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I don't have an attitude problem
August&Cerberus&Silvius |14.Okt| Raum für Zauberschach
Cerberus Malfoy, August Wellington, Silvius Carrow 14.10.14 Raum für Zauberschach
#1

Gus&Cerb&Silv 14.Oktober 19.00 Uhr Zauberschach AG Raum



"Schachmatt!", ohne den sonst so bekannten, urteilenden Unterton, durchschnitt, der schottische Akzent die angenehme Stille im Raum. In einer fließenden Bewegung strichen die schlanken Finger in malfoy'scher Manier über den Rand des Brettes, während sich seine Figur, auf seinen Befehl hin aus ihrer Starre löste und die letzte Verteidigung seiner Gegnerin zerschmetterte. Fassungslos starrte die Ravenclaw auf das Spielbrett und die Niederlage ihrer Bastion. Mit einem genervten Schnauben und rollenden Augen, erhob sich die Brünette von dem Sessel am Fenster und schien nicht begeistert zu sein, verloren zu haben. Cerberus Malfoy war dies, wie so vieles was seine Mitschüler anging, gleichgültig. Er hatte eine Partie spielen wollen, auf ein wenig Anstrengung gehofft, doch nach wenigen Zügen, hatte er das vernichtende Urteil bereits gefällt und es beendet. Besonnen und ohne jegliche Hektik, baute der Slytherin die Figuren mit einem Zauber wieder auf, als die hellen Augen, einen Blick, durch das Fenster wagten. Es war Cerberus Lieblingsplatz in diesem Zimmer und bis jetzt, hatte es noch niemand gewagt diesen zu beanstanden, wenn er hier war. Man hatte einen guten Überblick über das gemütliche Zimmer, mit den Sesseln und den Spielfeldern, saß im Winter nah genug am Kamin und im Sommer direkt am Fenster. Die ideale Voraussetzung für ihn. Pompös und eindrucksvoll, bahnten sich die letzten Sonnenstrahlen des Tages ihren Weg durch die Wolken und tauchten die malerische Ländereien Hogwarts weichem Glanz. Edel ragte das alte Schloss aus längst vergessenen Zeiten, empor, als das letzte Lichtspiel verschwand und sich ein atemberaubender Sonnenuntergang durch die Wolkendecke bahnte. Cerberus hatte für solchen Kitsch nicht viel übrig es signalisierte ihm aber, dass er mal wieder das Abendessen verpasst hatte. In letzter Zeit vergaß er es oft, er würde sich gleich etwas holen oder einfach drauf hoffen, dass ihm sein bester Freund etwas mitbringen würde. Tänzelnd erstreckte sich die Strahlen der untergehenden Sonne über die Landschaft und brachen sich in dem kunstvollen Buntglas, sodass ein facettenreiches Lichtspiel entstand, von dem sich Cerberus nicht lösen konnte. So beseelt bemerkte der Slytherin erst, dass die Ravenclaw, den Raum verlassen hatte, als das Echo der zuknallenden Tür den Raum erfüllte.
Ohne den Kopf zu strecken, vermutete er, dass er allein in dem Raum war, schien aber zu faul zu sein um seine Vermutung zu bestätigen, da er seinen reinblütigen Hintern aus dem gemütlichen Sessel heben müsste um nachzusehen, ob sich nicht der ein oder andere Spieler hinter dem imposanten Regal befand. Nur ein kurzer Blick wurde auf die Uhr geworfen, als der Raum sich abdunkelte, da die Sonne nun gänzlich am Horizont, hinter den Ländereien verschwand und das Kaminfeuer, wie nicht anderes zu erwarten, wie von Zauberhand sich entzündete. Eine wollige Wärme breitete sich in dem urigen, aber verwinkelten Raum an, der jedem Grüppchen ein wenig Privatsphäre gönnte, anderes als wenn sie AG hatten und jeder gegen jeden spielte. Gelangweilt, lehnte sich der Malfoy Spross zurück und griff nach der Figur des Bauers. Nicht ausschließlich selbstverständlich, jedoch musste Cerberus, diese Unannehmlichkeit hinnehmen, denn wie es schien, gab es weder einen weiteren Spielpartner, noch die Aussicht darauf, dass Nero die zusätzlichen Astronomiestunde versäumte. Heute war einer der wenigen Tage, wo es nicht regnete, oder der Himmel durch eine undurchdringbare Wolkendecke verdeckt war, beste Voraussetzungen für diesen Kurs, man musste wohl jede Chance nutzen. Er könnte lernen, seine Hausaufgaben,hatte er alle erledigt, also kratzte Cerberus sich nachdenklich über sein Kinn. Wie er so etwas verabscheute.

Der blonde Junge streckte sich ausgiebig und lockerte mit einem Wink seiner Hand die adrett gebundene Krawatte. Cerberus war stets drauf bedacht, ein ordentliches, aber nicht zu geschniegeltes Bild von sich zu geben. Man musste weder wohlhabend, noch eine arme Kirchenmaus sein um zu zeigen, dass man Wert drauf legte ein gepflegtes Erscheinungsbild zu präsentieren. Die fast weißen Haare, waren ordentlich, aber nicht streng zurückgekämmt und nur leicht an der Seite ein wenig abstehend, da er eben, seinen Pullunder ausgezogen hatte, da ihm warm war. Die Hauselfen leisteten hervorragende Arbeit, da er keine einzige Falte in dem weißen Hemd vorzuweisen hatte. Cerberus war so beschäftigt damit, alle möglichen Interaktionen in seinem Kopf durchzugehen, dass er nicht bemerkte, dass er nicht wie angenommen, alleine war. Es blieb ihm also abermals nichts anderes übrig, als doch aufzustehen und seine Sachen zu packen. Mit knapp 1,80 konnte er mühelos den Raum überblicken und nahm in der Ecke Bewegung feststellte.Die blonden Augenbrauen hoben sich ein Ideechen, während er sondiert nach Anzeichen suchte, ob er die Person auf Anhieb erkannte. Wellington. Der rote Haarschopf lugte zwischen dem Regal auf und soweit er feststellen konnte, schien der Ravenclaw in keinster Gesellschaft zu sitzen. "Wellington, das ist der Raum für Zauberschach, deine Hausaufgaben kannst du auch im Gemeinschaftsraum machen!", brummte die Stimme des Schotten mit mehr Volumen durch den Raum. Cerberus hatte nur geraten, wobei er nachvollziehen konnte, dass man hier mehr Ruhe hatte, als in den jeweiligen Hausräumlichkeiten. Indirekt war es aber eine Aufforderung, dass wenn er keine offene Partie hatte, er ihm doch bitte Gesellschaft leisten sollte. Ob Gus, diesen Wink verstand, wartete Malfoy gar nicht erst ab. Mit wenigen Schritte, durchquerte er das Zimmer und lehnte sich an das massive Regal, dass mühelos das Gewicht des Slytherin abfederte und ihm sicheren stand bot. Träge aber nicht unaufmerksam ruhten die hellen Augen auf der Gestalt des Ravenclaw und während er seine Arme vor der Brust verschränkte, erhob er wieder das Wort. " Du könntest statt dessen die Reputation über dein Haus retten und mir beweisen, dass ihr nicht alle auswendig lernt, sondern auch euren Kopf benutzt!"
Abwesend
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#2
Das Schuljahr war erst wenige Wochen alt und trotzdem hatte sich Gus Gefühlswelt schon einmal komplett auf den Kopf gestellt. Da war Erstens einmal Cassian, den er von den Sommerferien her kannte und der nun plötzlich mit der Ashwood-Delegation nach Hogwarts gereist war, dann war da Molly mit ihrer Vorliebe für einen ganz bestimmten Durmstrangschüler und Lexie, die es tatsächlich auch mal erwischt zu haben schien. Die drei Ravenclaw standen im Moment wohl ganz schön neben sich und das obwohl doch dieses Jahr das Allerwichtigste von allen war. Gus jedenfalls hatte nicht vor nur mit einer genügenden Note aus Hogwarts heraus zu spazieren. Er wollte sein Bestes geben und dafür natürlich auch Bestnoten kassieren. Er hatte früher nie gross Wert darauf gelegt, ob seine Arbeiten gut oder schlecht bewertet wurden, aber je mehr er gemerkt hatte, wie gut ihm gewisse Fächer lagen - Zaubertränke mal ganz ausgeschlossen - desto ehrgeiziger war er geworden. Da er früh gewusst hatte, dass er Heiler werden wollte, hatte er sich auch prima nur auf die dafür notwendigen Fächer konzentrieren können. Und war damit auch recht gut gefahren. Wenn ihm seine Zuneigung zu Cassian - und das war masslos untertrieben, wenn man es nur als Zuneigung betitelte - keinen Strich durch die Rechnung machte, würde er mit genau den UTZ Ergebnissen Hogwarts verlassen, die er sich gewünscht hatte.

Eigentlich war der Raum in dem er sich gerade befand für die Zauberschach AG reserviert und die fand Heute nicht statt, aber für Gus war es eine prima Gelegenheit um ungestört die Beiden Kapitel zu lesen, die er bis nächste Woche gelesen haben musste. Er hatte schon wieder das Gefühl, dass er mit den Hausaufgaben nicht hinterher kam, obwohl das eine glatte Lüge war und er genau wusste, dass er sich nur selbst Stress machte. Er hatte noch überhaupt nie seine Hausaufgaben vergessen, ausser einmal, als er so hohes Fieber gehabt hatte, dass er statt dem Klassenzimmer den Krankenflügel aufgesucht hatte. Und selbst das hatte ihm der Professor verziehen. Er stand also mit einer tadellosen Bilanz da und musste sich auch gar keine Sorgen machen, dass sich das in den letzten paar Monaten noch änderte.
Er kam allerdings bei dem Gedanken nicht darum herum kurz zu seufzten, weil er wusste wie sehr er Hogwarts nach seiner Schulzeit vermissen würde. Er hatte all seine Freunde hier, Zuhause gab es keine Zauberer, seine Eltern waren Beide Muggel und verstanden meist nur die Hälfte von dem was er ihnen von der Schule erzählte. Sein Bruder war da schon der bessere Zuhörer, auch wenn der mit seinem Studium mehr als genug beschäftigt war. Das nahm Gus ihm aber auch nicht übel. Artemis würde immer eine Vorbildfunktion für ihn haben.

Als Jemand seinen Namen rief, drehte der 17-Jährige sich erschrocken in seinem Sessel um und blickte neben der Rückenlehne vorbei nach hinten, wo er Cerberus Malfoy erkennen konnte. "Malfoy" kam es überrascht, aber trotzdem trocken aus seinem Mund und er musterte den blondhaarigen Slytherin kurz. Sie besuchten viele der Kurse gemeinsam und auch in der Zauberschach AG sahen sie sich wöchentlich. Und trotzdem waren sie Beide nie wirkliche Freunde geworden. Cerberus war äusserst intelligent und Gus konnte sich gut erinnern, dass sie in den unteren Klassen oft die Einzigen gewesen waren, die eine Antwort auf eine bestimmte Frage gewusst hatten. Und trotzdem waren sie sich immer irgendwie aus dem Weg gegangen. Vielleicht lag das auch daran, dass man ihm ziemlich früh geraten hatte, er solle sich von einem Malfoyspross fernhalten. Diese Reinblüter waren doch sowieso alle gleich. Jetzt wo er darüber nachdachte kam es ihm reichlich dumm vor, immerhin verstand er sich mit anderen Slytherins hervorragend.

Bevor er noch etwas in Cerberus Richtung sagen konnte, hatte der bereits den Raum durchquert und lehnte sich nun an das Regal an, das wenige Meter neben seinem Tisch stand. "Willst du dich setzen?" frage der Ravenclaw schliesslich und war sich nicht sicher, ob er selbst das wirklich wollte oder nicht. Klar, er hatte noch genügend Zeit in seinem Buch zu lesen, aber im Moment war es doch recht angenehm gewesen und er hatte die Stille genossen. Er hatte sich auch gar nicht überlegt, ob noch Jemand hier war oder nicht, obwohl er anfangs als er reingekommen war Notiz davon genommen hatte, dass andere Schüler hier Zauberschach spielten. Sein Blick fiel auf das säuberlich aufgebaute Schachbrett vor ihm, wanderte zu dem gegenüberstehenden leeren Sessel und schliesslich wieder zurück zu Malfoy, der am Regal angelehnt stand.
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#3
Tadelnd, verzog der Malfoy die Lippen, als hätte sich August im Ton vergriffen, doch würde er die Reputation seiner Erziehung beschmutzen, wenn er ihn nicht korrigieren würde. Mit einem Ausfallschritt , lehnte sich Cerberus mit einer Hand, auf der einladenden Armstütze ab, während er mit der anderen synchron hinter August griff und ihm so aus dem Winkel, das Buch aus der Hand entwenden konnte. Malfoy hatte sich noch nie vor Körperkontakt gescheut, er hatte früh gelernt, das Körpersprache ein sehr mächtiges Werkzeug war. Die blassen Finger ruhten in einer beschützenden Geste stützend unter dem Einband des Buches, bevor er eben jenes, laut neben August' Ohr zuklappen lies. Minuziös studierten die hellen Augen, das Gesicht des Iren, dass sich nur wenige Zentimeter vor seinem eigenen befand. Schweigend und eine Spur neckend, kostete er dieses Eindringen aus, wenngleich keine böse Absicht dahinter steckte. Cerberus war jedoch nicht von August Seite gewichen und hing nach wie vor halb über ihm. Der Slytherin spielte allzu gerne mit der persönlichen Distanzzonen, sofern sie von ihm aus gingen und er so seine gewünschte Reaktion erhielt. Dass er dabei die Komfortzone Wellingtons erneut penetrierte, juckte ihn so viel, wie die Frage, was es morgen zu essen gab. Ein unheilvolles Lächeln umspielte die vollen Lippen, welches auch die lichtblauen Augen erreichte. Elegant löste er sich von August und dem Sessel, und platzierte sich neben den kleinen Tisch, nur um sich dort mit einer Gesäßhälfte anzulehnen. Das Buch ruhte friedlich, als wäre es sein eigenes, in seinen Händen und wurde an seinen unteren Bauch gedrückt, bevor er ihn wieder ins Visier nahm.

Auffordernd hafteten nun der stechende Blick auf dem Gesicht des Ravenclaws. Cerberus war niemand der einen Mitschüler aus bloßer Herablassung diskriminierte, aber seine genetische Prädisposition zeigte sich deutlich in solchen Momenten, wo er durch eine eindeutige Körpersprache und in Grauzone liegenden Bemerkungen, etwas zu seinen Gunsten verlangte. "Dafür müsste ich erneut rüber gehen, meine Sachen packen und wieder zu dir kommen!", klärte der Blonde, August nun über seinen begangen Fehler auf, mit einer faden Spur arroganter Eitelkeit, die dazu aufforderte ihm Dankbar zu sein, dass er sich die Mühe machte, ihn darauf Hinzuweisen. "Du siehst, es wäre wesentlich empirischer Natur, dass du zu mir rüber kommst… zu dem willst du sicherlich dein Buch wieder haben!". Ein trockenes, aber triumphierendes Schmunzeln, dass man nur in seinen Augen sah, huschte über die aristokratischen Gesichtszüge, als er sich wieder vom Tisch abstieß und mit gemütlichen, wenngleich resoluten Schritten, seinen eigenen Platz wieder aufsuchte. August Wellington, war ein Ravenclaw aus seinem Jahrgang, der insofern positiv in seiner Erinnerung geblieben war, dass er eben nicht auffiel. Wellington hatte das unfassbare Glück, dass sie dieselben Kurse besuchten und er nicht tagtäglich bewies, dass er ein Troll war. Hätten sie nicht diverse Kurse gemeinsam belegt, wüsste er vermutlich nichts von seiner Existenz. Der Umstand so harsch er klingen mochte, war für Cerberus ein massiv, positiver Zuspruch um den sich August wahrlich begünstigt schätzen konnte. Es gab für den Spross der alten Familie demnach keinen Grund einen Disput mit ihm zu starten, da er immerhin ein angenehmer Schachgegner war, der ihn nicht nach wenigen Wimpernschlägen ermüdete und einen gelangweilten Gesichtsausdruck erntete. Die Eventualität der Kausalität, dass August diese Handlung als Angriff wertete, würde letztendlich ein weiteres Puzzleteil sein, ihn einzuschätzen. Zu seinem eigenen Wohl, sollte also genau zwischen den Zeilen lesen und der Einladung sich zu ihm zusetzten annehmen. Cerberus war sich sicher, dass er diesen Wink verstand, es dominierte eben die leicht distanzierte Art, die seinen Charakter ausmachte, jedoch mehr Labsal beherbergte, als es die Worte vermuten ließen. Jeder der die ein oder andere Sekunde darüber philosophierte, wie es gemeint sein könnte und zu dem Schluss kam, es diente der Degradierung, irrte sich vollends. Es war seine Art Kontakt zu pflegen, lediglich nach seinen Bedingungen.

Es war der obligatorisch, arrogante Hochmut der Noblesse die Cerberus nicht gewillt war abzulegen und sollte Wellington dieser Folge leisten wäre dies, eine Resonanz dezenter Euphorie. Sichtlich übertrieben, denn Malfoy war niemand, der dazu neigte zu Lächeln oder zu Lachen, außer er fühlte sich unbeobachtet. Wenngleich es die Offensichtlichkeit schien, dass August durch seinen Intellekt und reservierte Art, weit weniger einem Urteil unterliegen musste fügte er leise, aber deutlich leise hinzu."Wellington, ich warte nicht auf jeden!". Der Slytherin drehte sich nicht herum, als er das Buch des Gingerheads auf den freien Sessel legte um sich selbst gegenüber zu platzieren. Adrett krempelte er die Ärmel hoch, nach dem er die Manschetten geöffnet hatte, da es doch ziemlich warm, neben dem Kamin war. Erst jetzt ließ sich Cerberus herab, den Titel auf dem Einband zu lesen und die feinen Augenbrauen zogen sich zusammen. Er kannte das Buch, weswegen er direkt in seine Tasche griff und ein altes Buch heraus holte. Der Einband war kaum zu entziffern und es schien kein übliches Schulexemplar zu sein. Diese Annahme bestätigte sich, dadurch, dass es aus Malfoys Privatbesitz stammt."Wenn du Interesse an Zusatzinformation betreffend des Buches hast, ich habe eine Ausgabe, die näher auf die einzelne Thematik eingeht!", kam es salopp über die vollen Lippen, welche eine Aufklärung über die ganze Neckerei machten und es einfach nur Malfoys neutral freundliche Art war. Ohne die Antwort abzuwarten, legte er ihm das Buch hin, wissend, dass es bei August gut aufgehoben war. Sein Onkel hatte es ihm vergangenes Jahr aus Kanada mitgebracht, da er es für eine Schulaufgabe benötigt hatte. Er hatte eigentlich vorgehabt, es mit anderen Büchern nach Hause zu schicken, da sie nur unnötig Platz wegnahmen.
Abwesend
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#4
Es gab nicht viele Dinge die August wirklich hasste, aber wenn man ihm das Buch, SEIN Buch aus der Hand riss, dann gehörte das dazu. Der Ravenclaw verstand für einen kurzen Moment die Welt nicht mehr und musste sich schwer zusammen reissen, um nicht etwas Böses in Malfoys Richtung zu sagen. Er konnte sich aber im nächsten Moment glücklicherweise schon wieder beherrschen und schnaubte nur leise. Sein Blick war auf das Schachfeld vor ihm auf dem Tisch gerichtet und er wartete darauf, dass Cerberus sich wenigstens ein Stückchen von ihm entfernte und nicht noch lange so stehen blieb. Er hatte keine Probleme mit Nähe, aber wenn man ihm gerade das Buch geklaut hatte und zudem noch Cerberus Malfoy war, dann war es vielleicht ganz gut, wenn man ein kleines bisschen Abstand hielt. Der Blondhaarige war ihm im ersten Moment schon schräg rübergekommen mit seiner viel zu selbstbewussten Art und jetzt bereute Gus, dass er ihm überhaupt geantwortet und nicht einfach in Ruhe sein Buch weitergelesen hatte. Das Buch, das sich nun in den Fingern des Slytherins befand, der sich inzwischen einige Schritte entfernt und gegen den Tisch gelehnt hatte. Erst jetzt schielte der 17-Jährige zu seinem Gesprächspartner herüber und schaute ihn mit einem leeren Blick an.

Spielte Cerberus hier gerade Katz und Maus mit ihm? Wenn ja, dann war er der Einzige im Raum der es lustig fand, denn je öfter der Slytherin etwas sagte, desto mehr fragte sich Gus warum er überhaupt eine Konversation mit ihm begonnen hatte. Und ihm fiel gleichzeitig ein, dass es wohl offensichtlich (mindestens) einen guten Grund gab, warum sie über all die Jahre nie Freunde geworden waren.
Natürlich hätte er die leicht übertriebene und vor allem eitle Art seines Mitschülers auf die leichte Schulter nehmen können, aber dafür hatte er die stillen Momente zuvor mit seinem Buch einfach als zu schön empfunden und fühlte sich nun so, als hätte Cerberus ihm genau das weggenommen. Und das war nicht gerecht.
"Mach damit was du willst" nuschelte der Ravenclaw dann und es interessierte ihn überhaupt nicht, ob Cerberus ihn gehört hatte, dieser hatte sich nämlich gerade wieder in Bewegung gesetzt und war zurück zu seinem Platz gegangen. Möchte er jetzt, dass ich mich zu ihm setze, wo er sich doch gerade hier hin hätte setzen können? Gus legte die Stirn in Falten und kam zu dem Entschluss, dass ihm der Malfoy ein Rätsel war. Er sah alles für so vollkommen selbstverständlich an, was einerseits vielleicht eine ganz nette Eigenschaft war, andererseits in seinem Fall aber doch recht überheblich rüberkam und Gus nicht gerade dazu verleitete mehr Zeit mit ihm verbringen zu wollen. Oder gar aufzustehen und sich gegenüber von Cerberus in den Sessel zu setzen, um vielleicht (vielleicht aber auch nicht) dann eine Partie Zauberschach mit ihm spielen zu können.

Perplex öffnete Gus seinen Mund, als er die folgenden Worte seines Gesprächspartners hörte, schloss diesen dann aber wieder, da es ihm doch gerade tatsächlich die Sprache verschlagen hatte. Wie bitte was? "Niemand hat dich gezwungen auf mich zu warten." kam Gus trockene Antwort schliesslich nur wenige Sekunden später, gerade noch so schnell, dass er es selbst als 'schlagfertig' bezeichnen konnte. Er schüttelte nur den Kopf und schmollte weiter ein wenig vor sich hin, während er mit seinen blauen Augen wieder das Schachbrett vor sich fixierte. Gut, Malfoy hatte ihn schon so sehr abgelenkt, dass er sich jetzt eigentlich auch gleich zu ihm herüber gesellen konnte, aber er wollte nicht einfach so nach der Pfeife von Jemand anderem tanzen, erst recht nicht, wenn es Jemand wie Cerberus war. Jemand, der einen gewissen Ruf hatte im Schloss und der diesen vielleicht auch nicht ganz unverdient bekommen hatte.
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#5
Cerberus wiegte sich in dem Wissen, dass August seiner freundlichen Einladung bald folgen würde, immerhin hatte er ihn höfflich darauf hingewiesen, was er erwartete Entspannt lehnte sich der Malfoy Erbe zurück in den gemütlichen Ohrensessel und gönnte sich den Luxus seine schweren Augenlider für einen Moment zu schließen. Leicht warfen die langen, schwarzen Wimpern Schatten auf die blassen Wangen des Slytherins und kennzeichneten die anstrengende Last des Wartens, welche durch ein Zucken der feingeschwungenen Augenbraue verdeutlicht wurde. Das Knistern des Kaminfeuers, war eine beruhigende Melodie und versprach dem Zuhörer völligen Einklang mit sich selber. Nur die immerwährende Hitze schien den Jungen daran zu hindern, sich restlos zu entspannen, da die Wärme dafür sorgte, dass sich seine Wangen rot färbten und seine aristokratische Blässe brachen.
Er kam nicht.
Ravenclaw, pah, dass er nicht lachte. Manchmal fragte sich Cerberus, ob Ravenclaw, lediglich ein Synonym für Begriffsstutzigkeit zu sein schien. Vermutlich. Genervt, aber keine Spur aggressiv, schnalzte der weißhaarige Junge mit der Zunge, bevor die mahnenden Worte um Gehör baten. "Wellington, beweg doch einfach deinen Hintern hier rüber, oder hast du Angst, dass ich dich auffresse?", fragte er sichtlich amüsiert und strich sich mit der Hand über das müde Gesicht und schüttelte lediglich sein Haupt. Oft wurde ihm gewahr, dass er zu nachsichtig schien, er seinen Mitschülern zu viele Freiheiten bewilligte, denn keiner von ihnen hielt es für nötig, Anstand und Etikette im alltäglichen Leben zu benutzen. Es war eine veraltete Methode, einige würden es als altbacken bezeichnen, aber Cerberus blieb dem totalitären Drill seiner Erziehung treu. Erst gestern, hatte Isabella Hastings seine Geduld, auf eben jene gleiche Probe gestellt und die gesammelte Ladung seiner Resonanz zu spüren bekommen. Von Herondale nicht zu schweigen, der stumme Junge hatte ihn erst heute Morgen drangsaliert. Die Türen zum Waschraum öffneten sich, aber auch nicht erst seit gestern nach außen. Cerberus hatte es schon nicht leicht. Gab es vielleicht einen Wettstreit, wer es schaffte den jungen Malfoy Spross aus der Reserve zu locken? Hastings hatte es immerhin geschafft ihn dazu zu bewegen, ihr verbal zu Drohen und sie in die Ecke gedrängt. Herondale, war der unangefochtene König, das stand fest. Wellington war von diesem Zustand noch mindestens einen unsagbar dämlichen Kommentar entfernt. Die Nasenwurzel wurde mit Daumen und Zeigefinger massiert, als ein Schnauben, die vollen Lippen verließ, mental konnte er eine weitere Person von seinem Dossier streichen. Schade. Doch noch war er nicht gewillt, das Angebot zurückzuziehen. Er würde einen Wimpernschlag lang warten.

Die erste Sekunde verging ohne jegliche Regung von August. Die zweite Sekunde verging und Cerberus fragte sich, ob er nicht deutlich genug gewesen war, oder hätte er freundlicher sein müssen? Sollten seine Freunde recht behalten und er drückte sich unkonventionell aus? Nein, der Rest konnte nur minderbemittelt sein, um zwischen den Zeilen verstehen zu können, was er verlangte. Er würde sich nicht wiederholen, das Zugeständnis würde bedeuten, August Wellington zu degradieren und in eine Kategorie zu stecken, in der sich bereits der ganze Rest der Hogwarts Sippschaft befand. Nicht mehr als fünf Minuten würde der Slytherin warten, bevor er für sich entschloss, sich anderweitig zu beschäftigen. Das Wellington diesen Schritt machte, bezweifelte er, da er noch dessen Buch in seiner Obhut hatte und es sicherlich wiederhaben wollte. Die Last diese Bürde zu tragen und einen seiner Mitschüler zu erziehen, wurde in den heutigen Kreisen leider nicht genug gewürdigt, an ihm ging ein wahrlich hervorragender Vertrauensschüler vorbei. Ob Durmstrang doch die bessere Schule gewesen wäre? Wo barbarische und totalitäre Erziehungsmethoden Tagesordnung waren und die Schüler gesittet auf Individualität verzichteten, das Leben wäre so einfach gewesen. Seine Gedanken, brachten ihn aber bei seinem aktuellen Disput kaum weiter. August war kein Durmstrang und leider Merlinswillen besaß er keinen Anstand. Die schlanken Finger griffen nach seinem Zauberstab, welcher immer griffbereit in seiner Nähe ruhte. Das kühle Holz schmiegte sich an seine Haut und schien die perfekte Passform zu haben, der Griff war weder zu schmal noch unhandlich und wies das ideale Gewicht auf. Ohne ihn eines Blickes zu würdigen, fuhr er mit der Kuppe seines Daumens dem Relief nach, welches eine Kerbe aus längst vergessenen Tagen aufzuweisen hatte. Leise, kaum hörbar flüsterte er einen Zauber, mit der dazugehörigen Handbewegung um die Habseligkeiten von August Wellington in Bewegung zu setzten. Im selbigen Takt wie Cerberus seinen Zauberstab schwang, tänzelten, die Schultasche, der Schal und der Mantel frohlockend in der Luft in seine Richtung.

" Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, muss der Berg zum Propheten kommen!", ha! Ein Muggelsprichwort. Man konnte es Cerberus nicht ansehen, da sich die unerschütterliche Mimik des stolzen Slytherins nicht ein Ideechen regte, doch innerlich feierte er es, diesen Satz in der passenden Situation gebracht zu haben. Nicht, dass Malfoy, Wellington eingestehen wollte, er sei der unbezwingbare Berg, viel mehr war es auf die zweite Deutung gerichtet, dass eben eine andere Lösung in Erwägung gezogen werden musste. Wenn der Berg in diesem Sinne Wellington , seiner freundlich formulierten Einladung zum Schach nicht richtig deuten konnte. Triumphierend, zierte eins der äußerst seltenen Lächeln, die feinen Gesichtszüge des Schotten. Cerberus lächelte nie, entweder weil es nichts zu belächeln gab, oder weil er der Meinung war man könne es falsch deuten. Die Freude unterdrückend, klang seine Stimme monoton und fast gelangweilt, nur zum Ende hin, konnte man, wenn man genau lauschte einen süffisanten, fast gehässigen Schwanker erahnen. Die Schultasche, der fürchterlich blaue Schal und der Mantel des Ravenclaw, falteten sich gediegen auf der Armlehne des freien Sessels und schien einladend auf seinen Besitzer zu warten.
