen voraussetzen können, dass sie gemeinsam auf den Ball gingen, denn wie er vorhin schon richtig festgestellt hatte, wäre es doch höchst eigenartig, nicht mit der eigenen Freundin dort aufzutauchen. Aber er schien zu wissen, dass das nicht die Art war, wie sie behandelt werden wollte. Als selbstverständlich. Und damit hatte er eben einfach ins Schwarze getroffen. Dass sie nun auch noch ein Armband trug, das er wahrscheinlich mit genauso viel Liebe ausgesucht hatte, war nur ein zusätzliches Zeichen seinerseits, das sie ihm etwas bedeutete. Sofort konnte sich Elena vorstellen, wie er grüblerisch Hogsmeade nach dem kleinen Schmuckstück abgesucht hatte. So sehr man als Hogwartsschüler das Zaubererdorf auch lieben musste, solche Kleinigkeiten waren vermutlich auch dort schwer aufzutreiben, besonders für jemanden, der sich mit derlei nie beschäftigt hatte. Der Gedanke, wie er sich schlussendlich doch durch eine feine Auswahl kämpfte und dabei versuchte einzuschätzen, was eher ihren Geschmack treffen würde, gefiel der 16 Jährigen irgendwie.

Und sie hatte echt noch darüber nachgedacht gehabt, dass er irgendeine dumme Aktion im Sinn haben könnte! Als Elena die Tatsache betonte, dass sie nichts vorbereitet hatte, waren das wohl eher ein paar Schuldgefühle die sich breit machten, weil sie Falsches von ihm gedacht hatte. Schlussendlich schob sie diese allerdings einfach beiseite indem sie nicht lange zögerte ihm seine Bitte zu erfüllen und ihn zu küssen. Obwohl man meinen sollte, dass das Wetter hierzulande gerade nicht unbedingt umgängliche Temperaturen zuließ, war Elena mittlerweile warm geworden. Noch ein Grund mehr, warum sie sich plötzlich wünschte, Lennox hätte eine etwas privatere Location ausgesucht als diese hier. Als sie den Hufflepuff mit geröteten Wangen ansah, war sie tatsächlich dabei zu überlegen, ob und wie sie ihm das sagen konnte, aber ein paar Worte von ihm reichten schlussendlich aus um ihren Kopf vollkommen aus der Bahn zu werfen; ihre Gedanken liefen ja ohnehin schon Amok. Man musste nicht extra erwähnen, dass die Sechstklässlerin die letzten Zweifel, die er sich in seiner Aussage gelassen hatte – dieses 'ich glaube' – gar nicht gehört hatte. „Das hat noch nie jemand zu mir gesagt“, meinte sie dazu, zunächst ein verwundertes Blinzeln auf den Zügen, dann wieder das glückliche Lächeln, das sie auf den Lippen trug, seit sie herausgefunden hatte, was das eigenartige Benehmen des Montgomerys zu bedeuten gehabt hatte. Sie hätte ihn wohl nicht unbedingt wissen lassen müssen, dass er der erste war, von dem sie so ein Geständnis zu hören bekommen hatte, denn auch wenn sie sich öfter mal in den Haaren lagen und sich stritten, war er derjenige, von dem sie irgendwie nicht wegkam oder wegkommen wollte. Der erste und einzige Kerl mit dem sie jemals eine Beziehung gehabt hatte. Auch wenn ihr von der einen oder anderen Stelle gesagt worden war, dass sie ihn besser in den Wind schießen sollte, hatte sie nie tatsächlich darüber nachgedacht, sondern sich viel mehr ausgemalt, dass sie sich eines Tage genau in dieser Situation wiederfinden würden. „Ich liebe dich auch“ Für manch anderen mochte es ein Kitschfilmmoment sein, für Elena einfach nur, das was sie sich immer mal gewünscht hatte. Dass sie beide es geschafft hatten bis hierher. Als sie ihm abermals um den Hals fiel (man mochte das Gefühl haben, dass sie ihn gerade gar nicht mehr loslassen konnte), merkte sie, dass ihre Emotionen ohnehin verrückt spielten. „Lennox es ist perfekt“ Am liebsten hätte sie gerade vor Freude geheult, aber da er das natürlich noch weniger verstanden hätte, als sie das ohnehin schon tat, blinzelte sie schließlich den Tränenschleier weg und konzentrierte sich darauf einfach nur glücklich zu sein.
Offline
Zitieren Inplayzitate


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste