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Fliegen auf Lennox Art
Elena & Lennox | Quidditchfeld | 07.11 | früher Abend
Elena Ramirez, Lennox Montgomery 07.11.2014 Quidditchfeld
#1
Es ging ihm auf die Nerven. Immer wieder Fliegen hier und Quidditch dort. Was sollte das? Machte Elena das eigentlich extra, um ihn zu ärgern? Lennox wusste nur, dass ihn das nervte. Er wollte nicht hören, wie cool das alles war, wenn er es selbst so überhaupt nicht konnte. Ja, er konnte nicht fliegen, er hatte es versucht und war gescheitert. Und er hatte es sicherlich nicht nur einmal versuchte, er hatte es öfter versucht. Weil er eben auch cool sein wollte. Aber immer wieder fiel er vom Besen. Irgendwann hatte er keine Lust mehr gehabt und gesagt, dass Fliegen was für Blödmänner war und nur Idioten Quidditch spielten. Es war nun also wirklich sein Fluch, dass ausgerechnet seine Freundin, aber wohl auf diesen Sport abfuhr. Er konnte es nicht mehr ertragen und er würde ihr schon zeigen, dass auch er etwas drauf hatte. Wieso sollte er immer nur doof schauen und nichts sagen? Wieso sollte er das einfach immer nur so hinnehmen? Lennox wollte nicht mehr. Sie kratzte an seinem Stolz und Ehrgeiz und seinem Ego und er sollte nicht der blöde Angsthasenfreund sein. Nein, er wollte ihr zeigen, dass er es auch drauf hatte. Vermutlich hätte er wissen müssen, dass das nur zum Scheitern verurteilt war, doch er hörte nicht, auf irgendwelche Ängste. Er wollte einfach nur zum Quidditchfeld sich einen Besen schnappen und dann ab in die Lüfte. Eigentlich sagte doch genau das schon, dass Fliegen nicht normal war. Menschen sollten nicht in die Lüfte, aber hey, wenn Elena es mochte, dann würde Lennox es ihr zeigen. Er wollte sie immer nicht enttäuschen, oder? Er hatte ihr nicht gesagt, was er vorhatte. Er hatte sich diesen Entschluss einfach gesetzt. Er zog sie an ihrer Hand zum Quidditchfeld und sagte nichts weiter. Es war ihm in den letzten Tagen einfach immer wieder aufgefallen und er wollte das nicht mehr hinnehmen. Dass er das Ganze nicht durchdacht hatte, war irgendwie klar, doch auch darüber dachte er nicht nach. Wer musste schon nachdenken, wenn man einfach cool sein konnte, oder nicht?

Er kam schließlich mit ihr am Quidditchfeld an und war ganz froh, dass keiner mehr dort war. Es war ja auch eigentlich noch Essenszeit. Er hatte sie extra beim Essen gestört, damit er ihr das noch zeigen konnte. Sicherlich war es auch keine gute Idee gewesen, nach dem Essen auf einen Besen steigen zu wollen, doch auch darüber machte er sich keine Gedanken. Er grinste sie schließlich einfach nur an. „Tada“, sagte er und sah sich um. Tatsächlich meinte der Zufall es heute wohl auch nicht gut mir ihm, da irgendjemand scheinbar vergessen hatte, den Schulbesen einzuschließen. Er sagte nichts weiter, sondern ging zu dem Besen und nahm diesen in die Hand. „So jetzt zeig ich dir, wie gut ich fliegen kann“, sagte er großspurig und setzte sich auf den Besen. Sicherlich war beiden klar, dass das nicht gut gehen konnte, doch er würde sich sowieso nicht mehr davon abbringen lassen. Es reichte ihm und vielleicht würde sie dann auch endlich Ruhe geben, wenn sie sah, was für einen tollen Freund sie doch hatte. „Jetzt kannst du mal sehen, dass ich viel cooler bin, als deine ach so tollen Quidditchspieler!“, fügte er noch hinzu, bevor er sich vom Boden abstieß und unsicher in die Höhe schwebte. Er bemerkte direkt, dass ihm schlecht wurde und dass er auch ziemlich wacklig auf dem Besen saß, doch er sagte nichts. Im Gegenteil er sah Elena von oben an und grinste ihr zu. „Na siehst du!“, forderte er sie auf und ging noch etwas mehr in die Höhe. War doch ein Kinderspiel! Tz! Das er nicht lachte. Er hatte es eben doch drauf. „Das hättest du jetzt nicht gedacht, was?“, fragte er sie scherzend und nahm sogar eine Hand von seinem Besen, um ihr zu zeigen, dass er es sogar nur mit einer Hand konnte. Allerdings war das keine wirklich gute Idee, immerhin wurde das Ganze dadurch nicht weniger wacklig.
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#2
Langsam ahnte Elena wo sie hingingen, auch wenn sie es nicht unbedingt erwartet hatte, nachdem Lennox sie überraschender Weise irgendwo zwischen Haupt und Nachspeise gebeten hatte, mitzukommen: Das Quidditchfeld war die einzige denkmögliche Option, auch wenn Elena nicht wusste, was sie dort sollten. Die Hände um den Körper geschlungen bereute sie jedoch ein kleines bisschen, dass sie nicht noch eine dickere Jacke angezogen hatte und hoffte inständig, dass diese Überraschung nicht allzu lange ihre Anwesenheit verlangen würde. Zwei Probleme, die sie eigentlich nicht hatte, wenn sie normalerweise herkam. Dann ging es meistens nämlich um ein Spiel bei dem sie die Hausmannschaft anzufeuern gedacht oder darum derselben ein bisschen beim Training zuzuschauen. Josie hatte da eigentlich nichts dagegen, es sei denn sie schaffte es mal wieder nicht einfach still zuzuschauen. Ja Elena vertrieb sich gerne hier die Zeit, aber Lennox eben nicht. Der war eher in die Kategorie Brummbär zu schieben, wann immer sie auch nur etwas von dem Zauberersport andeutet. Ganz gewiss hatte er es nicht immer leicht gehabt, wenn sie von diesem oder jenen Spieler schwärmte, allerdings ohne ernsthafte Ambitionen zu haben, aber er versank für gewöhnlich auch ein bisschen im Hassmodus wenn sie kaum den Sportteil des Tagespropheten aufgeschlagen hatte. Es war einer der Gründe, weswegen sie immer mal wieder aneinander gerieten. Umso verwunderlicher, dass er sie freiwillig herbrachte. Damit sie sich die Spiele der Hausmannschaft zusammen ansehen konnten, musste sie ihn normalerweise herschleifen. Jetzt konnte sich die Hufflepuff einfach keinen Reim draus machen und dieser Umstand führte dazu, dass es ihr eher suspekt war, dass sie hier draußen waren und sie eigentlich den einen oder anderen potentiellen Bruch der Schulregeln hinter diesem Verhalten vermutete oder vermutet hätte, wenn sie nicht diejenige gewesen wäre, die von ihnen dafür verantwortlich war, nur möglichst viele Schulregeln zu ignorieren.

„Es ist doch gar keiner da. Ich schwöre dir Lennox, wenn du an irgendwelche Schweinereien denkst, dann sprich das lieber nicht aus und ich tue so als wäre das hier nie vorgefallen“, gab sie sich relativ unbeeindruckt, ehe ihre Aufmerksamkeit von ihm auf den Besen gelenkt wurde. Hatte er den hier platziert in der weisen Voraussicht, dass er ihn brauchen würde? Nun, er hatte es zumindest für ein paar Sekunden geschafft die unzufriedene Elena zum Schweigen zu bringen, als sie ihn betrachtete, wie er sich auf den Besen setzte und abhob. Alleine das sah schon ganz anders aus, als wenn ein Quidditchspieler das machte, irgendwie unsicherer, obwohl Lennox sich wohl alle Mühe gab genau diesen Umstand zu überdecken. „Was willst du mir beweisen?“ Sie erhob ihre Stimme ein bisschen, weil sie irgendwie nicht mehr wirklich daran glaubte, dass er sie in dem baffen Flüsterton, den es normalerweise an der Zeit gewesen wäre anzuschlagen, überhaupt noch hören würde da oben. „Komm wieder runter da. Ich hab gesehen, dass du fliegen kannst“, ließ sie ihn im Anschluss noch wissen. Manchmal zog sie ihn ein kleines bisschen damit auf, dass er nicht in der Hausmannschaft war oder überhaupt nicht überlegte, sich zu bewerben und manchmal erwähnte sie auch, dass er wohl ein sehr schrecklicher Flieger sein musste, wenn er nicht mal in Erwägung zog sich zu bewerben, aber sie wollte ihn mit solchen Kommentare mehr foppen, als ernsthaft verletzen. Außerdem war sie selbst keine allzu große Fliegerin, da durfte man sowas schon sagen, ohne dass sich der andere dazu genötigt fühlen musste, einen Beweis welcher Art auch immer erbringen zu müssen. Vielleicht war das noch nicht bei ihm angekommen oder vielleicht war er auch ein bisschen zu stolz, um zu bemerken, dass er in diesem Fall nichts gewinnen würde können. Er konnte sich höchstens lächerlich machen, denn Tore gab es heute hier keine zu schießen, genauso wenig wie irgendwelche Ausweichmanöver vorzuführen. Er war alleine auf dem Feld ohne irgendeinen Ball oder einen Gegenspieler. „Du wirst dir noch das Genick brechen Lennox“ So wirklich gut war Elena nicht im Wahrsagen, deswegen belegte sie auch den Kurs nicht freiwillig, aber in diesem Fall zeigte schon die gesamte Körperhaltung des Montgomery, wo das ganze enden würde, auch wenn er selbst das vielleicht nicht so sah. Elena war sich eigentlich sehr sicher, dass ihre Prophezeiung zutreffen würde, sollte er nicht auf sie hören und wann in der Geschichte der Menschheit hatte ein Mann schon mal auf seine Freundin gehört? Wieder ein Fall mehr auf der Liste derer, deren Taten enden würden mit dem altbekannten Satz 'ich habs dir ja gesagt'. Lennox beschwor das herauf.
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#3
Er hatte es einfach nur satt. Ständig musste er sich anhören, wie toll dieser oder jener Quidditchspieler war, dass er es einfach nicht mehr hören konnte. Er musste nun beweisen, dass auch er fliegen konnte. Er musste sich einfach nur anstrengen, sich auf diesen dummen Besen setzen und fliegen. Was sollte daran so schwer sein? Lennox war zwar immer noch der Meinung, das Fliegen absolut dumm war, immerhin sollten Menschen nicht fliegen können, sonst hätten sie Flügel, doch wenn er auf diese Art und Weise zeigen konnte, dass er auch etwas drauf hatte. Dann würde er das tun. Es reichte ihm einfach nur noch und Elena schien es auch nicht zu bemerken. Vielleicht machte sie das auch extra, doch er merkte ja selbst, dass das immer wieder an seiner Männlichkeit kratzte, auch wenn er das nie offen zugegeben hätte. Doch sowas zuzugeben, war immerhin auch nicht männlich. Dabei ließ sich wohl schon darüber streiten, ob Lennox überhaupt männlich war. Er war doch noch ein halbes Kind, was sich einfach für cooler hielt, als es war und musste jetzt erkennen, dass das Leben manchmal eben nicht fair war und dass es Leute gab, die es einem wohl extra schwer machen wollten. Dabei hätte er eigentlich nie gedacht, dass Elena das extra machte. Doch scheinbar tat ihre Quidditchbessenheit ihr Übriges und schaffte es, ihn so noch mal in den Wahnsinn zu treiben. Wenn er nun also fliegen würde, würde sie ihn bestimmt mit anderen Augen sehen und einen ganz neuen Status bekommen. Zumindest war das sein Ziel, auch wenn er auch das nicht so genau aussprach. Er nahm sich das aber vor. Er musste einen Eindruck hinterlassen und ihr zeigen, dass es sich lohnte, mit ihm zusammen zu sein. Auch Lennox war eben bewusst, dass man seiner Freundin etwas bieten musste, er wollte sie immerhin nicht verlieren, auch wenn sich sowieso nur noch die Frage stellte, wann das nächste Mal Schluss sein würden. Schließlich hatten die beiden sowieso ihr ganz eigene Beziehung.

Natürlich hatte Elena keine Ahnung, was er vorhatte, doch genau so sollte es ja auch sein. Sonst wäre es ja keine Überraschung mehr gewesen, deswegen ging er auch gar nicht, auf ihre Worte ein, sondern dachte sich seinen Teil. Was dachte sie auch von ihm? So versaut war er dann auch nicht veranlagt. Doch er hatte nun keinen Kopf, sich darüber Gedanken zu machen, weil er schon viel zu sehr damit beschäftigt war, sich seine Angst nicht anmerken zu lassen und cool zu wirken. Er würde das durchziehen und sie für immer verstummen lassen! Er sagte auch nichts, als sie ihn direkt fragte, was er beweisen wollte. Schließlich sah sie das wenig später. Ja, er hatte es drauf. Er war in der Luft und sie würde stolz sein. „Wieso soll ich runter kommen? Ich habe alles im Griff“, rief er ihr entgegen und versuchte sich das wirklich genau so einzureden. Er würde ihr doch jetzt nicht sagen, dass es total wackelig war und dass er keine Ahnung mehr hatte, wie er wieder runterkommen sollte. Tz! Das würde er ihr nicht sagen! „Ach Schätzchen, ich hab das total im Griff“, rief er ihr noch zu und tat besonders selbstsicher. Er fühlte sich nicht so, doch das musste sie nun wirklich nicht wissen. Sie sollte den großen, tollen und starken Lennox sehen, der alles konnte. Eben auch fliegen! Und er war eben so cool, dass er auch mit einer Hand fliegen konnte. Natürlich war das zum Scheitern verurteilt. Es wurde wackelig und er hatte ja eben schon nicht mehr alles im Griff gehabt. Es war also eigentlich nur eine Frage der Zeit gewesen, wann er den Abflug machen würde und letztendlich blieb der eben auch nicht aus. Er verlor vollkommen das Gleichgewicht und segelte zu Boden. Das sah aber alles andere als galant aus, weil er einfach vom Besen viel und auf den Boden fiel. Da konnte m an nicht mehr cool oder sexy aussehen. Da sah man einfach scheiße bei aus! Und wenn man dann auch noch, auf den Arm fiel, konnte selbst der stärkste Kerl nicht mehr anders. „Scheiße“, jammerte er natürlich in männlicher Art und Weise und hielt sich den Arm, während er sich wehleidig auf dem Boden rumrollte und letztendlich auch noch den Besen gegen den Kopf bekam. Wieso gab es noch mal die Schwerkraft? Wer hatte die erfunden? „Scheiße“, sagte er nun wirklich gequält und verzog leicht das Gesicht. Wenn er darüber nachdachte, dass Elena nun alles gesehen hatte, fragte er sich wirklich kurz, ob es vielleicht die Möglichkeit gab, dass sie nichts gesehen hatte. Vielleicht hatte sie gerade weggeschaut oder sie hatte die Augen zu gemacht. Er hätte doch noch eine Chance haben können, oder nicht?
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#4
In dem Moment in dem Lennox ihr gesagt hatte, dass er eine Überraschung für sie hatte, hätte Elena schon klar sein müssen, dass hier irgendetwas falsch lief. Vielleicht aber hatte sie sich wirklich irgendwann mal der Hoffnung hingeben wollen, dass ein paar roter Rosen oder zumindest ein bisschen Schokolade auf sie warteten, sodass sie gar nicht erst darüber nachdenken hatte wollen, dass es sich am Ende doch nur um eine der Torheiten des Montgomery handeln konnte. Normalerweise brachten ihn keine zehn Pferde auch nur in die Nähe des Quidditchfeldes, auf das er sich so zielstrebig zubewegt hatte, wie die es an den Tagen, an denen die Spiele stattfanden, ganze Schülertrauben taten. Sie hätte wissen müssen, dass etwas faul war, denn Lennox nahm in Bezug auf Quidditch eine ziemlich stoische Antihaltung ein oder um es anders zu sagen: Er gab mehr auf Sportplätze an denen Muggel irgendwelchen Bällen hinterherliefen. Keine Besen, keine irren Verfolgungsjagden in der Luft und auch keine Klatscher, die einem das Leben zur Hölle machen konnten. Viel zu oft hatten sei die Diskussion geführt, was nun wirklich cooler war und viel zu oft hatten sie die Thematik aufs Neue vertagt. Elena hätte ja nicht ahnen können, dass ein einfaches Eingeständnis (auch wenn es vielleicht gar nicht so ehrlich gemeint gewesen war), ihr so Vieles hätte ersparen können, unter anderem auch diesen außerplanmäßigen Ausflug nach draußen, der vielleicht von vorn herein zum Scheitern verurteilt gewesen war, spätestens jedoch mit der Aktion in der sich Lennox auf einen Besen setzte. Das letzte Mal, dass Elena diesen Anblick gehabt hatte, war im Flugunerricht in der ersten Klasse gewesen und damals war sie selbst viel zu sehr damit beschäftigt gewesen, das Gefühl zu genießen, durch die Luft zu fliegen, sodass sie ihn nicht wirklich beobachtet hatte. Sie hatte ihm trotzdem bislang immer unterstellt, dass er seine Abneigung gegenüber Quidditch bloß ein Resultat aus seinen mangelnden Flugkünsten war. Jetzt gerade konnte sie sehen, dass sie recht hatte und so sehr sie dieses Gefühl doch normalerweise in gute Laune versetzte, so sehr konnte sie sich jetzt gerade nicht mal darauf konzentrieren, denn sie machte sich Sorgen, dass Lennox gleich einen Abflug machen würde, allerdings nicht in dem Sinne, in dem das mit einem Besen gedacht war.