Abwesend
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#6
Eigentlich recht amüsiert und an bester Laune erfreut – Schadenfreude war eben doch noch immer die schönste Freude - öffnete Silvius just in dem Moment die Tür zum Schachspielraum, als Schultasche, Schal und Mantel durch die Luft glitten und sich auf der Armlehne eines Sessels, der unweit von dem Möbelstück entfernt stand, auf welches Cerberus sich niedergelassen hatte, sorgsam zusammenfalteten. Eine Augenbraue in die Höhe gezogen, betrachtete Silv die Szene, während er sich zunächst mit der Schulter gegen den Türrahmen lehnte, um danach die Arme vor der Brust zu verschränken und sich erstmal einen Überblick zu verschaffen. Nachdem jedoch Cerb dieses ekelhafte Muggelsprichwort hinausposaunte, verzog der Dunkelhaarige angewidert das Gesicht. Das konnte doch nicht sein Ernst sein…also bitte! Aber als der 17-Jährige sich gerade von dem Türrahmen abstoßen und zu seinem Freund hinübertigern wollte, entdeckte er plötzlich, in einem anderen Sessel, ein paar Meter entfernt von Cerberus, einen seiner Lieblingsfeinde: August Wellington. Nun wurde Silvius auch schlagartig bewusst, wessen Sachen da soeben durch die Gegend geflogen waren – wie hatte er nur so unaufmerksam sein können! Unwillkürlich verengten sich die dunkelbraunen Augen zu kleinen Schlitzen. Weshalb unterhielt sich Cerb überhaupt mit einem solchen Vollidioten…? Es würde Silvius für immer ein Rätsel bleiben, wie man so sozial sein konnte, wenn es um Schlammblüter ging.

Für diesen Moment hatte Silv sogar glatt vergessen, weswegen er eigentlich hergekommen war. Immerhin würde die Tatsache, dass Ortansia sich quasi in Lebensgefahr begab, da sie blindlings auf dem Weg hoch zum Astronomieturm gewesen war, wo sie, würde man dem horrorfilmreifen Kopfkino des Zwillingsbruders von Noah glauben schenken, vermutlich gerade dabei war, sich aussuchen zu dürfen, ob sie in Stücken oder aber vollkommen zermatscht und auf alle Fälle leblos den Klassenraum wieder verlassen wollte, mit Sicherheit interessant für Cerberus sein. Nicht, weil er sich um den Gemütszustand seiner Freundin sorgte, nein, vielmehr deshalb, weil er in den nächsten Minuten mit Silvius eine Wette abschließen konnte, wie lange es dauern würde, bis man ihren ersten Schmerzens- oder vielleicht sogar bereits ihren Todesschrei vernahm.

Dies musste jetzt allerdings noch ein Weilchen warten, denn August hatte den Dunkelhaarigen kurzweilig dabei gestört, seinem Kumpel die neuesten Berichte zu erstatten, da dieser es ja scheinbar nicht für nötig gehalten hatte, zum Essen zu erscheinen. Vielleicht war Silv aber auch zu früh dran gewesen – der Anblick von Ortansia, wie sie entschlossen und arrogant, wie man sie nunmal kannte, die Treppen hinaufgestöckelt war, hatte den Reinblüter vollkommen aus dem Konzept gebracht. Während Silvius sich also elegant vom Türrahmen abstieß und langsamen Schrittes zu Cerberus hinüberschlenderte, taxierte er August einzig mit einem halb vernichtenden, halb angewiderten Blick, ehe er sich exakt dort niederließ, wo Cerb vorhin Wellington hinbestellt hatte.
„Hey.“ Zu vielmehr kam der 17-Jährige nicht, denn ihm wurde bewusst, dass sein Arm die Sachen des anderen Schülers berührt hatte. Für den Bruchteil einer Sekunde weiteten sich die braunen Augen, ehe er sich jedoch dazu entschloss, keinen hysterischen Anfall deswegen zu kriegen – was würden Cerb und vor allem August auch von ihm denken, wenn er deswegen so einen Aufstand machte? Und es war ja kein Weltuntergang…es waren nur dreckige Klamotten von einem Schlammblut. Nichts, was von Bedeutung wäre…vielleicht würden sie sich im Kaminfeuer gut machen? Silv befürchtete, Ärger bekommen zu können, wenn er Augusts Sachen mit seinem Zauberstab in Flammen aufgehen lassen würde, da diese Aktion garantiert ein Brandloch im Sessel verursachte…also beherrschte er sich. Seine Aufmerksamkeit galt also ganz schnell wieder dem Blonden vor sich.
„Was zum Teufel machst du hier…mit diesem Zeug und…mit…ihm?“ Bei seinem letzten Wort deutete Silvius über seine Schulter hinweg zu August, der sich garantiert bereits wunderte, weshalb ihn der Dunkelhaarige noch nicht verbal angegriffen hatte. Der Grund war einfach: Der Ravenclaw hatte eben verdammtes Glück, dass Silv momentan so gute Laune hatte.
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