„Sag nicht, dass ich dich nicht gewarnt hätte“, meinte die Hufflepuff schnippisch, wobei sie sich nicht sicher war, wie viele ihrer Worte eigentlich bei Lennox ankamen. Eindrucksvoller wäre es sicher gewesen, ihm die Meinung zu sagen, während sie beide festen Boden unter den Füßen hatten. In dem Fall hätte sie ihn nämlich auch neuerlich darauf hinweisen können, dass sie nicht darauf stand, von ihm irgendwelche Kosenamen zu bekommen und dass solche seine Situation auch nicht besser machten. Vielleicht hätte sie ihm auch noch in besser kindischer Manier sagen können, dass sie sicherlich nicht diejenige sein würde, die dann heulen würde, wenn er sich verletzte. Aber das alles war eben so viel eindrucksvoller, während nicht wirklich die Chance bestand, dass er sich weh tat. Elena biss kurz die Lippen zusammen, schob die Hände in die Jackentasche und war ernsthaft am Überlegen, ob sie ihren Freund einfach hier stehen lassen sollte. Wenn er sich schon mit viel Glück nicht weh tun sollte, war es trotzdem verdammt rücksichtslos sie hier allein zu lassen und beweisen tat er nichts. Lennox hätte es also auf jeden Fall verdient gehabt, in ihren Augen. Aber sie hatte gezögert und zwar genau den Moment zu viel, ansonsten wäre die Sache vielleicht noch ein wenig schlimmer ausgegangen. Nicht, dass es angenehm war, Lennox quasi wie in Zeitlupe vom Besen fallen zu sehen, es war sogar ein ziemlicher Schock, aber wenigstens war Lennox nicht alleine hier draußen, auch wenn Elena gerade keine Zeit hatte darüber nachzudenken. Sie konnte gar nicht denken, als sie zu ihm hinüberlief und sich in die Hocke sinken ließ. „Oh Gott Lennox!“ Sie wagte irgendwie nicht, ihn anzufassen, aus Angst ihm irgendwelche Schmerzen zuzufügen oder dergleichen. „Hast du dir weh getan?“, sprach Elena weiter, obwohl sie gleichzeitig auch wusste, dass es reichlich sinnlos war diese Frage zu stellen. Die Antwort war immerhin offenkundig. Wahrscheinlich war es gleichzeitig auch ein gutes Zeichen, dass er noch die Zeit und die Kraft hatte sich über den Sturz zu beschweren, obwohl es die Sechstklässlerin auch nicht sonderlich beruhigte. Ihre Mum hatte ihr immer gesagt, sie sollte doch irgendwann mal einen Erstehilfekurs belegen, aber mit Verweis auf die Möglichkeit Magie zu wirken, hatte die Ramirez immer abgelehnt. Jetzt wusste sie allerdings nicht wirklich, wie sie Lennox helfen sollte.
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#5
Es war abzusehen gewesen, dass er sich zum Idioten machen würde, doch Lennox hatte das scheinbar erst viel zu spät bemerkt. Er hatte sich viel eher unter seiner Überraschung etwas viel Cooleres vorgestellt, zumal er sowieso der Meinung war, dass er cool war. Er wollte Elena beeindrucken und wusste, dass es eine Chance gab, dass er sich blamieren würde. Am Ende hatte er diese Chance für zu klein gehalten und sich damit wirklich überschätzt. Doch welcher Kerl gab so etwas schon gerne zu? Eben! Niemand. Lennox hatte das voll im Griff. Er würde da oben etwas fliegen, er würde cool aussehen und Elena würde ihn noch mehr anhimmeln. Es war klar, dass diese Vorstellung nur in seinem Kopf vor sich ging, da sie sowieso schon unrealistisch war, doch auch der Hufflepuff durfte ja wohl mal träumen und tat es in diesem Zusammenhang auch. Vielleicht war er damit etwas sehr fern von der Realität, doch das störte ihn nicht, er hatte ja ein gutes Ende im Kopf gehabt und nicht damit gerechnet (oder viel mehr nicht gehofft), dass er einen Absturz hinlegen würde und damit sicherlich nicht mehr cool wirken würde. Wieso musste das auch so gemein hoch sein und wieso musste Elena Quidditch nur so geil finden? Konnte sie nicht etwas ungefährlicheres spannend finden, wie Schach? Nicht das Lennox Schach konnte, doch in dem Fall hätte er sich immerhin nicht alles gebrochen. Ja, sie sollte nur an ihm zweifeln, er würde es ihr noch zeigen. Zumindest hatte er das wirklich gedacht. Er saß auf dem Besen, er flog wirklich und na ja, er wollte zu viel. Das er abstürzte, war wirklich nur eine Frage der Zeit und dass sie ihn vorher noch gewarnt hatte, machte es nicht besser. Ja, sie hatte ihn gewarnt und er würde das nie anzweifeln, doch er hatte gehofft, dass er es hinbekommt, einfach um ihr etwas zu beweisen. Aber vielleicht auch, um sich selbst etwas zu beweisen.

Als er schließlich abstürzte und dann auch noch diesen Besen auf den Kopf bekam, musste er für sich festhalten, dass Fliegen wirklich bescheuert war. Deswegen mochte er Quidditch nicht. Er war absolut talentfrei, was das Fliegen anging und sich das einzugestehen, war für den Montgomery wirklich keine leichte Kost. Er war doch cool und konnte alles, oder? Wieso hatte diese Besenstiel ihm dann gerade also etwas anderes gezeigt? Lennox war gefrustet und das sah man ihm auch an. Gleichzeitig hatte er aber auch schmerzen und dachte gar nicht mehr darüber nach, cool zu wirken. Ihm tat alles weh und er musste einfach rumjammern. Das lag doch irgendwie in der Natur oder nicht? Elena musste das einfach verstehen! Zumindest schien sie ziemlich erschrocken zu sein, als er plötzlich auf dem Boden lag und sie schien sich auch zu sorgen. Sicherlich war das nicht in seinem Sinn gewesen und doch, konnte er es jetzt nicht mehr ändern. Immer noch wälzte er sich vollkommen unmännlich auf dem Boden herum und hielt dabei seinen Arm. Dieser tat furchtbar weh und er ahnte schon das Schlimmste. Und das alles nur, weil Fliegen einfach dumm war. Das lag natürlich nicht an ihm und seiner dummen Aktion. Nein! Er zog scharf die Luft ein und versuchte sich zu beruhigen, doch irgendwie gelang ihm das nicht wirklich. Er sah sie gequält an, hatte ernsthaft schmerzen und musste sich wohl auch noch eingestehen, dass er Mist gebaut hatte. „Ich würde jetzt gerne sagen, dass alles gut ist, aber mein Arm ist die Hölle“, sagte er ehrlich und wurde dabei leicht rot. Sicher war ihm das unangenehm und als ihm dann der Gedanke kam, dass er sich den Arm vielleicht sogar gebrochen hatte, wurde es nicht wirklich besser. Er wollte das nicht mal aussprechen, dabei hätte er es sich vielleicht sogar eingestehen sollen, denn eine andere Möglichkeit gab es kaum, oder? „Sag mir, dass ich mir nicht den scheiß Arm gebrochen habe“, sagte er in leichter Panik und wusste selbst, dass sie ihm nicht sagen konnte, was er hatte, doch sie konnte ihm zumindest die Hoffnung geben, oder? Auch wenn er dadurch nun wirklich nicht männlicher wirkte. Die Coolness hatte er sowieso schon längst verloren!
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#6
Wie wohl jedes weibliche Wesen auf diesem Planeten genoss auch Elena den Moment ein jedes Mal aufs Neue, wenn sie feststellen durfte, dass ihre Prophezeiung doch nicht ganz so weit hergeholt gewesen war, wie ihr ein Kerl unterstellt hatte oder mit anderen Worten: Sie genoss den Augenblick in dem sie schließlich sagen konnte, dass sie letzten Endes doch Recht behalten hatte und ihre Worte korrekt gewesen waren. Nur in einem Fall hätte sie sich wirklich gerne getäuscht und das nicht nur, weil es so verdammt unpassend gewesen wäre, dem unter Schmerzen stehenden Lennox in dieser Sekunde unter die Nase zu reiben, dass sie das alles kommen gesehen hatte und er besser mal auf sie gehört hätte. Sie hätte ihm gerne erspart die Lektion auf die harte Tour lernen zu müssen, aber das war logischer Weise nicht in ihrer Macht gestanden. Stattdessen hatte sie zusehen dürfen, wie der Hufflepuff vom Besen gefallen war. Natürlich war das kein Bild, das man in der magischen Welt nicht schon mal gesehen hätte, schließlich hatte so mancher Quidditchspieler aufgrund eines Klatschers aus viel größerer Höhe den Boden geküsst, aber dann waren das immer Menschen gewesen, die das Risiko willentlich auf sich genommen hatten und was noch viel wichtiger war: Es waren immer Leute gewesen, die Elena jetzt nicht unbedingt nahe gestanden hatte. Dass Lennox sich fast den Hals gebrochen hatte, das war auf andere Art und Weise belastend, besonders weil die Sechstklässlerin mit Ausnahme des Verletzten die einzige Person auf dem Quidditchfeld war und sie nicht unbedingt wusste, was zu tun war.

Jetzt war allerdings nicht nur der falsche Zeitpunkt um festzustellen, dass Lennox mal besser auf sie hätte hören sollen, sondern auch nicht die Sekunde um sich darüber aufzuregen, dass sie nichts von erster Hilfe verstand. Wahrscheinlich war nach allem was ihrem Bruder widerfahren war und den Verlustängsten, die Elena seither entwickelt hatte, das hier das denkbar schlechteste gewesen, was Lennox in die Wege leiten hätte können, um sich in ihr Gedächtnis zu schmuggeln, auch wenn man nicht davon ausgehen durfte, dass dieser Unfall hier seine Intention gewesen war. „Du bist so ein Dummkopf“ Vermutlich musste man den kleinen Ausbruch, der mehr panisch verzweifelt klang, denn wirklich bösartig, darauf schieben, dass ihre Nerven ohnehin gerade bis zum Äußersten gespannt waren und der Zerreißprobe nicht standzuhalten drohten. „Ganz ruhig bleiben okay?“, sprach die 16 Jährige weiter und ließ offen, ob sie wirklich mit Lennox redete oder aber ein motivierendes Selbstgespräch führte. Beides war durchaus im Bereich des Möglichen. „Denkst du dass du dich hinsetzen kannst, oder aufstehen, wenn ich dir helfe? Ich weiß nämlich sonst nicht, wie ich dich auf die Krankenstation bringen soll“, gestand sie sich ehrlich ein. Es bestand natürlich noch die Möglichkeit ins Schloss zurückzusprinten und einfach Hilfe zu holen, aber auch für diesen Fall wollte Elena zumindest wissen, dass Lennox nicht jeden Moment das Bewusstsein verlieren oder verbluten würde oder was auch immer man sich sonst noch für schreckliche Verletzungen zuziehen konnte, wenn man irgendwo runterfiel. Sie konnte sich zwar vorstellen, dass es vermutlich nicht unbedingt der Lohn war den Lennox sich erwartet hatte für diesen heldenmutigen Besenflug, vor aller Augen in die Krankenstation gebracht zu werden und dabei zu wimmern wie ein getretener Straßenhund, aber in erster Linie galt es sich jetzt nicht wirklich um seinen männlichen Stolz Sorgen zu machen, sondern darum, dass er wieder in Ordnung kam.
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#7
Sicherlich hatte Lennox sich das nicht so vorgestellt oder es so geplant gehabt. Er wollte doch cool wirken und so wie er nun auf dem Boden lag und sein Arm schmerzte, wirkte er wirklich nicht cool, sondern eher wie ein Idiot. Doch er war auch ein Idiot. Das konnte gar nicht gut ausgehen, da er einfach kein Talent fürs Fliegen hatte. Er hatte es einfach trotzdem gemacht und war damit auf die Schnauze geflogen und zwar im wahrste Sinne des Wortes. Nun lag er im Dreck und musste vor Elena schauen, dass er nicht noch zu weinen begann, denn dann wäre sein cooles Image wirklich endgültig. Er fragte sich in dem Moment, in dem er auf dem Boden lag, wieso er nicht einmal fliegen hatte können. Es wäre auch zu schön gewesen, ihr einmal zeigen zu können, dass er genau so gut war, wie ihre elenden Quidditchspieler. Wieso gab es diesen Sport überhaupt? Wer wollte sich so einen Mist überhaupt ansehen? Und wieso standen die Mädels auf Quidditchspieler? Lennox wollte das alles gar nicht verstehen und hatte sich an diesem Tag in den Kopf gesetzt, dass er dieses Thema durch seine Aktion endlich mal vom Tisch räumen würde. Er hatte in seiner Planung, diesen Sturz aber nicht bedacht und war deswegen auch nicht all zu glücklich von diesem Ausgang. Lennox hatte sich sicherlich nicht den Arm brechen wollen, doch genau so fühlte sich das alles an. Er hatte einfach keine Ahnung, wie man sich bei so einem Sturz richtig abrollte, weil er keine Ahnung vom Fliegen hatte. Dieser Ausgang zeigte doch nur mal wieder, dass er Mist gebaut hatte. Und das Schlimmste war wohl, dass Elena alles gesehen hatte und er in ihren Augen nun auch nicht cooler oder anziehender wirken musste. Eher noch bescheuerter und ja, zu dieser Erkenntnis kam auch der Montgomery.

Wenn er allerdings gewusst hätte, welche Gefühle er mit seiner Aktion noch in Elena hervorrufen würde, dann hätte er sicherlich darauf verzichtet. Er wollte sie nicht erschrecken oder gar so in Panik versetzen. Im Gegenteil, er hatte ihr wirklich nur etwas beweisen wollen. Dass sie ihn einen Dummkopf nannte, hatte er wirklich verdient und sie hatte ja auch recht, weswegen er nicht mehr dazu sagte. Schlimmer konnte es eh nicht mehr werden, oder? Als sie dann versuchte, ihn zu beruhigen, fiel ihm das erste Mal auf, dass auch sie vollkommen aufgelöst war. Er hielt sich immer noch schmerzverzerrt den Arm und sah sie entschuldigend an. „Mach dir keine Sorgen. Das wird schon wieder“, sagte er und wusste nicht, ob er damit nicht nur sie, sondern auch sich selbst beruhigen wollte. „Ich wollte dir keinen Schrecken einjagen“, sagte er ehrlich und vollkommen reumütig und hoffte, dass sie ihm glauben würde. Mehr konnte er doch sowieso nicht machen, oder? Er setzte sich schließlich auf, als sie ihn darum bat und nickte knapp, als sie weiter sprach. „Klar. Ich werde schon hochkommen“, sagte er zuversichtlich und versuchte dabei cool zu klingen. Dass er sich gerade nicht geil abstützen konnte und sie ihm sicherlich helfen musste, ließ er mal außen vor. Es ging ihm sowieso ein ganz anderer Gedanke durch den Kopf: Musste er wirklich auf die Krankenstation? Was war wenn gar nichts gebrochen war und er sich nur einen blauen Fleck zugezogen hatte? Lennox sah sie mit schief gelegtem Kopf an und versuchte den Schmerz runter zu schlucken und ihr nicht zu zeigen, dass er Schmerzen hatte und wie groß sie doch waren. „Denkst du echt, dass die Krankenstation notwendig ist. Ich meine, vielleicht ist es ja gar nicht so schlimm und morgen wieder vollkommen in Ordnung?“, fragte er hoffnungsvoll und schaffte es schließlich gemeinsam mit ihrer Hilfe aufzustehen. „Danke“, sagte er ehrlich und hielt immer noch seinen Arm. Er wollte einfach keinen gebrochenen Arm haben, würde es reichen, sich das nur dolle genug zu wünschen, um es verhindern zu können?
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#8
Als Lennox sie hierher gebracht und mit dem Besen herumgefuchelt hatte, hätte sie ihrer ersten Intention folgen sollen, das Fluggerät an sich zu nehmen oder ihm damit zu drohen ihn damit zu verprügeln, wenn er seinen dummen Plan in die Tat umsetzte, das wusste Elena jetzt. Dann hätte sie sich zwar anhören müssen, dass sie ihm nichts zutraute oder dass er natürlich sehr viel besser wusste, was er sich erlauben konnte, aber zumindest wäre er noch in einem Stück und hätte sich nicht verletzt. Was kam er nur auf die Idee sowas zu machen oder zu glauben, dass er sie damit beeindrucken konnte? Die Bezeichnung Dummkopf reichte eigentlich noch gar nicht aus um Lennox zu beschreiben, aber Elena hatte gerade auch andere Sorgen oder besser gesagt war sie zu beschäftigt damit sich Sorgen um ihn zu machen, als dass sie weiter darüber nachgrübeln hätte können, welches Nomen oder wahlweise auch Adjektiv ihn und diese Torheit genauer beschreiben konnte. Er hatte zwar Glück gehabt und sich offenkundig nicht den Hals gebrochen, aber dass nicht alles in Ordnung war, das konnte selbst Elena erkennen. Sie musste dafür sorgen, dass sich Miss Rosebaker um ihn kümmern konnte und das funktionierte auch nur, wenn sie es schaffte Lennox in den Krankenflügel zu verfrachten. Wie sie es angestellt hätte, wenn er nicht in der Lage gewesen wäre, aufzustehen, darüber wollte sich die Sechstklässlerin eigentlich gar nicht den Kopf zerbrechen. Es war auch so schon ein kleiner Kraftakt für sie beide den Hufflepuff auf die Beine zu stellen. Zudem ließ Elena ihn auch nicht los, als das geschafft war, nicht weil sie sich die Illusion machte, dass sie irgendwie die Kraft entwickeln könnte, ihn aufrecht zu halten, sollte ihm doch noch schwarz vor Augen werden, aber immerhin bildete sie sich ein im Zweifel dafür sorgen zu können, dass er nicht frontal auf den Boden prallte.

Was das anging würde sie garantiert keine Wiederworte seinerseits dulden. Genauso wenig wie im Bezug auf eine andere Sache. „Lennox du musst das kurz im Krankenflügel ansehen lassen, sonst ist morgen wahrscheinlich gar nichts gut“, verlautbarte sie, ohne auf die unschönen Dinge wie Prellungen und blaue Flecken einzugehen, die ihr gerade durch den Kopf gingen. Es würde schon alles wieder gut werden, die Schulheilerin würde sich um Lennox kümmern und dann konnte Elena ihn wieder in den Krankenflügel verfrachten, wenn sie ihm nämlich den Kopf deswegen wusch, dass er das überhaupt gemacht hatte. Auch so ein Punkt über den sie sich eigentlich erst Gedanken machen konnte, nachdem ihr vom der Heilerin glaubhaft versichert worden war, dass alles nicht so schlimm war. Vorher würde sie ohnehin nicht aufhören sich Sorgen zu machen. Tat sie jetzt schon. Wahrscheinlich hatte sie einen Puls wie ein Spitzensportler im Wettkampf und würde deswegen selbst aus den Latschen kippen, einfach nur weil sie die Situation derart in Aufregung und Panik versetzt hatte. Aber irgendwer musste ja die Nerven bewahren und halbwegs rational handeln, jedenfalls sagte sich Elena das auf dem Weg zurück ins Schloss so lange vor, das nur quälend langsam näher zu kommen schien. Irgendwie logisch, schließlich waren sie beide nicht unbedingt in der Lage einen verdammten Sprint hinzulegen. Diese Überlegung und der Satz „Du sagst mir, wenn du eine Pause brauchst ja?“, den sie in regelmäßigen Abständen wiederholte war schließlich das einzige, das sie irgendwie bei der Stange hielt. Warum lief ausgerechnet heute niemand hier draußen rum, wenn man das mal gebrauchen konnte? Achja richtig, weil sie alle beim Essen waren. Idealer Zeitpunkt. Wie sie es zurück schafften, wusste Elena im Nachhinein gar nicht mehr so wirklich, auch nicht wie sie Miss Rosebaker ausfindig machte, um ihr Lennox zu übergeben. Am liebsten wäre sie gar nicht von seiner Seite gewichen.
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